Freitag, 8. Januar 2021

Anafi ade...

Nachdem 2020 nun endlich zu Ende ist, sollte 2021 ja eigentlich alles (?) besser werden.
Direkt zum Jahresbeginn passt das bei mir leider nicht so.
Meine treue und lieb gewonnen Parrot Anafi ist mir (aus hier nicht näher beschriebenen Gründen) aus etwa 6-7m Höhe vom Himmel gefallen.
Überraschenderweise waren noch alle Beine dran und auf den ersten Blick sah die Drohen noch ganz gut aus. Auf den zweiten Blick galt das allerdings nicht für die Kamera.



Sie ist beim Absturz wohl genau da drauf gefallen. Das Gehäuse war an mehreren Stellen gebrochen. der Gimbal lies sich zumindest noch normal bewegen. Mit etwas Glück handelt es sich vielleicht nur um Schönheitsfehler...


Bei genauere Ansicht war es aber doch nicht ganz so einfach, die Linse saß nun auch locker im beschädigten Gehäuse.
Nichts desto trotz startete ich das kleine Fluggerät direkt noch einmal. Die Initialisierung funktionierte normale und auch die App bekam über den Controller Kontakt zur Drohne. Nur das angezeigte Bild bestand aus ziemlich unscharfen Pixelbrei. Kurz die (lockere) Linse berührt und schon änderte sich das Bild. OK, das musste später noch genauer geprüft werden.
Also mal den Startknopf betätigen.... und.... Überraschung. Sie flog vollkommen unbeeindruckt!
Es scheint wohl wirklich "nur" ein Problem mit der Kamera zu geben.

Somit erfolgte als nächstes die Zerlegung des Kameragehäuses. Eine der 4 Schrauben war abgerissen, die anderen 3 saßen noch fest. Nachdem das Gehäuse geöffnet war, fiel mir direkt die Linse entgegen. Diese schien oberhalb des Sensors aufgeklebt gewesen zu sein. Durch den harten Aufschlag hatte sich das entsprechend gelöst. Also machte ich die Anafi erneut an und startete die App. Aus dem kompletten Pixelbrei wurde wieder ein Bild, als ich die Linse an die richtige Stelle hielt! Vielleicht lässt sich das Problem wirklich durch etwas Kleber lösen.


Das gleiche galt natürlich für das Gehäuse. Mit Sekundenkleber drückte ich alles wieder an Ort uns Stelle und verklebte alles. Nicht gerade wie neu, aber immerhin. Ein Kameragehäuse fand ich zudem auf die Schnelle bei ebay.


Schließlich klebte ich die Linse wieder an ihre ursprüngliche Stelle, die korrekte Position war recht einfach zu finden.


Danach alles noch etwas trocknen lassen und abschließend wieder zusammensetzten. Da die Kamera ja in fast alle Richtungen gut zu drehen ist, ging das auch alles recht leicht. OK, der Moment der Wahrheit war gekommen. Drohne auf den Tisch platzieren und starten.
Wie üblich initialisierten sich die Propeller, doch danach blieb der Gimbal wie nach dem ersten Start still. Eigentlich sollte alle Achsen einmal von Ende zu Ende durchgefahren werden. Schade.
Die abschließend schlechte Nachricht war dann allerdings, dass das Bild nicht scharf war. der Pixelbrei war zwar weg, aber die Abbildung war halt nicht scharf. 


Auch ein gemachtes Foto macht es nicht besser. Nur Sachen erkennen können ist leider nicht mein Anspruch. Mit so einem Ergebnis kann man leider nicht leben.


Oder anders ausgedrückt: Leider unbrauchbar.
Man hat ja keine 4k Kameradrohne, um unscharfe Fotos oder Videos zu schießen. Der Fokus scheint hier wohl wirklich eine Frage von µm zu sein. Obwohl die Linse anscheinend wieder perfekt auf die Abbruchstelle passte, scheint es halt doch nicht genau so zu sein. Oder die dünne Schicht des Klebstoffs reichte schon, um die Darstellung unscharf zu machen.

Damit ist das Schicksal der Anafi wohl entschieden. Vom Gehäuse und auch Motoren usw. gibt es alles nachzukaufen, die Kamera aber nicht. Auch habe ich da bisher nichts Gebrauchtes gefunden, nur ganze Fluggeräte.
Also muss Ersatz her. Für mich stand direkt fest, dass wieder eine Drohne her muss. Zu sehr habe ich das kleine Fluggerät zu schätzen gelernt und damit auch oder gerade im Urlaub ganz neu Perspektiven erschlossen. Da ich mit der Parrot rundherum zufrieden war, war eine Neuanschaffung des gleichen Modells natürlich direkt naheliegend. Leider bekommt man bei den aktuell aufgerufenen Preisen gerade ziemlich das staunen. Die Teile kosten gerade rund 100€ mehr als ich vor 2 Jahren bezahlt habe. Uff!
Zudem ist es ja auch grundsätzlich nicht verkehrt, sich auf dem Markt umzusehen, schließlich kommen immer neue Modelle raus. 

Genau das werde ich nun einmal machen. Mal schauen, was es so geben wird...

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Tschüss 2020

Was war das nur für ein Jahr...?!

Es fing ja doch ganz normal an, irgendwann im Januar tauchten dann die ersten Meldungen aus China auf, dass dort eine sonderliche Lungenkrankheit um sich greift, bald darauf war die Ursache durch eine neue Variante des Corona-Virus (SARS-CoV-2) gefunden. Dann dauerte es noch rund einen Monat und es ging rund um die Welt los. Der ganze Scheiß begleitet uns bis heute, wie wohl jede*r weiß.

Unser aller Leben wurde ziemlich dadurch umgekrempelt, für einige sehr extrem (womöglich selber erkrankt oder dadurch jobtechnisch arg in Mitleidenschaft gezogen) oder doch noch in überschaubaren Maße wie zum Glück bei uns. 
Trotz allem hat sich im normalen Leben viel verändert, gerade was Freunde/Verwandte angeht. Man lebte dieses Jahr überwiegend im Haushaltsverbund, wie auch immer der jeweils so aussieht. Bis auf die kleine "Sommerpause" gab es kein Kino, keine Kneipe oder Restaurantbesuche, Sportveranstaltungen oder Konzerte, alles war gestrichen.

Somit wurde unsere liebste Beschäftigung in jedem Jahr, das Reisen, arg eingeschränkt. 
2020 waren feine Sachen geplant. Erst sollte es nach Ägypten gehen, Besuch in Kairo und eine Nilkreuzfahrt, im April wollte ich mit einigen Freunden erneut zum Motorradfahren nach Kreta.
Im Sommer stand endlich nach 2017 wieder eine große USA-Reise an, es sollte an die Ostküste durch zahlreiche Staaten und auch etwas Kanada gehen. Der Herbst sollte uns eine schöne Motorradtour rund um Tschechien spendieren und zum Anfang des Winters stand eine Reise nach Madeira an (wieder mit etwas Mopped fahren).

Ende Januar klappte immerhin noch unsere Reise an den Nil. Das war richtig großartig! Kairo ist ziemlich irre, selber direkt an den großen Pyramiden zu stehen und diese mit den eigenen Händen zu berühren lässt einen demütig werden. Danach folgten die unglaublich zahlreichen Tempel und Grabanlagen zwischen Luxor und Abu Simbel am Nassersee, nicht mehr weit vom Sudan entfernt. Es war alles sehr beeindruckend, obwohl ich ab dem 2. Tag auf dem Nil mit Durchfall zu kämpfen hatte. Immerhin gibt es vor Ort gute Medikamente, so verpasste ich kaum etwas.



Der Kreta-Moppedurlaub viel komplett flach, das Geld für die Flugtickets (TUIfly) gab es recht flott und problemlos zurück.
Das dauerte bei den Tickets für die USA/Kanada-Reise deutlich länger, bis alle Einzelflüge schlussendlich storniert wurden. Zum Glück tat mir das Warten finanziell nicht weh, trotzdem ging es um über 1600€. Wir hingen trotzdem etwas länger in der Luft, was nun alternativ machbar wäre. Zum Glück gingen die Infektionszahlen europaweit im Sommer deutlich runter, so dass Reisen innerhalb der EU wieder ohne viele Einschränkungen möglich wurden. In einen Flieger wollten wir trotzdem nicht stiegen, also zogen wir einen Reiseplan für in ein paar Jahren vor: Wir machten einen Frankreich-Rundfahrt mit dem Auto. Auch für Levi hieß es Frankreich statt Amerika.


Zudem ergab es sich dann etwas später Anfang September zudem noch recht spontan, dass wir noch einen Reise machen konnten. Da es coronabedingt in vielen touristischen Hotspots relativ ruhig war, nutzten wir die Chance für einen Besuch in Venedig. Stand schon ewig auf unserem Zettel, die üblichen Touristenmassen in der Lagunenstadt hielten uns bisher aber von einem Besuch ab. Den Trip verbanden wir dann gleich noch mit Besuchen in Innsbruck, Verona und dem Gardasee.
Auch das klappte alles wunderbar und wir hatten somit einen wirklich klasse Reise, in Venedig war es wirklich so "leer" wie schon ewig nicht mehr. So konnten wir die Schönheit der Stadt wirklich gut genießen.


Dann sollte noch die Motorradtour zum Herbstanfang im Oktober folgen. Dummerweise breitete sich das blöde Virus inzwischen wieder munter aus, besonders in unserem anvisierten Zielgebiet. So wurde Tschechien schnell zum Risikogebiet und so stand dann wieder eine Umplanung an. 
So entschieden wir uns schließlich für eine Tour rund um Süddeutschland mit diversen Abstechern in die Nachbarländer. Bis es endlich los ging, blieb das Umplanen mein ständiger Begleiter. Österreich wurde auch wieder schlimmer und zuerst war Vorarlberg Risikogebiet, schließlich auch Tirol. Bis es endlich losging, blieben immerhin Oberösterreich, das Salzburger Land und die franz. Vogesen übrig. Wettermäßig zwar durchwachsen (nicht wirklich überraschend) war es trotzdem eine tolle Tour.



Somit war dieses Chaosjahr trotz allem urlaubsmäßig deutlich besser als in der ersten Jahreshälfte angenommen. Wir mussten zwar ständig umplanen, aber das war dann doch das kleinste Problem.

Nun stehen wir direkt am Jahreswechsel und hoffen alle, dass 2021 besser wird. Immerhin gibt es den Lichtblick der Impfstoffe. Trotzdem wird es wohl noch bis zum Sommer in jeglicher Hinsicht kaum planbar bleiben, der Sommer könnte wie auch der letzte generell etwas entspannter sein. Wir hoffen mal, dass sich zum Herbst dann alles wieder normalisiert.

Jobmäßig ist bei uns die Sache weiter entspannt, da brauchen wir uns keine Sorgen machen. Uns fehlt wirklich die Urlaubsplanung. Das macht uns fast genauso viel Spaß wie das Reisen selber. Wir haben einige Zeitfenster für Urlaub, aber was dann wie geht, keiner weiß es. Der angepeilte Familien-Badeurlaub im nächsten Herbst auf Zypern wird aber wohl nicht stattfinden. Grund ist mal nicht das Kack-Virus, sondern Genias Arbeitsplatzwechsel innerhalb ihrer Firma. Da ist halt im Herbst gerade Hauptsaison und Urlaub schwierig bis unmöglich. Machen wir dann vielleicht im Sommer, mal sehen.
Im Spätsommer wollen wir gerne nach Kasachstan, das ist auch schon etwas länger geplant. Ob das was wird, keiner weiß es. Und eine Moppedtour soll natürlich auch wieder stattfinden. Wann, wie, wo. Tja, lassen wir uns mal überraschen, was es so geben wird. Irgendwas wird sicher gehen, mal schauen was und wann.

Das wichtigste ist aber ganz sicher: Gesund bleiben!

Samstag, 12. Dezember 2020

Reiseheim

Schneller als erwartet gibt es nun doch schon wieder etwas Neus zum Thema mobiles Quartier auf Reisen. Ich hatte ja erst letzten Sommer von einem neuen Zelt geschrieben. Damals war die Entscheidung wegen des schnellen Aufbaus gefallen, genau das ging mir bei meinem "alten" Zelt zunehmend auf die Nerven. 
Diese Anforderung wurde mit dem damaligen Neuerwerb auch prima erfüllt.
Seitdem gibt es aber eine weitere Veränderung in unseren Reisegewohnheiten: Der Trend geht seit 2 Jahren nun sehr eindeutig zum "Eigenheim". Früher hatten wir uns unterwegs meist mit 2 Leuten ein Zelt geteilt. Dann haben wir jahrelang garn nicht mehr gecampt und nun machen wir es wieder verstärkt. Aber halt irgendwie jeder für sich. Warum weiß ich gar nicht, irgendwie kamen die Mitfahrer zunehmend mit eigenen, kompakten Zelten daher, in die auch nur eine Person gescheit Platz findet.
So war es dann auch bei unsere aktuellen Herbsttour, jeder hatte sein eigenes Heim dabei, ich auch mein Quick-Up-Zelt. In dem hatte ich entsprechend viel mehr Platz, als ich eigentlich alleine benötige (es ist ja für 3 Personen ausgelegt, das heißt 2 Personen samt Gepäck passt prima. Macht ja an sich nichts, wenn das Packmaß nicht entsprechend groß wäre. Ich hatte zu meinen Koffern dann immer meine große Gepäckrolle dabei, um das mobile Heim unterwegs unterzubringen.
Ich habe nach der Tour beschlossen, dass ich darauf keine Lust mehr habe und vielleicht eher nur mit meinen Boxen fahre oder ansonsten noch ein Topcase mitnehme, aber zumindest keine Rolle mehr, die ich immer erst verzurren muss. Also sollte ein neues, kleineres (besonders vom Packmaß!) Zelt her. Genau das fand ich nun im Kazoo Venus.



Die Ansprüche waren im Prinzip ähnlich wie vorher auch schon. Schnelles Auf- und Abbauen, zudem kein Reinkriechen, also Zeltstangen von außen zu befestigen. Zudem zwingend min. eine Apside, um ggf. Taschen und Motorradstiefel nicht mit ins Innere nehmen zu müssen. Das ganze Paket soll zudem in einen der Koffer oder ins große Topcase passen.


Nach der Lieferung sollte natürlich ein erster Testaufbau folgen, wegen wenig guten Wetters fand das mal wieder in der Wohnung statt. Das war wegen der Stangen nicht ganz so einfach wie beim Quick-Up Zelt mit seinen knickbaren Stangen, aber es ging.


Hier hat man 3 steckbare Alustangen (teilweise mit leichten Knicken drin), die untereinander versetzt eine Kuppel bilden. Das noch auf der Grundfläche liegende Zelt wird dann einfach  an den Stangen eingehakt, an den Kreuzungsstellen sind entsprechend größere Haken vorhanden, um beide Stangen aufzunehmen. Damit die erste Stange nicht direkt wieder umfällt, bevor man die nächste aufgestellt hat, reicht es an den Ende schon einmal ein oder zwei Befestigungen einzuhaken.