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Dienstag, 7. Juli 2020

Urlaub 2020

Tja, dieses Jahr ist alles anders als alle Jahre zuvor. Dank SARS-CoV-2 steht unser alle Leben seit rund 4 Monaten ziemlich Kopf. Bei uns ist immer noch alles OK, weder im Job noch gesundheitlich gibt es Grund zu klagen. Ich bin nach wie vor überwiegend im HomeOffice und Genia hat innerbetrieblich die Abteilung gewechselt (hat aber nichts mit Corona zu tun).
Hier soll es daher um unser Lieblingsthema Reisen gehen und somit die Fortsetzung von diesem Blogeintrag von Mitte März.

Die dort noch aufgeführte Motorradtour nach Kreta fiel natürlich aus, das Geld für die Flüge gab es recht flott und problemlos von TUIFly zurück. Ist anscheinend aktuell nicht unbedingt selbstverständlich, daher: Daumen hoch!. Zunächst bekam man einen Gutscheincode, den man allerdings etwa 4 Wochen später in eine Auszahlung umwandeln konnte. So habe ich es auch gemacht. Sicher werden wir diese Kreta-Moppedreise nachholen, aber mit welchem Anbieter dann die geeignetsten Flüge sein werden, weiß ja heute noch niemand.
Inzwischen ist natürlich auch unser angedachte USA/Kanada-Sommerurlaub gestrichen. Heute morgen kam dann die finale Mail dazu (die schon seit Wochen im dortigen Portal angekündigt war), alle (verbliebenen) Flüge sind jetzt storniert. Das dauerte alles recht lange, wirklich Neuheiten bzw. Infos bekam ich nicht von Expedia, wo ich die Flüge gebucht hatte. Ich schaute immer wieder mal dort unter "Meine Reisen" nach und konnte somit in etwa den Stand in Erfahrung bringen.

Nachdem schon vor der Corona-Zeit der letzte der vier Flüge (von Manchester nach Hannover) wegen Airline-Insolvenz von Flybe gestrichen wurde, folgte irgendwann der zweite Teil des Hinflugs (von London nach New York) mit Virgin Atlantic. Als das passiert war stornierten wir dann alle unsere Hotels und auch den Mietwagen. Alles kein Problem, wir achten immer auf die kostenlose Stornierbarkeit. Danach wurde es wieder einige Wochen still und nun also alles auf Stop.

Inzwischen hat sich die Corona-Lage in Europa wieder etwas mehr beruhigt. Die Reisewarnungen für EU-Staaten und EWR sind aufgehoben, es kann wieder (ohne Quarantäne!) gereist werden oder es ist in Kürze soweit. Somit sind für unserem Ersatz-Sommerurlaub inzwischen wieder ein paar mehr Möglichkeiten eröffnet. Im Mai waren wir noch davon ausgegangen, das es maximal eine Deutschlandtour geben kann.

Nun haben wir uns um entschieden und machen eine Reise, die wir eh irgendwann mal vor hatten: Wir fahren mit dem Auto quer durch und um Frankreich. Obwohl ich schon recht oft in unserem Nachbarland war, waren es überwiegend Motorradreisen. Somit in erster Linie auf das Fahren in bestimmten (aus Motorradfahrer-Sicht) reizvollen Regionen beschränkt. Viele andere Ecken kenne ich kaum oder gar nicht. Zudem wollen wir uns natürlich nun auch einige Sachen ansehen und Levi kommt natürlich mit! War ja auch für die eigentliche Reise so gedacht, daran ändern wir ja nun nichts. Genia hatte daher in den letzten Wochen immer wieder an einer Karte herumgebastelt, um mögliche Ziele zu markieren. Alles geht es nicht und so haben wir uns dann eine grobe Route gebastelt, wohin bzw. wo lang es so gehen soll. Mitten im Sommer spielt das Meer da natürlich eine wesentliche Rolle bei der Planung.


Da es auf dem Hinweg liegt, schauen wir uns die wunderschöne Moselgegend etwas an und machen die erste Übernachtung in Trier, dann geht es weiter über Paris (Levi will unbedingt den Eiffelturm sehen!) zur Normandie, durch die Bretagne und an der Atlantikküste runter. Von dort quer rüber Richtung Mittelmeer und schließlich noch etwas Alpen. Wirklich viel geht da nicht, Levi wird bei kurviger Fahrt sehr schnell schlecht. Daher lassen wir auch die Cevennen aus.
Von dort gibt es noch einen Abstecher ins Burgund und schließlich geht es durchs Elsass.
So ganz grob kommen dabei wohl gut 5400km zusammen. Letztes Wochenende haben wir dazu dann die ganzen Hotels gebucht und zudem dauert es nun auch keine 2 Wochen mehr, bis es los geht! Wir freuen uns schon und sind sehr gespannt, was wir alles so sehen werden.

Ach ja, durch Genias Abteilungswechsel hat sie nun auch andere "Urlaubsfenster". Die angedachte Reise mit Freunden nach Madeira (Ende Oktober) wird so als nicht stattfinden. Stattdessen haben wir wohl eine Woche in der zweiten Septemberhälfte, für die wir gerade mögliche Ziele sondieren. Also wenn denn das alles dann immer noch so geht. Man weiß es aktuell ja einfach nicht.
Heißer Kandidat ist aktuell Kroatien! Dort war ich ja mal auf Motorradtour und fand es sehr schön! Haben damals natürlich wie üblich bei Moppedtouren nicht so viele Sehenswürdigkeiten gesehen, daher besteht da durchaus noch Nachholbedarf!
Kroatien stand aktuell nur so am Rande auf unserem Zettel, weil es mir jahreszeitlich nicht so wirklich passte. Mitten im Sommer ist es mir dort zu warm, für den Familien-Herbsturlaub (meist so Mitte Oktober) inkl. viel Baden doch schon wieder zu kühl. Dann geht es doch in der Regel mehr nach Süden.

Und abschließend: Durch Corona ist auch Ronnies dreiwöchige Ostsee-Rallye ausgefallen, so dass er nun doch noch etwas (Urlaubs-)Zeit übrig hat, um noch ein Motorradtour zu machen.
Aktuell gedenken wir (immer unter dem aktuellen Vorbehalt!) so 8-9 Tage lang Anfang Oktober Tschechien zu umrunden.


2020 könnte (!) als in Sachen Urlaub doch noch interessanter werden, als noch vor wenigen Wochen so gedacht!

Dienstag, 2. Februar 2016

Bald kommt die Schule...

Wie die Zeit vergeht.
Kommenden Sommer ist es schon soweit, Levi kommt in die Schule"! Verrückt...
Im Vorfeld hatten wir uns natürlich überlegt, in welche Schule es gehen soll. Levi ist bei seiner Mutter gemeldet und die Adresse gehört zum Bezirk der Eichendorffschule. Allerdings ist das sowohl für Jessica als auch und besonders für mich ziemlich aus der Richtung.
Bei meinem aktuellen Wohnort ist die Bültmannshofschule direkt um die Ecke und die liegt auch einigermaßen auf Jessicas Arbeitsweg. Kurzum: Viel besser.
Auch wenn ich aktuell mit Genia nach einer neuen Bleibe suche, die Wunschschule liegt auch in der Nähe der Universität und bleibt daher auch für mich ideal.

Kleine Übersicht (Quelle: Online-Kartendienst der Stadt BI):

Da es ja (mehr oder minder) freie Schulwahl gibt, sollte eben die Bültmannshofschule unsere erste Wahl sein. Ein Besuch an einem "Elternabend für Interessierte" und auch Gespräche mit Eltern von Schülern bestätigten unseren Entschluss.
Natürlich ist diese Schule eine offene Ganztagsschule (OGS), geht für uns ja auch nicht anders.
Unser Vorteil dabei: Der Schulbezirk für die Eichendorffschule ist eigentlich zu groß. Es gibt dort also mehr Kinder, als die Schule laut des Schulbezirksplans aufnehmen kann. Deshalb gibt es für die Bültmannshofschule eine gewisse Bevorzugung von "Externen" aus diesem Bezirk.
Nach der Anmeldung letzten Herbst gab es noch einen Tag der offenen Tür, bei dem ich mit Levi vorbei schaute. Auch ihm gefiel es gut an der Schule, zumal traf er dort auch zwei Freunde.
Danach hieß es warten, etwa ab Mitte Januar sollten die Bestätigungen raus gehen. Wir erfuhren beim "Interresiertenabend" noch, dass letztes Jahr 30 Anmeldungen abgelehnt werden mussten.

Wir hatten Glück: Letzte Woche bekamen wir die Anmeldebestätigung!
Nun wissen wir auch definitiv, wohin unser Schulkind ab dem Sommer geht.

Dann ist leider auch Schluss mit Familienurlaub abseits der Ferien.

Sonntag, 24. Mai 2015

Dampflokfahrt

Nachdem ich mit Levi neulich (Saisoneröffnung am 01.05.) zum zweiten Mal bei der Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth war stand einige Zeit später endlich eine richtige Zugfahrt mit einem Dampflok-Zug an!
Der Eisenbahn-Tradition e.V. bot zum 10.05. den Teddybär-Express an.
Hierbei geht es über eine Teilstrecke der Teutoburger Wald Eisenbahn vom Bahnhof Gütersloh-Nord über Harsewinkel und Versmold bis nach Bad Laer.
Das besondere dabei: Kinder (von 5 bis 12 Jahren) fahren umsonst mit, wenn sie ihr Lieblingsstofftier dabei haben. Der Retour-Fahrschein kostet zudem für Erwachsene auch nur 14€, für zweimal über 1h Fahrt ist das mehr als OK.
Also packten Levi und ich seinen Plüsch-Triceratops ein und machten uns auf den Weg.

Am Bahnhof angekommen stand der Zug schon bereit, aber sonst war doch überraschend wenig los. Vorne war eine Dampflok der Baureihe 38 (die 38 2267 aus dem Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen, Baujahr 1918) vor einem Zug aus diversen Personenwaggons und einem kleinen Gepäckwagen. angekuppelt.

  

Diese ganzen Wagen waren auch 20 Minuten vor der Abfahrt noch abgeschlossen. Fahrkarten sollte man im Zug kaufen können. Irgend wann kam auch ein Vereinsschaffner vorbei, der mir das bestätigte.
Mein Frage hörte ein weiterer Fahrgast und bot mir eine vorher gekaufte Fahrkarte an. Ein Freund könne nicht mit und nun hätten sie einen Fahrschein übrig.
Von ihm bekam ich für nur 10€ die Fahrkarte und dazu noch eine Polsterkarte (!), die Berechtigung für die 2. Klasse. Die alten Dampfzüge hatten nämlich noch 3 Klassen (inkl. Holzklasse).

  

Inzwischen wurden auch die Wagen aufgeschlossen und so suchten wir uns eine nette Sitzecke in einem der kleineren Wagen. Wie schön diese Waggons doch eingerichtet sind!
Richtig bequeme Polstersitze mit Federkern, gehäkelte (?) Gepäcknetze, massive Holztüren zwischen den Abteilen und eine richtige Keramiktoilette mit Holzbrille (und offenen Ablussloch auf die Gleise).



Kurz danach ging es dann auch (pünktlich, wie in der guten alten Zeit üblich!) los und wir brausten unserem ersten halt in GT-Blankenhagen entgegen. Da auf dieser eingleisigen Strecke an kleinen Wegen nur Blinklichter und sonst üblicherweise Halbschranken verbaut sind musste die Dampflok recht oft pfeiffen. Klingt auch viel toller als eine neue elektrische Hupe.



Als nächstes folgte dann Marienfeld, Harsewinkel, Niedick, Versmold, Müschen und schließlich nach etwa 75 Minuten Fahrzeit der Endpunkt Bad Laer.

Überall standen Menschen (oft auf Radtour) und Levi hatte viel zu winken.

Am Zielort hatten wir nun rund eine dreiviertel Stunde Zeit, bis es zurück gehen sollte. Also schlenderten wir beiden zu einem nahen Eiscafé und holten uns eine leckere Erfrischung.
Als wir wieder am Bahnhof ankamen wurde die Lok gerade umrangiert, sie musste ja an andere Ende des Zuges. So konnten wir uns das Schauspiel auch noch aus der Nähe ansehen.





Dann hieß es wieder Einsteigen und zurück nach Gütersloh.
Da Levi sich die Schaffner auf dem Hinweg schon genau angeschaut hatte konnte er jetzt aus dem offenen Wagenfenster selber Zeichen mit seiner Eisenbahnkelle geben. Und das funktionierte prima!

    

Während der Fahrt gingen wir auch mal aus dem Wagen raus, die Verbindung zwischen den Waggons war früher ja offen und nicht so geschlossen wie heute. Da wir meistens so zwischen 40 und 50 km/h fuhren konnte man auch gut einen Moment dort draußen verweilen oder später am offene Fenster den Wind um die Nase wehen.



Schließlich kamen wir wieder an unserem Ausgangspunkt an und verließen diesen tollen Zug. Es hat uns beiden wirklich einen Riesenspaß gemacht, Levi war auch im Auto sitzend immer noch total aufgeregt und zeigte mir mit seiner Kelle an, wann ich fahren und halten muss.
Und viel zu erzählen hatte er am nächsten Tag in der KiTa auch, natürlich musste die Eisenbahnkelle mit zum Hort.

Am folgenden Donnerstag war Feiertag (Himmelfahrt) und ich fuhr zufällig mit dem Motorrad nahe des Bielefelder Hauptbahnhofes vorbei, Im Augenwinkel erkannte ich eine Dampflok, also schnell einen kurzen Schlenker gemacht. Es war exakt der gleiche Zug wie am Wochenende vorher!

  

Alle Fotos von der fahrt gib es übrigens hier.

Wenn wieder so eine Fahrt angeboten wird werden wir beiden sicher wieder dabei sein!

Dienstag, 27. Januar 2015

Neuer Kindersitz

Ich hatte schon lange einen alten Kindersitz von meiner Schwester. Also im Prinzip, seit Levi aus dem MaxiCosy heraus gewachsen war. Somit durchaus schon länger.
Ein ziemlich simples Modell, über die Jahre etwas fleckig geworden und auch schon mit einigen kleinen Löchern im Stoff.
War eigentlich lange egal, war das ja immer nur unser "Zweitsitz". Er diente nur dazu, die recht kurze Strecke zur KiTa oder von eben dieser heim zu überbrücken.
Immer, wenn eine weitere Fahrt anstand wurde diese zum einen mit Jessicas Wagen und folglich auch mit dem guten Kindersitz (einen aktuellen Römer KidFix) absolviert.
Seit unserer Trennung sieht die Sache natürlich etwas anders aus und so kam mir doch irgendwann mal in den Sinn, einen neuen Kindersitz zu kaufen. Irgend ein gescheiter Kompromiss aus Preis und Leistung. Er sollte also möglichst nicht in Preisregionen des Römers liegen (also nahe der 200€), andererseits aber trotzdem in Tests nicht außerhalb der empfehlenswerten Sitze landen.
Nachdem ich also die üblichen Tests überflog blieb ich beim Storchenmühle My Seat CL hängen. Der stand dort mit Preisen von 90-100€ und bekam trotzdem die Note "gut".
Passenderweise war er zudem bei Amazon am günstigsten und eben dort hatte ich kürzlich erst 2 Gutscheine à 20€ bekommen.
So wählte ich den Sitz in einer braunen Kombination, der sah gut aus und war zudem auch die günstigste Farbvariante für knapp 65€.
Levi war von seinem neuen Sitz ganz begeistert und beim Wechseln fiel sofort auf, was zwischen den Sitzen für ein Qualitätsunterschied liegt.

Auch ich muss nun nicht mehr ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich mit Junior mal etwas weitere Strecken (und bisweilen auch mit anderem Fahrtempo als innerstädtisch) zurück lege.

Mittwoch, 25. September 2013

Besuch im Zoo

Am letzten Sonntag stand endlich mal ein Besuch im Zoo von Hannover an.
Schon oft hatte ich davon gehört/gelesen, wie schön dieser sein soll.
Levi bekam zu seinem Geburtstag von Jessicas Kollegin Sandra (die ja auch während der letzten Urlaube auf Linus aufgepasst hatte und das demnächst wieder tut) eine Eintrittskarte geschenkt und daher wurde es mal langsam Zeit.
Jessicas Ex-Kollegin Britta kam auch gleich noch mit, so war das Auto auch voll.
Natürlich war es ziemlich voll (Sonntag zum Herbstanfang bei gutem Wetter) und Levi hatte auch wieder einige bockige Phasen. Dafür war Linus den ganzen Tag sehr lieb.

Aber abgesehen davon ist es dort wirklich sehr schön! Ist gibt geografische Themengebiete und darin befinden sich z.B. eine Sambesi-Flussfahrt (Bootsrunde durch den afrikanischen Teil), eine Goldgräberstadt am Yukon Bay in Alaska oder ein indischer Dschungelpalast mit den bekannten Äffchen und Elefanten.
Aber auch einen klassische deutsche Bauernschaft gibt es, die in ihrer Aufmachung Parallelen zum heimatlichen Tierpark Olderdissen erkennen lässt.
Das ganze ist schön weitläufig, sehr grün und verschachtelt. Und es gibt sehr viel zu entdecken!

Hier die Fotos vom Ausflug:

Danach ging es noch zu Sandra, so dass Linus sich schon einmal wieder etwas heimisch fühlt und zudem gab es eine ganz leckere Kürbissuppe.

Ein Ausflugstag, der sich gelohnt hatte.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Hallo neues Jahr!

Schwupp... und schon haben wir 2013.
Der Weltuntergang fand zur großen Überraschung auch dieses Mal (wieder) nicht statt. Ach was?!
Irgendwie hatten die Eltern (und Großeltern) Recht: Je älter man wird, desto schneller scheint die Zeit zu fliegen.
Also flott noch ein paar Zeilen tippen, bevor ich in der Kiste liege.

Zum Jahreswechsel geht man ja gerne mal etwas in sich, bei mir hält sich das für gewöhnlich in Grenzen: Schließlich ist unser Kalender ja mehr oder minder beliebig ausgedacht, zumindest was den Start/Endpunkt einer "Runde" angeht. Viele Menschen feiern ihr Neujahr an anderen Terminen, also muss ich jetzt nicht so tun als würde wer weiß was passieren.
Allerdings musste ich dabei doch ein paar Parallelen zwischen dem letzten und dem nun neuen Jahr entdecken, vor allem in der Zeitplanung.
2012 stand der erste Urlaub im März an, es ging nach New York. Da es uns dort so gut gefiel, machen wir das dieses Jahr einfach noch einmal, nur gut 10 Tage früher im Kalender.
Ebenso geht es wieder im Mai auf große Motorradtour, genau wie 2012 auch (und nebenbei auch 2011).

Aber natürlich gab es 2012 auch wirklich relevante Sachen: Jessica hat ihr Studium beendet und einen "richtigen" Job, der ihr auch noch Spaß macht. Levi wächst und gedeiht weiter wunderbar, auch für ihn Stand ja ein Wechsel an: Die Zeit bei seiner Tagesmutter endete und bis zur Schule geht es jetzt in die KiTa, in der es ihm zum Glück auch super gefällt!
Dieses Jahr im März wird er schon 3, unfassbar wie schnell die Zeit vergeht. Damit kommt er auch langsam in das Alter, ab dem die ersten Erinnerungen bleiben! Ich selber habe auch aus meinem 4. Lebensjahr die ersten Bilder im Kopf, die geblieben sind. Nur wenige Bruchstücke, aber es was geblieben.
Generell wird es immer interessanter mit ihm, er versteht zunehmend mehr (was nicht heisst, dass er das Gesagte auch in unserem Sinne umsetzt) und es gibt zunehmend sowas wie richtige Dialoge. Sein Dickkopf entwickelt sich zudem auch prima.

Es wird also sicherlich ein weiteres interessantes Jahr und ich freue mich drauf!

Montag, 17. September 2012

Das ist: KiTa

Dem Abschied von seiner Tagesmutter Christa folgt natürlich der nächste Schritt: Seit dem 01. September hat Levi einen Platz in der KiTa.
Den Platz haben wir bekommen, weil die Betriebskita der Uni massiv ausgebaut wurde. Ein komplett neues Gebäude mit 3 neuen Gruppen, jetzt sind es insgesamt fünf. Zudem wurde das Personal entsprechend von 8 auf 20 ErzieherInnen vergrößert.
Da ich noch mehr Urlaubstage hatte war ich also der Elternteil, der mit Levi die Eingewöhnung machen sollte.  Am 31.08. hatten wir dazu dann ein Vorgespräch. Wir wurden von Mareike und Tanja empfangen, die beiden Bezugspersonen für Levi. Eine der beiden soll immer da sein, wenn auch der Kleine vor Ort ist.
Dann folte ein nettes Gespräch über Besonderheiten (Allergien, Medikamente, Abneigungen), bei dem wir nicht so viel beisteuern mussten. Levi ist ja bisher vollkommen unproblematisch.
Er trinkt auch so schon nur Wasser im Tagesverlauf (zum Frühstück und Abendbrot gibt es Milch) und isst zudem auch alles. Darunter auch Sachen, die weder Jessica noch ich mögen (z.B. Oliven und Fisch).
Die Eingewöhnungsphase geht im Normalfall über eine Woche. Da Levi sich damals bei Christa auch schnell zurecht fand und zudem ab etwa einem Jahr bei denen Großeltern übernachtete sollte das aber wohl kein Thema werden. So nahm ich mir auch nur 3 Tage Urlaub.
Am Montag, den 03.09. ging es dann los! Am ersten Tag sollte die Sache erstmal eine Stunde gehen. Einfach in die Gruppe gehen und die Bezugsperson mit dem Kind spielen lassen. Eltern(teil) anwesend aber passiv im Hintergrund. An diesem Tage sollten die Kinder noch relativ einzeln kommen, neben Levi war zu unserem Termin um 15 Uhr nur noch Lucie (samt Vater Andrew) da. Die beiden sind sich vom Alter am nächsten und sollen auch zusammen den Mittagsschlaf machen.
Wie erwartet klappte der Umgang auch ohne Probleme. Die beiden kamen gut miteinander aus und mit Mareike war ebenfalls alles prima. Auch war inzwischen klar, wo Levi nun gelandet war: In der Frosch-Gruppe.
Am nächsten Tag ging es dann zum Frühstück um 9 Uhr los, wir sollten bis zum Mittagessen bleiben. Jetzt waren schon deutlich mehr Kinder anwesend, also gab es ein weiteres Beschnuppern und Kennenlernen.
Auch das klappte prima, es ging zudem ausgiebig nach draußen in den großen Spielgarten.


Ich verschwand zweimal zwischendurch (Einkäufe erledigen), wie erwartet wurde ich nicht vermisst.
Der dritte Tag sollte dann gleich das volle Programm bieten: Also wieder zum Frühstück erscheinen und dann über das Mittagessen und den Schlaf bis nach dem Snack um 15 Uhr. An diesem Tag war auch die bisher fehlende Garderobe im Eingangsbereich der Gruppe montiert. Jedes Kind hat nun seinen Platz! Demnächst kommen auch noch Fotos an den jeweiligen Plätzen dazu.
Nachdem alle Eltern ihre Kinder abgegeben hatten sammelten wir uns im Eingangsbereich des neuen Gebäudes bei Kaffee. So einige hatte man am Vortag schon gesehen, andere Gesichter waren neu, zudem waren es ja nicht nur die Eltern der eigenen Gruppe. Darunter waren dann auch hin und wieder schon bekannte Leute aus dem Unileben.
Irgendwann kam eine der Erzieherinnen aus der "alten" KiTa vorbei und brachte dabei ein Teil eines Bettes mit. Durch eine kurze Nachfrage stellte sich heraus, dass es im alten Gebäude noch diverse Bettchen gäbe, die für die neuen Gruppen zusammen gebaut werden müssen. So machten sich dann diverse Väter ans Werk und montierten bis zum Mttag die verbliebenden sieben Betten. Wenn man eh nur wartet kann man sich ja auch etwas nützlich machen, zudem vergeht so auch die Zeit schneller.
Schnell war es Essenszeit und es sollte der Mittagsschlaf folgen. Ich war ganz gespannt, denn für Levi war ein Bettchen ohne Gitter vorgesehen, also wie ein ganz normales Bett, nur halt deutlich kleiner. Zuhause hat er ja noch ein klasssches Kleinkinderbett mit Gitter außen herum.
Da die Kinder dann samt "ihren" Bezugspersonen im Schlafraum verschwanden wartete ich in der Gruppe. Kaum eine Viertelstunde später fing dann draussen vor dem Gebäude einer der Bauarbeiter mit einem Rüttler an den Schotter für die Gehwegplatten zu verdichten. Tolles Timing, die ganze Bude bebte und bis man ihn dazu gebracht hat, das Teil wieder auszuschalten waren natürlich alle wieder wach. Also ein neuer Versuch....
Ich machte ich mich dann auch nochmal vom Acker, die Elterngruppe vom Morgen hatte sich inzwischen auch aufgelöst.
Als ich passend zum Snack zurück kam erfuhr ich, dass auch das Schlafen gut geklappt hat. Natürlich schliefen die Kinder in dieser noch neuen Umgebung nicht alle und schon gar nicht so lange wie üblich, aber zumindest hat Levi rund 1,5h gepennt und zufrieden war er auch.
Damit war die Eingewöhnungsphase praktisch überstanden. Alles lief so gut wie wir uns das erhofften. Eigentlich haben wir es auch gar nicht anders erwartet, Levi war ja schon häufiger "auswärts" und hatte bisher noch nie Probleme mit neuen Situationen.
Am nächsten Morgen brachte ich ihn dann gleich um 8 Uhr zur KiTa, ab da beginnt ja die angegebene Betreuungszeit. Allerdings waren wir ganz alleine im neuen Gebäude. Nach rund 10 Minuten wollte ich gerade zum alten Gebäude rübergehen, da kam eine Erzieherin der benachbarten Hasen-Gruppe herein. Von ihr erfuhr ich auch, dass die "richtigen" Betreuungszeiten erst nach der Eingewöhnungsphase gelten und diese ist ja zunächst auf die ganze erste Woche ausgelegt. OK, das ist nun etwas doof gelaufen. So direkt wieder in andere Hände wollte ich Levi auch nicht unbedingt geben, aber er fing sofort an, in der anderen Gruppe zu spielen. Also bin ich normal zur Arbeit gegangen. Am Nachmittag war er dann wie gewohnt in seiner Frosch-Gruppe. Alles hat am Morgen gut funktioniert, ihm schien es schlichtweg egal zu sein, mit wem er morgens spielt.
So blieb es für den verbleibenden Freitag noch einmal bei 9 Uhr mit dem Beginn.
Ab dem folgenden Montag lief dann alles "normal", ab 8 Uhr war jemand in der Gruppe und das Kind nicht mehr alleine. Auch der normale Tagsablauf klappt seitdem wie in den ersten Tagen schon. Levi gefällt es super und er freut sich jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen schon auf die KiTa. Das Problem ist eher am Nachmittag, wenn man ihn abholen will. Er will gar nicht mit nach Hase sondern lieber dort bleiben und weiter spielen. Es gefällt ihm wohl wirklich.

Ein neuer Lebensabschnitt hat also begonnen, der nächste Schritt wird dann wohl die Einschulung werden.
Manches geht einfach so schnell...

Donnerstag, 6. September 2012

Das war: Tagesmutter

Mir ist neulich schon aufgefallen, dass ich eigentlich viel zu wenig über unseren kleinen Jungen blogge. Unser kleiner Sonnenschein (bisweilen auch eine Gewitterfront) begleitet uns ja nun jeden Tag, vielleicht einfach deshalb. Über den "normalen Alltag" schreibe ich ja nicht so viel. Ist wohl eher Blogger-untypisch, aber nun gut.
Das sollte sich aber in Sachen Levi doch etwas ändern.
Letzten Freitag (31.07.) war dann wieder so ein "besonderes" Datum, ein weiterer Abschnitt in seinem Leben war vorbei: Der (nahezu) tägliche Besuch bei seiner Tagesmutter. Das war schon etwas traurig, sowohl für Christa als auch für mich. Für Levi selber eher weniger, er kann es ja auch noch nicht verstehen.

 

Seit Juli 2011 war der Kleine nun dort. Es war eine schöne Zeit, er ist immer sehr gerne zu Christa gegangen und hat sich dort auch meistens benommen. Viele kleine Problemchen, die wir ab und zu daheim hatten (schlafen, füttern usw.) gab es lustigerweise dort nicht.
Er bekam als Abschiedsgeschenk ein schönes Buch und eine CD mit einige Fotos aus seiner zeit dort (die hier stammen alle von diesem Datenträger).
Schön war halt auch, dass die beiden Jungs von unseren Freunden Simone und Frank auch dort waren. So kamen die drei halt auch privat immer prima miteinander aus, sie kannten sich ja vom Umgang.
Generell hatten wir Christa ja auch über die beiden gefunden, bzw. sind deren Empfehlung gefolgt. Nach dem ersten Besuch war klar, dass die Chemie stimmt und so blieb es auch die ganze Zeit.


Ab dem 01.09.2012 hat Levi nun einen Platz in der (Uni-Betriebs-) KiTa. Es beginnt ein neuer, kleiner Lebensabschnitt. Dort wird er dann, wenn alles normal läuft, wohl bis zur Einschulung bleiben. Also bis zum nächsten Lebensabschnitt.
Die KiTa ist halt in Fußreichweite zur Uni, so dass ich ihne auch ohne Auto bringen und abholen kann. Das war in Babenhausen nicht immer ganz so leicht. Zudem hat diese Einrichtung natürlich auch längere Betreuungszeiten (insgesamt 47,5h/Woche), bei Christa waren es nur max. 35h.
Das war teilweise schon ziemlich eng in Verbindung mit 2 Vollzeitjobs.
Nun ist diese schöne Zeit vorbei, es kommt hoffenbtlich die nächste.

Irgendwie geht manches doch recht schnell....

Freitag, 31. August 2012

Besuch im Freibad

Als es neulich mal so heiß war, wurde ich von unserer Nachbarin Alexa gefragt, ob Levi und ich nicht mit ihr und Ella ins Freibad wollten. Eigentlich wollte Ella Levi fragen, aber dann traute sie sich doch nicht so wirklich.
Ursprünglich hatte ich noch einen Einkauf geplant, aber nach kurzem Überlegen verschob ich das mal.
Levi war schon ewig nicht mehr im Schwimmbad und es schien so, als wären die heißen Tage bald vorbei (was auch stimmte).
Also packte ich unsere Sachen zusammen und fuhr zum kleinen Freibad nach BI-Schröttinghausen. Mein letzte und bisher einziger Besuch dort war beim Schnuppertauchen. Die meisten anderen Bäder in der Nähe sind deutlich voller, bei solchem Wetter erst recht, daher lieber raus in den kleinen Vorort.
Natürlich war es dort auch voll, aber es sollte noch OK sein.
Am Eingang trafen wir auch Alexa und Ella wieder. Wir gingen sofort zusammen zum Kleinkinderbecken. Levi war anfangs doch noch etwas reserviert, zumal das Wasser sich natürlich bei 35°C Außentemperatur eher kalt anfühlt.
Nach wenigen Minuten gefiel es ihm aber zusehends und schließlich hatte er einen Heidenspaß! In dem kleinen Becken beträgt die Wassertiefe knapp einen halben Meter, das reicht zwar auch zum Ertrinken, aber zumindest kann er dort nicht allein in zu tiefe Bereiche laufen. Dann waren auch noch ein paar Spielsachen griffbereit (Gießkanne und Becher), mit denen er mit wachsener Begeisterung erst mich und schließlich sich selber nass machte, inklusive Wasserfall über den eigenen Kopf.
Dann trafen wir auch noch 2 Jungs von seiner Tagesmutter mit ihren Eltern wieder. Eigentlich keine wirkliche Überraschung bei dem Wetter.
Zum Schluss gab es für die beiden Kleinen noch ein Eis (welches schneller schmolz als man es essen konnte) und alle waren zufrieden.

Gut das wir mitgefahren sind. :-)

Freitag, 29. Juli 2011

Fuhrparkerweiterung

Jaha, es gibt ein neues Fahrzeug auf dem Hof.
Eigentlich eins mit 2 Rädern zu viel, aber nun ja. Ab und an will man halt auch mal (mit Kind!) einfach nur trocken von A nach B kommen. Da ist dann halt doch hin und wieder der Bürgerkäfig die erste Wahl.
Da Jessica ab Mitte August für 3 Monate ein (Vollzeit-)Praktikum macht, kann sie Levi zwar morgens zur Tagesmutter bringen, ihn aber nicht bis spätestens 16 Uhr abholen. Unsere Tagesmutter wohnt zwar nicht wirklich weit entfernt, aber halt außerhalb des Innenstadtbereichs mit entsprechener ÖPNV-Anbindung. So sollte nun also ein Zweitwagen her.
Da das Anforderungsprofil an den Wagen recht bescheiden ist, sollte das veranschlagte Budget auch bis max. 1000€ gehen.
Also die üblichen Anzeigen in diversen Online-Portalen sichten und sogar einmal ein Blick in die Anzeigen der örtlichen Zeitung werfen. Das habe ich aber wirklich nur einmal gemacht.... keine Fotos, nur kurze Angaben, keine Suchmöglichkeiten. Dieses Medium hat sich für solche Sachen einfach überlebt.
Wagen im 3-stelligen Preisbereich gibt es ja nun wirklich mehr als genug, bei 80% davon ist der TÜV abgelaufen oder macht es in den nächsten 3 Moanten. Davon waren allerdings laut Aussage des jeweiligen Verkäufers auch wieder etwa 80% "aber erst gerade in der Werkstatt und neue HU wäre ja überhaupt kein Problem", aber der Verkäufer hat jetzt gerade keine Zeit dazu.
Soso. Schon klar.... :-)

Da mein Fachwissen im KFZ-Bereich eher rudimentär ist, sollte es also möglichst ein Wagen sein, dessen letzten HU erst vor kurzem stattfand. So sollten zumindest die groben Sicherheitssachen wie Bremsen und Fahrwerk in Ordnung sein. Ich suchte also diverse Wagen raus, Jessica gefiel eigentlich kaum einer (sie hält nicht wirklich viel von solchen "Schrottautos"). Dem Ford Ka konnte sie aber was abgewinnen. So schauten wir uns 2 davon an.
Der erste war gerade im "Aufbau", der junge Verkäufer machte ganz ehrlich auf die ganzen Rostproblematiken aufmerksam und was er (Schrauber!) alles selber am Wagen gemacht hat.
Der Typ scheint wohl einige dieser "TÜV kein Problem"-Wagen für entsprechend schmales Geld aufzukaufen, diese dann (inkl. neuer HU!) fertig zu machen und für dann einige hundert Euro mehr wieder zu verkaufen.
Nunja, jetzt wissen wir, dass dieses Modell wirklich ganz arge Rostprobleme hat und beide Modelle waren am Unterboden aufwändig wieder hergestellt.
D.h. im Umkehrschluss aber auch: Wenn der Wagen noch eine weitere HU überstehen soll, ist wieder Einsatz am Schweißgerät von Nöten. Am Rande ist auch interessant, was so einige Verkäufer unter "guter bis sehr guter Zustand" verstehen. Somit fiel für mich ein Ka wieder aus dem Anwärterkreis.

Vorher hatten ich schon bei einem freundlichen kleinen Händler einen Peugeot 106 ausgemacht. Dieser sah vor Ort bis auf diverse Macken am Klarlack (Vogelkot, Baumharz?) auch gut aus. So wollte ich dann eine Probefahrt machen. Wir machten dazu den folgenden Dienstag (26.07.) aus.
Jessica
fragte auch gleich, ob er noch weitere Wagen in dieser Preisklasse hätte und da erwähnte er noch einen VW Polo, der noch auf dem Hof einer Autowerkstatt in der Nähe stand. Sein Compagnion sagte zwar erst etwas von 1000€ (unser Limit, haha!), aber den könnte ich für 800€ haben. OK, ein 1997er Polo 6N, knapp 130tkm runter mit noch gut einem Jahr TÜV. Anschauen wollten wir den zumindest, Schlüssel gäbe es an der Werkstatt.

Auf dem Hof war der kleine VW auch schnell gefunden und der erste Eindruck überraschte. Der Wagen sah wirklich noch sehr gut aus, war sauber und auch innen für das Alter tiptop! Die üblichen "Amateurtests" (Blick unter den Wagen und Stoßdämpfer prüfen) fielen auch positiv aus. Nur anspringen wollte der kleine (ebenfalls sehr saubere) Motor nicht. Nun gut, er stand wohl schon etwas. Zudem hatte er noch einen Plattfuß vorne rechts. In der Beifahrertür lagen auch noch die Papiere vom Wagen, inkl. Serviceheft. Bis 100tkm astrein Checkheft gepflegt, die letzten 30tkm waren dann nicht mehr dokumentiert.
Obwohl einer meiner Ansprüche (TÜV neu) nicht erfüllt war, fand ich das Angebot interessant.
Kaum Zuhause habe ich den Händler nochmal angerufen und den Polo gleich mit auf die Probefahrtliste setzen lassen und dabei auch gleich den platten Reifen erwähnt. In den folgenden Tagen bis Dienstag machte ich mich dann etwas im Internet schlau. Sowohl der kleine Peugeot als auch der Polo gelten generell als recht robust und haltbar. Nebenbei bestätigte sich dabei auch meine Erkenntnis über den Ford Ka, bei dem ich auch mal kurz nachschaute.

An dem Wochenende schloss ich mich dann noch mit meinem Freund Frank B. kurz. Sowohl er als auch seine Freundin Simone fahren beide alte VWs (T4 und Golf 2), die regelmäßig bei allen Problemchen in die Obhut eines Schraubers gegeben werden, der alle nötigen Reparaturen (und nur diese!) zu einem fairen Kurs erledigt. Ebenso machen beide dort immer einen HU-Vorcheck, so dass man beim Graukittel auf der Hebebühne keine bösen Überraschungen erlebt.
Diese Infos und die sehr gute Ersatzteilversorgung sprachen auch für den Polo.

Also am Dienstag wieder gespannt zum Händler. Der rote VW stand auch schon mit gleichfarbigen Kennzeichen mitten auf dem Hof und der Verkäufer fotografierte den Wagen ausgiebig. Bisher war das Auto ja noch nirgends inseriert.
Kurz Ausweis im Büro abgegeben und los ging es.
Jaha, der Kleine erfüllte die Erwartungen. Fuhr einwandfrei, Bremsen samt ABS funktionierten und auch das Fahrwerk schien bei einem bewusst flottem Abstecher über einen groben Parkplatz seinen Dienst normal zu verrichten.
Die Ausstattung war dann eher VW-Serientypisch, also eher spartanisch. Weder Klimaanlage noch, Servolenkung oder elektr. Fensterheber. Selbst die Rücksitzbank ist nur im Ganzen umzulegen. Alles Sachen, die bei dem Peugeot anders waren, der hatte nämlich quasi Vollausstattung. Andererseits war mir das auch recht wurscht.
Was nicht verbaut ist kann auch nicht kaputt gehen.

Zurück beim Händler stellte sich dann noch heraus, dass der Peugeot schon nicht mehr da war, einen Tag vorher verkauft. Nun gut, nicht schlimm. Ich hatte mich eigentlich eh schon entschieden.
Also den Kauf besiegeln. Der ursprünglich genannte Preis gefiel dem Händler nun eigentlich nicht mehr so richtig, aber er stand zu seinem Wort. An solchen Kisten verdiene man eh nicht. Auf die Frage, warum man denn dann überhaupt solche Autos im Wagenpark hätte kam die schlüssige Antwort: Solche "Kisten" gehören meisten zu einem ganzen Auto-Paket. Händler wie er kaufen also diverse Gebrauchtwagen von Vertragshändlern, die in erster Linie an Neuwagenverkäufen interessiert sind. Diese bekommen sie in der Regel auch zu einem guten Kurs, an dem sie selber auch verdienen können. Bei so einem Paket von 3 "guten" Wagen sind dann halt hin und wieder eben solche "kleinen Schätzchen" dabei. Diese werden dann mehr oder minder möglichst direkt an Käufer weiter gereicht. Angeblich hätte der Einkaufspreis bei 850€ gelegen. Ob es nun wirklich stimmt...?! Ich hatte zumindest einen Wagen gefunden. :-)

Anmeldung würde der Händler auch gleich am nächsten Tag übernehmen, also musste ich noch flott bei meiner Versicherung vorbei. Dort gab es dann eine kleine Überraschung: Ich hätte angeblich (nicht, dass es mir bewusst wäre) einer Datenschutzklausel nicht zugestimmt, so konnte der Mitarbeiter dort nicht in meine Versicherungen einsehen. Da ich aber meine Fahrzeugversicherungen etwas "durchtauschen" wollte (die Moppeds sind ja deutlich günstiger als ein Wagen, so soll natürlich das "teure" Auto die beste Schadensfreiheitsklasse und Prozente bekommen), sollte nun auch kein neuer Datensatz angelegt werden.
Die HUK-Zentrale kann aber wohl (als einzige) noch in meinen Datensatz sehen und so wurde die nötige Versicherungsnummer für die Anmeldung telefonisch über die Hotline besorgt. Dann musste ich noch dieser besagten Klausel widersprechen (oder dieser eben zustimmen, wie auch immer), so dass ich dann nächste Woche meine Versicherungen "durchwechseln" kann. Die erhaltene Nummer noch flott per SMS dem Verkäufer übermittelt und schon sollte der Anmeldung nichts mehr im Wege stehen.



Am nächsten Tag nach der Arbeit bin ich dann mit der Stadtbahn wieder zum Händler und da stand er schon samt amtlichen Kennzeichen bereit.
Der Händler prüfte dann noch flott den Ölstand, war doch etwas wenig drin. Also wurde noch etwas nachgefüllt. Da der Verkäufer nur noch eine angebrochene Literflasche vor Ort hatte, sollte ich doch gleich noch schnell bei dem Schrauber vorbei fahren, auf dessen Hof der Polo auch vorher stand. Der würde dann noch den halben fehlenden Liter nachgießen. Da mich noch der Zustand des Zahnriemens interessierte, würde auch der dort gleich noch angesehen werden. Zum Schluss gab es auch noch Wischwasser und schon war der Wagen versorgt.
Ich wurde noch darauf hingewiesen, dass der letzte Ölwechsel wohl schon 2 Jahre her wäre (zumindest stand das noch so auf dem Zettelchen im Motorraum), so dass ein neuere Wechsel wohl eine gute Idee wäre.



Die Kontrolle des Zahnriemens bei der Werkstatt ergab dann das, was ich mir schon so dachte. Das war nämlich noch der erste. Nun gut, werde ich dann in den nächsten Wochen mal machen lassen, ich habe ja nun von einem guten Schrauber gehört.

Was noch zu machen ist: Die beiden vorderen Lautsprecher gehe gar nicht. In das Armaturenbrett passen eh nur 10cm-Modelle rein, aber dort wohnen aktuell noch kleinere Teile. Sowas wie "Klang" ist also generell nicht zu erwarten (muss auch nicht), aber das Niveau von Handylautsprechern ist nun auch nicht nötig.
Da habe ich mir schon 2 Paar bei Amazon bestellt (das erste ist auch schon in der Packstation angekommen!), mal sehen welches Modell es wird.
Außerdem muss ich mir noch etwas zur Dachantenne einfallen lassen. Das in dem Sockel eingelassene Gewinde für die Stabantenne ist nämlich nicht mehr da. Somit kann man eben auch keine solche hineinschrauben. Aber eine lange M5-Schraube findet nach einem kleinen Test recht guten Halt, da muss ich mir also noch irgend etwas bauen, eine Art Adapter vielleicht.
Dann brauchen wir auch noch einen 2. Kindersitz, damit der Polo seiner eigentlichen Bestimmung nachkommen kann, nämlich Levi durch die Gegend zu kutschieren. Auch da habe ich schon einen in Aussicht, den ich später besichtigen werden...

Aber das sind alles Kleinigkeiten, die noch zu schaffen sind.

Freitag, 8. Juli 2011

Levi in Action

Da habe ich meinen Jungen doch in letzter Zeit hier im Blog etwas vernachlässigt.
Vielleicht auch deshalb, weil man gegen die schnelle Entwicklung eigentlich kaum anschreiben kann....

Naja, der kleine Mann wird auf 2 Beinen immer sicherer und vor allem auch schneller.
Damit er sich mal ein wenig austoben kann, waren wir zusammen mit Frank und Sohn Justus vor einiger Zeit im EuroEddy, selbsternanntes Family Fun Center. Im Prinzip halt ein Indoor-Spielplatz.
Die meisten Sachen sind dann allerdings doch eher für etwas ältere Kinder, aber es gibt auch einen Extrabereich für die Kleineren (offiziell bis 4 Jahren). Dort konnte Levi sich austoben, was er auch ausgiebig gemacht hat.

Hier sind die Fotos von dem kleinen Ausflug:

Da es an diesen Tagen zudem recht warm war, kam auch sein Planschbecken endlich zum Einsatz. Das Teil hatten wir schon Ende März in Schweden gekauft, wurde also auch mal Zeit. Wie zu erwarten war hatte Levi auch darin seinen Spaß! Dieser wurde anscheinend umso größer, je weniger Wasser im Becken blieb. Nachfüllen war also auch angesagt.

Levi im Planschbecken:

Dann zum Schluss möchte ich hier niemanden ein kleines Video vorenthalten, welches Jessica neulich bei einem Besuch im M Kaffee mit dem Handy filmte.
Beim herumstöbern im Laden fiel Levi die Heizung unterhalb der Fensterwand auf, die lustige Geräusche machte, wenn er sich draufsetzte. Da sowas immer lustiger wird, je länger man es macht, musste das natürlich ausgenutzt werden.


In Zukunft will ich mir hier mal etwas mehr Mühe mit Levi's Entwicklung geben.

Freitag, 27. Mai 2011

Wieder da....

... und das schon seit einigen Tagen. ;-)

Aber es ist die alte Geschichte: Ich komme ja zu nix!
Der Reisebereicht vom Sardinien-Urlaub kommt natürlich auch demnächst. Das sowas etwas dauert ist ja nun auch nicht verwunderlich. Kurz und knapp: Es war toll!
Neben Korsika ist Sardinien ein ebenso tolles Eldorado! Komplett anders, aber ebenso klasse.
Dazu, wie schon angesprochen, später mehr im ausführlichen Reisebereicht.

Dann fehlt auch noch die aktuelle Mai-Bierprobe, kommt auch bald und zudem habe ich diesen Monat noch gar keine Fotos von Levi gemacht! Aktuell ist er noch verschnupft, vorher ärgerten die Backenzähne, usw.
Also genug Argumente, die gegen Fotos sprechen.
Dabei ist es dringend nötig! Der kleine Mann kann nämlich inzwischen laufen! :-)
Anfangs nur wenige Schritte, aber er steigert sich stetig. Ich denke, ein Video stellt das am besten unter Beweis:


Dann ist er nun auch seit Anfang des Monats bei einer Tagesmutter. Klappte mit der Eingewöhnung soweit ganz gut, er ist ja auch eher der problemlose Typ. Dummerweise vermiesten ihm die besagten Backenzähne dann doch etwas die Laune. Aber auch das wurde gemeistert, aktuell ist Levi 3 Tage/Woche dort. Daher kam dann auch der Schnupfen, der aktuell aber abklingt. Sind halt immer so 3-5 andere Kinder dort und da fängt man sich halt mal was ein. Da muss das Imunsystem durch.

Wie gesagt, demnächst Genaueres und mehr!

Freitag, 15. April 2011

Schweden - April 2011

Es sollte auch dieses Jahr wieder nach Schweden gehen! Da wir terminlich dabei doch etwas "beschnitten" waren, fiel unsere Wahl schließlich auf das Zeitfenster vom 30.03.-13-04. Ist eigentlich noch etwas früh, aber leider passte es nicht anders. Ab Mitte Mai fahre ich für knapp 2 Wochen mit dem Motorrad nach Sardinien, in der Zeit schreibt Jessica ihre Master-Arbeit und danach fängt sie idealerweise zeitnah mit einem Job an, in dem man ja auch nicht sofort Urlaub nehmen kann. Also lieber jetzt als evtl. gar nicht.
Wir wollten über Nacht fahren, damit Levi pennen kann. Tagsüber kann man ihn nicht rund 8h in seinem Kindersitz festschnallen, das macht er nicht mehr mit.
Jessica hatte noch grünes Licht bekommen, dass unser Haus den ganzen Tag frei ist und der Vermieter den Schlüssel oberhalb der Haustür deponiert. Somit konnten wir noch etwas eher losfahren, weil wir nun ja nicht mehr die Sorge haben mussten, zu früh anzukommen und dann doof in der Gegend herum zu stehen.

Hier die Diashow der Fotos, alle Bilder gibt es auch noch im Album.


Dienstag, der 29.03.
Wir starteten unsere Fahrt gegen 20:30 Uhr.
Ich fuhr als erstes, da ich in der vorletzten Nacht auch nicht sonderlich viel Schlaf bekommen habe, somit fiel die "2. Schicht" schonmal aus. Der Wagen war gut vollgeladen, inkl. Dachbox.
Die Straßen waren am Abend schön leer und so kamen wir hervorragend durch. Schon gegen 00:30 Uhr waren wir am Fährhafen von Puttgarden auf Fehmarn. Wir hatten zwar die Fähre um 02:15 Uhr gebucht, aber das ist alles kein Problem, schon gar nicht in der Nebensaison. So konnten wir das Schiff um 00:50 Uhr nehmen, es waren auch nur eine Hand voll Fahrzeuge mit uns an Bord. An Deck war es auch entsprechend leer, nur Levi war schnell wieder putzmunter. Nach rund 45 Minuten kamen wir in Dänemark an. Also alle wieder in den Wagen und schnell waren Hund und Kind wieder entschlummert.
In Rødby übernahm Jessica das Steuer. Da auch die dänischen Straßen leer waren, wurde auch hier ein gutes Tempo vorgelegt, nach rund 1:45h kamen wir in Helsingør am nächsten Fährterminal an. Wieder dauerte es nicht lange bis eine Fähre fuhr und da diese Verbindung auch nur rund 20min. dauert, haben wir im Wagen gewartet. So konnte auch Levi (und Linus) weiter pennen. In Helsingborg angekommen ging es zunächst auf die Autobahn Richtung Göteborg, bis wir diese bei Halmstad verließen. Ab da ging es querfeldein über mehr oder minder breite Straßen gegen halb 5 Uhr morgens durch dunkle, schwedische Wälder. Elche liefen dort nicht auf den Straßen rum (zum Glück), aber dafür umso mehr Hasen. Anhand der Wegbeschreibung hatten wir bei GoogleMaps in etwa die Lage des Ferienhauses gefunden und dort einen Favoritenpunkt im Navi gesetzt. Dachte ich zumindest....
Gegen 5 Uhr (stockdunkel!) kamen wir an dem Punkt an, da standen auch einige Häuschen, aber leider keins, was der Beschreibung (und auch den Fotos) entsprach. Das wir mittlerweile ziemlich übermüdet waren brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Außerdem fuhren wir auch schon seit einigen zig Kilometern in der Reserve!
Jetzt hatten wir nicht ganz unbegründete Sorgen, in der dunklen Kälte liegen zu bleiben.
Also hieß es logisch vorzugehen und von hier Richtung Ätran zu fahren, vielleicht kommt man dort wieder auf den rechten Weg, ansonsten hofften wir es zumindest bis in den Ort zu schaffen.
Nur rund 2km weiter klärte sich aber das Problem der falschen Position: 4km aus Ätran heraus sollte man rechts in eine Straße nach Bälshuls abfahren. Da man bei GoogleMaps aber nicht so genau erkennen kann, wann wo eine Straße abgeht oder einfach weiter geht und zudem dort auch Bälshuls nicht zu finden war, hatte ich bei der Planung die falsche Abfahrt angenommen.
Jedenfalls kamen wir kurz darauf an eben besagtem Schuld vorbei und somit wurde auch mein Irrtum klar und vor allem: In wenigen Minuten waren am richtigen Haus angekommen.
Welch herrlicher Anblick! Vor der Tür leuchtete ebenso wie auf den Fensterbänken Licht, der Kamin rauchte leicht und der Schlüssel lag wirklich über der Tür. Gegen 05:30 Uhr sind wir also wirklich angekommen.
Innen war es behaglich warm, wir räumten schnell die wichtigsten Dinge ins Haus und starteten eine kurze Besichtigung. Schnell hatten wir "unser" Schlafzimmer (es gibt 4 davon im Haus) gefunden und Levi ins Bett gebracht. Während ich mich schon etwas ausstreckte, hörte ich Jessica unten plötzlich reden.
Unser Vermieter hatte uns kommen sehen und wollte gleich mal kurz Hallo sagen. Später am Nachmittag nach der Arbeit wollte er dann noch einmal vorbei kommen, um uns alles zu erklären.
Wir wollten jedenfalls nur noch pennen, da war es auch egal, dass noch keine Bettwäsche vorhanden war....

Mittwoch, der 30.03.
An richtiges Auspennen war leider nicht zu denken, dass verhi nderte der, der die letzte Nacht als einzige (neben Linus) geschlafen hatte -> Levi.
Aber immerhin erst mal etwa 3 Stunden Ruhe gehabt und an diesem Tag sollte natürlich nichts auf dem Programm stehen. Gegen 17 Uhr wollte der Vermieter noch einmal vorbei sehen und den Papierkram zu machen und auch die noch fehlende Bettwäsche nachzuliefern. Später sollten dann noch Dani und Salen aus Göteborg kommen. Wir mussten sie gar nicht vom nächsten Bahnhof abholen, sie hatte sich einen Leihwagen genommen.
So verbrachten wir den Tag entspannend auf dem Sofa, schauten uns das Haus und das Grundstück etwas genauer an, erledigten später besagten Papierkram und empfingen unseren Besuch, um mit einigen unserer mitgebrachten Bierchen anzustoßen.
Zudem brachten die beiden uns noch das Internet mit. 2 Surfstick-Karten, wir waren also wieder online!
Alt wurden wir natürlich nicht, wir hatten ja doch immer noch einiges an Schlaf nachzuholen. Wie man sich so manchmal auf das Bett freuen kann auch wenn es einem eigentlich doch viel zu weich ist!

Donnerstag, der 31.03.
Der Tag begann mit einer Art Schock. Levi wachte auf und wollte seine morgentliche Flasche habe. Als ich runter zur Küche ging musste ich mir erst einmal die Augen reiben: Es war weiß! Es hatte über Nacht geschneit und nun war alles wieder mit einer wenige Zentimeter dicken Schicht überzogen. Also nicht nur ganz dünn angezuckert, nein schon richtig weiß. Das brauchte nun kein Mensch mehr! Also schnell wieder in Bettchen.
Dani und Salen bestätigten später, dass sie sowas nicht selten in letzter Zeit hatten. Wirklich mies, wir kamen ja aus dem gerade beginnenden Frühling, ich wir hatten schon gegrillt und ich im T-Shirt auf der hinteren (sonnigen) Terrasse gesessen. Nein, sowas hatten wir nicht bestellt!
Beim Frühstück wurde dann beschlossen, gleich an diesem ersten "richtigen" Tag nach Ullared zu fahren. In diesen kleinen Ort, der eigentlich nur aus dem riesigen Gekås-Kaufhaus und allerlei Outlet-Shops drumherum besteht.
Dani brauchte zudem noch einen neuen Computer (auch dafür gibt es dort den passenden Laden) und die ganzen kleinen Shops hatten wir bisher auch nur von außen gesehen.
Das Wetter sollte zudem auch nicht sonderlich viele andere Aktivitäten zulassen. Es taute zwar, aber der Schneefall hatte sich in einen herbstlichen Landregen verwandelt.
Nun ja, wir waren alle auf unsere Weise erfolgreich. Dani bekam ein günstiges Laptop und ich fand nette Puma-Turnschuhe (Modell "Liga" in blau) für schmales Geld.
Abends kochten wir und tranken diesemal vom spanischen Rotwein, den wir im 3l-Paket dabei hatten. Schmeckte überraschend gut....

Freitag, der 01.04.
Der nächte Morgen empfing uns zumindest nicht mit Schnee, dafür war es diesig-nebelig. Nicht gerade tollstes Wetter, um die nahen Seen mal zu besuchen. Also wieder Ullared, heute dann in den Gekås.
Wer nun mit diesen Begriffen gar nichts anfangen kann, dem empfehle ich eine kurze Lektüre meines Reiseberichts der letzten Schwedenfahrt im Oktober 2010, speziell hier den Tagesbericht vom 05.10.2010.
OK, also nun das große Programm. Wir kauften wieder allerhand Klamotten für Levi und Spielzeug ein und sonst noch alles mögliche. Es gibt dort ja quasi alles. Wenn viele Dinge günstig zu haben sind, spart man aber nicht etwas Geld. Nein! Man kauft einfach viel mehr.
Danach wurde noch im örtlichen ICA eingekauft und später gekocht (HotDogs?) und getrunken.

Samstag, der 02.04.
Ich habe ehrlich gesagt gar keine Ahnung, was ich oder wir an diesem Tage gemacht haben.
Das Wetter jedenfalls zeigte sich genau wie am Vortag: Nebelig-diesig (oder anders herum, wie auch immer). Ich war häufiger mit Linus auf der großen Wiese hinter dem Haus unterwegs, ich glaub an diesem Tage habe ich dort auch ein paar Rehe gesehen. Jedenfalls machte ich sicherlich eines dieser zahlreichen Fotos mit dem Handy-App von PicPLZ, welches dann gleich mit einem passenden Filter versehen zur dortigen Seite hochgeladen und automatisch bei Facebook und Twitter verlinkt wurden. Habe die hier mal zu einer Kollektion zusammengefasst. Kommen manchmal wirklich interessante, stimmungsvolle Sachen dabei heraus!

Sonntag, der 03.04.
Auch dieser Tag war wettermäßig wie die beiden Vortage. Dani und Salen wollten heute noch einmal nach Ullared, dort sollten einige Familienmitglieder von Salen zusammen kommen. Das wurde allerdings kurzfristig wegen Krankheit abgesagt.
Aber ich wollte nicht wieder nur in der Bude hocken und so machte ich mit dem Linus dann doch endlich mal den ausgedehnten Spazierganz zu den beiden nahen Seen.
Sowas wie Gehwege gibt es hier in der Einöde natürlich nicht, somit geht es halt über die (sehr wenig befahrenen) Straße. Da die umgebung aber zum einen hügelig und die Straße recht kurvig ist, konnte man eben diese nicht wirklich weit einsehen. Der Nebel tat sein übriges, so musste der Linus halt erst an der Leine gehen.
Ich kam mir streckenweise etwas wie in diesem "Silent Hill"-Spiel vor. Nie wusste ich, wo mich mich eigentlich so befinde. Eine Orientierung an markanten Landmarken oder gar an den Seens war wegen des Nebels nicht möglich. Wie gut, dass mir mein GPS-SmartPhone samt GoogleMaps jedezeit diese Infos liefern konnte. So fand ich den kleineren See auch nur mit dessen Hilfe. Auf der Karte orientiert habe ich mich dann an passender Stelle ins Grün geschlagen und von einem Hügel aus konnte ich ihn dann wirklich auch sehen, den See!
Auf dem Rückweg wurde die Sicht dann etwas besser, so dass ich den zweiten See dann doch noch von der Staße entdecken konnte. Beim Hinweg gab es dazu noch keine Chance!
Was wir teilweise vorher schon vom Auto aus entdeckt hatten: Die Seen hier waren alle größtenteils noch zugefroren! War auch in Schweden ein sehr harter Winter...

Montag, der 04.04.
Yeah, schönes Wetter! Wer hätte damit noch gerechnet?
Endlich mal wieder raus.... wir fuhren nach Falkenberg an die Küste. :-)
Statt etwas außen herum über die dann schnurgeraden Hauptstraßen suchte ich eine Route an einigen kleineren Seen entlang heraus. Die Strecke war wirklich wie gemahlt und war für jemanden wie mich sowas von typisch schwedisch. Wirklich sehr schön! Überall gab es kleine, nette Häuschen, viele direkt mit Boot am kleinen Steg. Das ganze wirkte im Sonnenlicht natürlich gleich viel freundlicher.
Wir schlenderten dann durch Falkenberg, was nach meinem Geschmack jetzt nicht so schön war, wie es der Reiseführer versprach. Wir waren allerdings wohl auch nicht so ganz in der richtigen Ecke, wie
sich später herausstellte.
Egal, etwas weiter nörlich sollte es noch
einen Leuchtturm geben, den wollten wir uns auch noch ansehen. Dieser Leuchtturm selber war jetzt nichts besonderes, aber das ganze Ambiente passte: Das Wetter war freundlich, die Sonne lachte, das Meer war nur rund 100m vom Parkplatz entfernt!
Was für eine Wohltat nach den ganzen Tagen im Nebel und Dunst.
Danach ging es noch zum Einkaufen in den örtlichen ICA-Markt. Diesemal auch ein etwas größeres Modell, so dass wir uns erst einmal wieder versorgen konnten.
Zurück an unserem Haus war auch dort das Wetter noch schön, ganz ungewohnt. Es sah alles gleich viel freundlicher aus....

Dienstag, der 05.04.
Da war es auch schon wieder vorbei mit der Sonne. War allerdings auch so angekündigt. Noch einmal 2 Tage Regen, dann soll die helle, leuchtende Scheibe aber zurück kommen!
Also war ein weiterer Besuch im Gekås/Ullared angesagt. Es gab sicherlich noch Dinge zu finden, die wir beim ersten Besuch dort übersehen hatten. Und in der Tat....
Abends war enspanntes fernsehen im Wohnzimmer angesagt, vorher hatte Levi noch seinen Spaß!

Mittwoch, der 06.04.
Wieder Schmuddelwetter und zudem der Abreisetag von Dani & Salen. Sonst passierte eigentlich nichts mehr. Wir machten uns einen ruhigen....

Donnerstag, der 07.04.
Wie versprochen kam die Sonne zurück. Heute wollten wir einen Elchpark besuchen. Kann ja nicht sein, dass man nach Schweden fährt und keinen Elch sieht. Und auf jeden Fall besser in einem Park als auf der Straße vorm Wagen! Das Unterfangen war nur leider gar nicht so einfach, denn die meisten Parks öffnen erst im Mai oder zumindets nicht vor Mitte April, gerne auch zu Ostern.
Wir fanden dann aber doch noch einen, der sogar ganzjährig geöffnet hat: Den Älgpark Elinge nahe Hemneda. Bis dorthin war es dann aber auch ein ganz amtlicher Ritt, rund 100km ein Weg.
Aber die Fahrt war schön, viel nette Gegend, schönes Wetter. Unser Haus und den Garten hatten wir nun wirklich mehr als genug gesehen...
Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass Hunde nicht erlaubt sind, wie generell fast überall in Schweden. Mit Hunden habe die es echt nicht so...
Also ging Jessica mit Levi in den Park, bezahlte die 6€ Eintritt im Briefkasten (es war alles zu) und ich ging mit Linus etwas spazieren. Wir fanden eine schöne Lichtung wo sich der Hund nach der langen Fahrt etwas austoben konnte. Danach ging ich noch mal flott alleine in den Park, ich wollte ja dann doch auch noch die Elche einmal sehen.
Danach gingen wir noch einmal einkaufen und fuhren dann zurück.
Abend war Levi schon etwas unruhig und hustete vermehrt, anscheinend hatte er sich wohl bei Dani angesteckt.

Freitag, der 08.04.
Was für eine Nacht. Levi schlief kaum mal mehr als 30  Minuten am Stück, er hustete immer mehr und fieberte auch wohl. Auch am morgen ging es ihm nicht gut, entsprechend war er den ganzen Tag quengelig. Eigentlich wollten wir an diesem Tag noch nach Varberg und anschließend zu einer Schlucht ganz in der Nähe. Angesichts der neuen Situation beschlossen wir aber, dann doch besser abzureisen. Bei seinem letzten stärkeren Schnupfen zog die Schwellung bei Levi schnell ins Ohr und der Gedanke, hier mitten im Nichts mit einem Kleinkind mit Mittelohrentzündung zu sitzen erheiterte uns nicht gerade.
Jessi nahm Kontakt zur Fährgesellschaft auf und wir konnten unsere Überfahrten umbuchen. So putzten wir den ganzen Tag das Haus, verstauten unseren Kram im Auto samt Dachbox und machten am Abend die Übergabe. Weil das Haus mit Strom beheizt wurde blieb von der Kaution (1000 SEK, rund 110€) auch nix übrig, sondern wir konnten noch einmal umgerechnet etwa 40€ drauflegen. Ein weiteres Indiz für die wohl falsche Jahreszeit. Wir erfuhren noch, dass die Vermietergesellschaft wohl darauf bestehen würde, mit Strom zu heizen. Das Haus selber hat auch eine Holzheizung. Ich war mir auch sicher, dass der Schornstein bei unseren Ankunft leicht rauchte. Wenn man das Haus direkt beim Vermieter bucht, würde man wohl entspechend sparen. Nunja.
Es war so etwa 19:30 Uhr, als wir los fuhren. Levi schlief zum Glück schnell ein und sollte auch die Nacht gut schlafen. Wir kamen wie auf dem Hinweg gut durch und bekamen die Fähre um kurz vor Mitternacht nach Fehmarn. Ab da fuhr ich dann weiter und knapp 4h später war ich wirklich heilfroh, als wir zuhause ankamen. Weiter bis nach Dortmund hätte ich wirklich nicht mehr fahren wollen und auch können. Die letzten 30-40km war die Konzentration fast vollkommen weg und ich war heilfroh, als wir die Autobahn verließen.
Zuhause (gegen 5 Uhr) ging es dann gleich ins Bett, natürlich nicht besonders lange. Levi hatte ja soweit gut geschlafen. Nach dem Aufstehen ging es ihm auch definitiv besser, er hatte anscheinend nur einen wirklich kranken Tag. Aber das konnte man ja vorher auch nicht wissen.
Auf jeden Fall waren wir nun trotzdem froh, wieder daheim zu sein.

Nun waren wir nämlich wieder im Frühling angekommen....