Freitag, 12. August 2022

Norditalien 2020 - Tag 5

Hinweis: Dieser Reisebericht stammt nicht von mir selber, sondern von Genia.
Von mir stammen die eingefügten Fotos, Links und ggf. kurze Textabschnitte.


Hier zunächst alle Bilder vom Tag:


Mittwoch, 09.09.

Nach dem Frühstück packten wir unsere Koffer zu Ende, checkten aus und machten uns auf den Weg. Bereits um 10 Uhr waren wir im Zug und auf dem Weg zurück zum Auto, welches ja am Bahnhof von Mira-Mirano auf einem (kostenlosen) Parkplatz abgestellt war. Dort angekommen wartete der Wagen auch unversehrt auf uns.


Wir fuhren los und etwa eine halbe Stunde später hat uns eine Polizeikontrolle zur Seite von der Straße gewunken, warum war uns nicht klar. Der Polizist kam näher, wir setzen schon mal unsere Masken auf, da hat er uns direkt wieder einen Wink gegeben, dass wir weiterfahren dürfen. Haben wir nicht ganz verstanden, wozu das nun gut war. 


An diesem Tag ging es für uns nach Verona. Als Erstes steuerten wir das Castel San Pietro an, ein Schloss auf dem gleichnamigen Berg, von wo aus man die ganze Stadt überblicken kann.



Die Aussicht war auch tatsächlich grandios, das Wetter herrlich, mehr braucht man bei so einem Ausflug nicht. Oder doch? Direkt unter dem Castel den Hang runter ist eigentlich ein römisches Theater, genauer genommen des Teatro Romano di Verona, also genau das Richtige für mich. Ich habe ja gehofft, dass man die Anlage von oben sehen kann, aber dazwischen waren Häuser und Bäume, die die ganze Sicht verdeckt haben, so ein Mist...


Zwei Rundum-Panoramen hat Frank von hier oben auch noch gemacht.


 
Naja, ab 14:00 Uhr konnten wir an unserem nächsten Übernachtungsort sein, „Adige Rooms Porta Vittoria“. Beim Buchen des Zimmers haben wir gesehen, dass es hier einen bezahlten Parkplatz geben soll. Wir haben aber zwei große Runden um den Block gemacht aber nichts entdeckt. Irgendwann hatten wir etwas gefunden, wo man für 2 Stunden parken konnte, um wenigstens die Koffer nicht zu weit schleppen zu müssen und in Ruhe einzuchecken.


Die Wohnung, in der sich unser Zimmer befand, erinnerte mich an eine Studenten-WG, die  zu einer Pension umfunktioniert wurde, um ein wenig Geld zu verdienen (die Vermutung ist vielleicht gar nicht so falsch, hinter dem Haus befindet sich die Universität von Verona). Außer dieser schienen im Haus nur normale Wohnungen zu sein. Zwei junge Männer haben uns eingecheckt und in die Örtlichkeiten eingewiesen. Wir hatten ein modernes aber auch recht spartanisch eingerichtetes Zimmer mit einem Minibalkon. Zudem gab es eine Küche zur Allgemeinnutzung, aber kein Geschirr oder Besteck darin. Immerhin gab es eine Kaffeemaschine und einen Kühlschrank.
Nun wollten wir in die Stadt, aber mussten vorher noch überlegen, was wir mit dem Auto machen sollten. Momentan parkten wir in der Mitte der Straße unter den Bäumen. Das Witzige war, dass man entlang derselben Straße, nur ein Stückchen weiter, kostenlos parken konnte, da war aber natürlich alles besetzt. Und während wir uns noch umschauten und überlegten, machte sich plötzlich eine kleine Lücke auf und wir hatten einen Parkplatz! Der war bis zum nächsten Morgen kostenlos, ab dann musste man zahlen. Das sollte aber zunächst erst einmal reichen. 
Also ab in die Stadt.


Das Ziel war zuerst die Arena di Verona, ein sehr gut erhaltenes Amphitheater und das drittgrößte seiner Art, in dem noch heute viele Veranstaltungen stattfinden. Seit 1913 wird die Arena wieder benutzt, zunächst für Operanaufführungen (als erstes Aida) von Giuseppe Verdi, im Laufe der Zeit wegen ihrer hervorragenden Akkustik auch für jegliche Art von Konzerten.
Gerade am nächsten Tag sollte hier eine Show der italienischen Charts laufen und es wurde alles großflächig abgesperrt und im Amphitheater alles aufgebaut. Daher konnten wir auch nicht hinein, wirklich schade.


Man hörte auch jemanden in der Arena proben. An einer Stelle konnte man etwas näher rankommen und viele Teenie-Mädchen haben versucht durch den Vorhang jemanden zu erkennen.





Dann ging es weiter zur Casa di Giulietta. Normalerweise ist hier wohl eine sehr lange Warteschlange, alle wollen sich vor dem berühmten Balkon und vor der Statue von Julia fotografieren. Auch als wir näher ran gingen, haben wir eine Warteschlange entdeckt, die aber nur wegen der eingehaltenen Abstände etwas länger ausgesehen hat, als sie tatsächlich war. Und im Hof selbst waren auch nur ein paar Besucher. Es ging schnell voran, wir haben auf die Fotos mit uns vor der Kulisse verzichtet, und sind weitergezogen.



Ein paar Meter weiter war die Piazza delle Erbe, ein wunderschöner Platz umrandet von kunstvollen historischen Fassaden. Auf dem Platz war gerade ein Markt, aber es gab fast nur in Asien hergestellte Nippes, jedenfalls sah es so aus…






Vom Platz gibt es auch noch ein 360°-Foto.


Direkt neben dem Platz befindet sich der Torre dei Lamberti, ein großer Turm (das höchste Gebäude der Stadt) mit Aussichtsplattform. Ich wollte gerne da rein, aber es schien alles geschlossen zu sein. Irgendwann haben wir den Durchgang in den Hof gefunden, und von da aus den Eingang zum Turm selbst.


Bevor es in bzw. auf den Turm ging, noch schnell ein Panoramabild.


Es gab hier einen Fahrstuhl nach oben, prima! Wegen Corona haben sie aber in den Fahrstuhl in somit auch hoch auf den Turm nur eine Familie/einen Haushalt auf einmal gelassen. Zum Glück war vor uns nur eine Familie und ein Pärchen, alles Italiener. Sie haben mit dem Ticketverkäufer diskutiert, und Fragen gestellt. Keine Ahnung, was sie so viel wissen wollten. Irgendwann waren wir dran und durften hoch.





Der Ausblick ist einfach großartig! Überall diese terrakottafarbenen Dächer, immer wieder Türme und Kirchen, wunderschön. Auch Julias Balkon kann man von oben aus sehen.




Auch hier oben macht Frank ein Rundumbild.


Und unten auf einem weiteren kleinen Platz noch eins.


Nachher ging es zur Casa di Romeo, natürlich. Ist aber bei Weitem nicht so spektakulär. Naja, angeschaut und weiter gegangen.



Langsam wollten wir uns was zu essen suchen. In der Nähe der Arena di Verona gab es genug, war aber sicher besonders teuer. Wir haben uns im Internet ein paar Lokale ausgesucht und uns langsam in die Richtung begeben. Irgendwas würde uns schon ansprechen. Auf dem Weg dahin sind wir noch in die Chiesa di Sant'Eufemia reingegangen, sehr hübsch.


Ein Lokal, das wir uns ausgesucht hatten existierte nicht, ein anderes war noch geschlossen, noch eins war in einer Gasse, in der es nicht sehr schön roch. Es schien nicht so einfach zu werden.


Dann haben wir ein Restaurant gefunden, wo wir draußen sitzen konnten. Wir wurden an einen Tisch geführt und der Kellner ist verschwunden. Dann haben wir uns die Preise auf der Karte angesehen und haben beschlossen, die Kurve zu kratzen. Zum Glück ist der Kellner nicht zu früh wieder rausgekommen.


Und dann waren wir auf einmal doch an der Arena. Die Tische vor den Restaurants waren gut besetzt, auf Abstände wurde geachtet und die Preise waren auch ok. Also gut, wir entschieden uns für „Bar Ristorante Liston 12“.


Der Kellner hat dann recht flott deutsch mit uns gesprochen. Mir ist schon vorher aufgefallen, dass überall in Italien (und inzwischen auch bei uns) Aperol Spritz getrunken wird und ich konnte mich nicht erinnern, das auch schon mal getrunken zu haben. Also habe ich es mir hier bestellt – naja, gibt besseres.


Ansonsten hatten wir lecker Pasta (mit viel Käse), ist nie falsch (besonders wenn genug Käse drauf ist).


Nach dem Essen schlenderten wir langsam zurück zu unserer Pension und entspannten uns für den Rest des Abends.

Die gefahrene Strecke:
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Mittwoch, 10. August 2022

Norditalien 2020 - Tag 4

Hinweis: Dieser Reisebericht stammt nicht von mir selber, sondern von Genia.
Von mir stammen die eingefügten Fotos, Links und ggf. kurze Textabschnitte.


Hier zunächst alle Bilder vom Tag:


Dienstag, der 08.09.

Direkt nach dem Frühstück sind wir zur Boothaltestelle gegangen. Wir haben uns überlegt, was wir noch in und um Venedig herum sehen wollen, und haben entsprechende Routen geplant. 


An der Haltestelle stand ein Pärchen aus Deutschland, das genau 
so ratlos und genervt wie wir am Tag zuvor versucht hat, Tickets per Internet zu kaufen. Wir haben ihnen einen Tipp gegeben, wo es die Karten gibt, mehr helfen ging nicht.


Auf den Booten herrschte strenge Maskenpflicht, die von allen sehr artig eingehalten wurde.
Unser erstes Ziel war Lido di Venezia. Naja, eigentlich wollten wir hier erst später hin, aber anscheinend hatten wir ein Boot genommen, dessen Route hier endete. 



War aber nicht schlimm, wie gesagt, hier wollten wir eh hin. Wir sind dann quer durch die sehr langgestreckte Insel gegangen, in der Hoffnung, zum Strand auf der anderen Seite zu gelangen.


Das hat soweit auch wunderbar geklappt, nur ist der Strandbereich auf der ganzen Länge (zumindest da, wo wir waren) eingezäunt. Ab und zu gibt es Tore, aber mit Wachhäuschen und einem Menschen darin. Also wohl eher Privatbereiche. Einen offenen und unbewachten Eingang haben wir dann doch gefunden und sind schnell reingeschlüpft.


So konnten wir auch hier unsere Füße ein wenig ins Meer stellen.



Eine Rundumbild hat Frank hier auch noch gemacht.


Am ganzen Strand entlang stehen in einiger Entfernung zum Wasser kleine Häuschen. Wir vermuten, dass diese vermietet werden und man dort seine Stühle, Sonnenschirme usw. für einen Strandtag aufbewahren kann. 


Vor einigen Häuschen saßen Familien, aber viel los war am Strand nicht.



Nach dem kleinen Spaziergang sind wir wieder zurück zur Wasser-Haltestelle gegangen und es dauerte auch nicht lange, bis wieder eins der Boote kam. 


Was uns unterwegs mit den "Wasserbussen" so aufgefallen ist: Für jede Art von Transporte gibt es hier die passenden Boote. Wo auf unseren Straßen die spezialisierten Fahrzeuge/Transporter unterwegs sind, sind es hier halt Boote. Das Paketboot von DHL, ein Krankenboot (inkl. Blaulicht und Signalton), ein Transportboot samt kleinen Kran vom Baumarkt, es gibt alles.


Auch hier von unterwegs gibt es eine Panoramaaufnahme.


Das nächste Ziel war die San Michele, eine über 17ha große Friedhofsinsel. Um dahin zu kommen, mussten wir aber zurück zur Hauptinsel und dann mit dem anderen Boot weiter.




Am Anleger gab es auch noch eiun Rundumfoto.


Die Friedhofsinsel ist nicht weit entfernt, ich glaube, die Fahrt hat nur 10-15 Minuten gedauert.


Dort angekommen, haben wir eine kleine Besichtigung gemacht. Wir besichtigen ja bei unseren Reisen gerne Friedhöfe, eine auf einer extra Insel hatten wir bisher aber auch noch nicht.



Ein Prominentenfriedhof ist es nicht, trotzdem sehr interessant anzuschauen. Wie viele Generationen von Venezianern da wohl beerdigt sind.



Auch hier hat Frank noch 360°-Fotos gemacht.

 


Da der Platz insgesamt ja ziemlich eingeschränkt ist, werden die "normalen" Gräber nach einigen Jahren exumiert und die sterblichen Überreste dann neu übereinander bestattet.



Etwas später ging es für uns dann weiter. Wir wollten zur Insel Burano, eine der zahlreichen Inseln in der Lagune und zugleich eine der größeren. 


Um nach Burano zu kommen, muss man an Murano vorbei, wo die meisten Passagiere wieder aussteigen. Wir dachten uns: Murano (die mit dem berühmten Glas) kennt jeder, aber zum Einen gibt es die Kunstwerke von dort auch überall in der Stadt, zum Anderen hatten wir schon einmal eine Glasbläserei besichtigt. Somit sollte es zur etwas weniger populären Nachbarinsel gehen. 
Eigentlich sind es 4 einzelne, sehr nahe zusammen liegenden Inseln, die mit Brücken über die nur wenige Meter breiten Kanäle verbunden sind. 


Hier noch eine Rundumsicht mitten in der Stadt.



Aber die etwas längere Fahrt dahin hat sich auf jeden Fall gelohnt! Auch hier gibt es viele kleinen Kanäle, viele Brücken und sehr bunte Häuser, die die Insel so berühmt machen.




Ein wunderschöner Ort, und sehr empfehlenswert. An manchen Stellen gab es etwas mehr Menschen, aber auch hier war es insgesamt ziemlich ruhig.


Auch hier gibt es so etwas wie einen zentralen Platz, die Piazza Baldassarre Galuppi.





Ein sehr gelungener Ausflug. Wir hatten noch etwas Zeit bis zum nächsten Boot, haben uns am Ufer unter einen Baum gesetzt und die Aussicht genossen.


Auch hier durfte das Panoramabild nicht fehlen.


Irgendwann kam dann wieder unser "Wasserbus", der uns zurück zur Stadt brachte.


Zurück in Venedig haben wir uns Pizzen bei „L'Angolo della Pizza“ gekauft, auf dem Zimmer gegessen, und danach noch eine Rundfahrt mit dem Boot durch die ganze Stadt gemacht.




Es ging nach einigen kleinen Abbiegern dann primär durch den Canal Grande mit seiner ganzen Pracht links und rechts am Ufer.
 




Am Markusplatz sind wir ausgestiegen, um die Stadt im Dämmerlicht zu Fuß zu erleben.




Im Internet habe ich gesehen, dass auf dem Markusplatz an diesem Abend ein Open-Air-Konzert stattfinden sollte, überall standen Stühle und das Orchester machte sich gerade bereit zu spielen. Man konnte aber ungehindert daran vorbeigehen.



Weiter ging es zum Palazzo Contarini del Bovolo mit seiner wunderschönen berühmten Wendeltreppe.


Tagsüber kann man dort auch drauf, aber aus irgendeinem Grund hatte ich die Treppe vorher nicht auf dem Schirm. Naja, wenigstens haben wir die von außen im Dunkeln gesehen.


Danach nochmal an der Rialtobrücke vorbei und langsam weiter zurück in die Pension. Am Abend mit den ganzen Lichtern ist die ganze Stadt noch schöner als tagsüber.



Da kamen wirklich ziemlich viele Fotos zusammen, an unserem Quartier angekommen ist Frank sogar noch eine kleine Runde gegangen.


An diesem Tag haben wir wirklich wieder viele tolle Sachen gesehen und nach dem Duschen folgte nur noch etwas entspannen und schon etwas Koffer packen. Am nächsten morgen sollte es für uns ja schon wieder weiter gehen.

Hier eine kleine Karte mit den wichtigen Lokationen:

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