Mittwoch, 13. April 2022

Frankreich 2020 - Tag 10

Hinweis: Dieser Reisebericht stammt nicht von mir selber, sondern von Genia.
Von mir stammen die eingefügten Fotos, Links und ggf. kurze Textabschnitte.


Hier zunächst die Fotos von diesem Tag:


Montag, der 27.07.

Nach dem Aufstehen gingen Levi und Frank kurz zum Strand um noch einmal das ruhige Meer anzuschauen und die noch frische Morgenluft zu genießen.



Dazu gibt es auch ein Rundum-Foto.

Danach gab es Frühstück auf der Zimmerterrasse. Als wir fertig waren haben wir zusammengepackt und sind weiter gefahren, es ging Richtung Côte d’Azur.


Auf dem Weg dahin haben wir noch das Amphitheater von Arles besichtigt. Vor dem Eingang des Amphitheaters gab es eine Gitarrenspielerin zu deren Klängen eine Flamencotänzerin getanzt hat. Das hat mich zuerst schon ein wenig gewundert, waren wir doch schließlich in Frankreich. Aber ok, Spanien war von hier aus eigentlich gar nicht so weit entfernt, vielleicht gehörte diese Region sogar mal zu Spanien, ich bin da nicht so informiert…





Das Amphitheater selbst hat schon eine ordentliche Größe und vor allem beeindruckenden Zustand. Obwohl fast zur selben Zeit erbaut wie das große Kolosseum in Rom, ist dieses Theater viel besser erhalten. Das ist vor allem durch seine Geschichte begründet: Im Mittelalter wurde das Theater zu einer Festung aus- bzw. umgebaut und im Inneren entstand dann die eigentliche Stadt.



Im 19. Jahrhundert wurde die Bauwerke in und direkt an der Arena schrittweise wieder entfernt und ab 1846 begann die Restaurierung und Rückbau zum Theater. Seitdem wird sie auch wieder benutzt, wie wir erstaunt feststellen konnten. Inzwischen gibt es an allen Sitzreihen auch zusätzliche Geländer oder Treppen. Und dann haben wir ein Bild gesehen - Stierkämpfe, dafür wird die Anlage u.a. jetzt verwendet (oder eher missbraucht). Daher die spanischen Klänge und die Flamencotänzerin draußen vor dem Eingang.




Einige 360°-Aufnahmen wurden auch noch gemacht.

Dann ging es weiter zum Pont de Caronte, einer Eisenbahn-Drehbrücke über den Canal de Caronte und Teil der Ligne de la Côte Bleue. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und war damals die größte Drehbrücke dieser Art. Interessant anzusehen, aber noch interessanter wäre es, wenn die Brücke sich auch gedreht hätte. Aber darauf warten wollten wir nun nicht, ein großes Schiff war auch nicht zu sehen, welches den Einsatz bedingt hätte...


Dazu gibt es auch noch eine Panoramaaufnahme.

Dann ging es quer durch Marseille und Toulon, und schon waren wir an der Côte d’Azur.
So wunderschön! Ich liebe ja das Mittelmeer (habe ich das schon erwähnt?), und diese Ecke hat es mir so richtig angetan. Aber was wundert es mich - Italien ist ja nicht weit, natürlich ist die Landschaft ähnlich, auch ähnlich wunderschön.


Auch hier gibt es noch einen Rundum-Blick.
Wir fuhren lange an der Küste entlang, bis zur Halbinsel von Saint-Tropez. Unser nächstes Schlafquartier befand sich in Sainte-Maxime auf der anderen Seite von der Bucht, aber Frank wollte unbedingt noch ein Bild vom Ortsschild machen (die Fans von Louis de Funès werden das verstehen). Das Blöde war, dass es ausgerechnet entlang der Küste dieser Bucht Stau gab, und zwar in beide Richtungen. Wir hatten ja vor, gechillt in Saint-Tropez reinzufahren, im Vorbeifahren anzuschauen, umzudrehen und genauso gechillt entlang der Küste zu unserem Übernachtungsort Sainte-Maxime zu fahren. Nix da! Wenn man da normalerweise von der Gabelung nach Saint-Tropez und dann wieder zurück und bis nach Saint-Maxime 30 Minuten braucht (habe eben nachgeschaut) - haben wir über 2 Stunden gebraucht.



Ok, in Saint-Maxime angekommen, haben wir die Straße gefunden, wo unser Hotel sein sollte, aber keinen Parkplatz. Die Straße war eine Seitenstraße, die von der Hauptverkehrsader abging, auf deren anderen Seite bereits der Strand lag. Man kann sich also vorstellen, wie es da mit den Parkplätzen aussah. Nachdem wir erfolglos eine Runde um den Block gedreht haben, haben wir beschlossen, dass ich schon aussteigen könnte und mich auf die Suche nach dem Menschen machen sollte, der uns den Weg zum Hotel und eventuell auch einem Parkplatz weisen könnte. Levi ist mit ausgestiegen, im Auto war es wegen der Hitze kaum auszuhalten. Wir sind also ausgestiegen und haben uns umgeschaut. Die Adresse stimmte genau, aber unten im Gebäude war eine Bank. Vielleicht oben? Die Namen an den Hauseingängen sagten nichts aus. Dann habe ich die Nummer angerufen, die auf unserem Voucher-Zettel stand. Es meldete sich ein Herr, der sehr schlecht zu hören war und direkt Englisch sprach. Ich habe versucht ihm zu erklären, wer ich bin und was ich will, er hat gesagt, dass gleich eine Frau kommt, die uns reinlässt. Irgendwann kam Frank zu uns, aber auch weitere 15 Minuten später standen wir immer noch da wie bestellt und nicht abgeholt. Der ganze Ablauf wurde langsam sehr frustrierend: zu lange im Stau gestanden, ewig nach einem Parkplatz gesucht, noch nicht eingecheckt, dazu diese Hitze und das kühle Nass in Griff- und Sichtweite. Beim zweiten Telefonat mit dem Herrn wurden wir gebeten, die Straße weiter hoch zu laufen, da würde uns eine Joan treffen. Nichts wie hin! Die gute Joan, die uns dann auch tatsächlich an dem neu verabredeten Ort empfangen hat, hat uns aufgeklärt: die hinterlegt Hausnummer stimmte nicht! Auf der Buchungs-Website steht sie falsch, was bekannt ist, aber trotzdem noch nicht geändert wurde, was Joan doch schon ärgert. Aber wenn sie diesen Fehler doch schon kennt, warum geht sie dann nicht zum „falschen“ Haus, wo die Gäste warten, und sie dann zum richtigen Haus zu führen? Stattdessen steht sie seit 15 Minuten an der richtigen Adresse und wartet auf uns, die wir den Fehler nicht kennen. Manches muss man nicht verstehen… Ansonsten war Joan eine sehr nette ältere Dame aus England, die seit Ewigkeiten in Saint-Maxime lebt und mehr oder weniger die Verwalterin für die Ferienwohnung ist, die wir beziehen sollten. Die Wohnung selbst gehört einem irischen Herrn, der sich kaum in Saint-Maxime aufhält. Das muss ein Leben sein – eine Ferienwohnung an der Côte d’Azur, die man von England aus betreibt und nur bei Bedarf selbst nutzt. Und die Wohnung, als wir endlich drin waren, war großartig! Oberster Stockwerk, großes Wohnzimmer, 2 Schlafzimmern, Küche, riesiger Balkon mit seitlichem Blick auf den Strand, Tiefgaragenstellplatz. Neid…


Da wir den Wagen aktuell noch an der Straße stehen hatten, ist Frank mit Joan noch einmal los, um das Auto in die Tiefgarage zu bringen. Das ist etwas tricky, die Einfahrt ist auf der Rückseite des Blocks und man muss dort schon wissen, wo es genau lang geht. Von dort unten geht es dann direkt per Fahrstuhl wieder hoch zum Penthouse.
Wir klärten noch die weiteren Formalitäten und verabschiedetn uns von Joan. Danach haben wir schnell das Nötigste ausgepackt und sind dann direkt zum Strand gegangen, der etwa 250m entfernt lag. War das schön! Die perfekte Entschädigung für den Stress der letzten Stunden und die Hitze…



Nach dem Strand ging es direkt ins Restaurant Entrepotes in unserer Straße. Hier hat es etwas gedauert, bis wir bedient wurden und auch beim Klassieren hatten sie es nicht eilig. Aber das Essen hat geschmeckt, also alles ok. Zurück auf dem Zimmer haben wir schnell geduscht und uns dann einfach nur auf dem Balkon entspannt und die abendlichen Ausblicke genossen.


Die gefahrene Strecke:
Powered by Wikiloc

==> Weiter zu Tag 11 <== (Link wenn fertig)

Montag, 11. April 2022

Balkan-Tour 2021

Im letzten Sommer schrieb ich schon einen Beitrag über zwei noch anstehende Herbsttouren im Jahr 2021. Die eine stand schon fest, bei der späteren in der zweiten Oktoberhälfte sollte das Ziel recht spontan beschlossen werden. Es sollte Richtung Süden gehen, allein schon des Wetters wegen. Zu dieser Tour hatten wir über www.motolifestyle.de die Möglichkeit bekommen, die Tour mit zwei feinen Honda CRF1100L Africa Twin zu machen. Somit sollte es auch durchaus nicht nur über Asphalt gehen.
Rund 2 Wochen, bevor es losgehen sollte schaute ich mir die Großwetterlage in Südeuropa an und so langsam kristallisierte sich heraus, dass sich über Südosteuropa wohl ein schönes Hochdruckgebiet aufbauen sollte. Bei der Alternativbe weiter westlich (Frankreich/Spanien) sahen definitiv schlechter und eher nach Regen aus. Die Aussichten sollten sich als bleibend herausstellen, so dass wir unser Ziel Richtung Balkan setzten.
Der Plan war, mit Auto und Anhänger die Maschinen in Frankfurt abzuholen und dann ziemlich direkt bis nach Nord-Kroatien zu fahren. Dort sollte das Gespann abgestellt werden und nun auf den beiden Hondas weiter gehen.




Von Kroatien aus führte uns unser Weg weiter nach Bosnien-Herzegowina.



Von dort kamen wir als nächstes durch die Berge nach Montenegro.




Die nächste Grenze zum Kosovo lag dann auf rund 1800m Höhe, wir fuhren in den Schnee.


Der angedachte Weg durch Nordmazedonien wurde an der Grenze verworfen, stattdessen kamen wir nach Albanien.




Hier erreichten wir unseren südlichen Wendepunkt, es ging wieder zurück nach Montenegro.




Schließlich folgte wieder Kroatien und die lange Küstenstraße mit noch zwei Zwischenstopps..



Um das Fazit hier schon einmal vorweg zu nehmen: Es war eine großartige Runde durch Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, dem Kosovo und Albanien werden..


Nach diesem Galopp durch die ganzen Länder mit einigen wenigen Impressionen, können alle, die dann doch etwas mehr über das Zielgebiet erfahren möchten


auf motolifestyle.de die auführlichere Version nachlesen!

Dienstag, 29. März 2022

Frankreich 2020 - Tag 9

Hinweis: Dieser Reisebericht stammt nicht von mir selber, sondern von Genia.
Von mir stammen die eingefügten Fotos, Links und ggf. kurze Textabschnitte.


Hier zunächst die Fotos von diesem Tag:


Sonntag, der 26.07.

Nach einem sehr guten Frühstück im Hotel sind wir weiter in östlicher Richtung gefahren. Unser einziges Tagesziel an diesem Tag war Carcassonne, insbesondere die Cité, wie die Festungsstadt genannt wird. Frank war im Herbst 2006 auf einer Motorradtour schon einmal hier und wollte unbedingt wieder hier her. Schon auf der Anfahrt  sieht man, wie schön diese ganze Anlage ist.


Es war nicht einfach einen Parkplatz zu finden, obwohl es an den Eingängen durchaus große Parkplätze gibt, die zudem auch kostenlos sind. Die ganze Anlage ist seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe.


Wir sind also rein in die Burg, die ziemlich voll war. Das war bei den gefüllten Parkplätzen allerdings auch zu befürchten. So voll war es auf dieser Reise nur auf dem Mont-Saint-Michel. Nach dem ersten Tor und seiner Mauer folgt ein Zwischenbereich, dem sich im Abstand von gut 20m eine komplette zweite Wehrmauer anschließt. Beide Mauern ziehen sich auf jeweils rund 3km Länge komplett um die Altstadt herum, unterbrochen von insgesamt 52 Türmen! Wer hier früher rein wollte, hatte es wirklich nicht leicht. Eine sehr beeindruckende Anlage, schon bevor man richtig drin ist.


Es war wieder sehr heiß, was das Tragen der Masken nicht einfacher machte. Wir sind durch die hübschen Gassen gelaufen, haben dies und das bestaunt und uns ein Eis gekauft.




Im Zentrum der ganze Anlage gibt es noch eine weitere Festung, eine Burg in der Burg sozusagen. Da haben wir es aber beim Blick von außen belassen.



Nachdem wir kreuzu und quer durch die Cité geschlendert waren, machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg zum Parkplatz.


Hier am Rande haben wir den Blick noch einmal schweifen lassen und dann ging es wieder ins Auto und weiter.


Wir wollten nun rasch zu unserem Tagesziel, jetzt ging es endlich zum Mittelmeer! Unser Ziel war direkt unser nächstes Nachtquartier Studios - Bord de Plage in Vias Plage. Wir wollten nicht zu spät da sein, damit wir noch ins Meer können. Die Anfahrt zum “Hotel” ging über eine ganz schmale Straße zwischen Zäunen, Wänden und Büschen, wir dachten schon, wir sind hier falsch… Aber nein, die Studios-Anlage war wohl in privater Hand. Der unbefestigte Hof sah außen etwas ungepflegt aus, aber das Zimmer war absolut sauber, nichts zu bemängeln.


Für Levi wurde noch schnell eine Matratze organisiert, was ihn zuerst etwas unzufrieden machte. Die stellte sich aber als bequem heraus, also waren alle doch zufrieden.


Wir sind zum Strand gegangen, der nur rund zwei Minuten zu Fuß entfernt lag, die Jungs waren schwimmen, ich habe mich entspannt, nachdem ich mir den Fuß an einem spitzen Stein geschnitten habe.



Obwohl es doch wirklich gut besucht war, gab es für die Jungs an den Steinwällen diverse Fische zu beobachten, so dass beide die ganze Zeit mit Taucherbrille und ActionCam unterwegs waren.


Nach dem Strandbesuch ging Frank noch zu einem nahen Supermarkt und kaufte etwas für Abendessen und Frühstück ein. 


Später haben wir dann im Zimmer gekocht und bis zum Schlafengehen auf unserer Terrasse gechillt.

Die gefahrene Strecke:
Powered by Wikiloc