Donnerstag, 22. September 2011

Neuer Lack

Nachdem die gute, alte Ténéré seit Juli wieder im Prinzip einsatzbereit war stand nun noch etwas Feinarbeit an. Zunächst wollte ich mal den Lackschaden beseitigen, der durch ausgeflossenes Benzin am Tank entstanden war (wie hier berichtet). Dazu konnte ich mir bei meinem Freund Frank eine Spraydose Grundierung leihen, die er noch im Keller hatte, nachdem ich das Problem mal am Rande geschildert hatte. Dann kaufte ich mir noch in einem Baumarkt eine kleine Dose schwarzen Lack, Krepp-Klebeband und feines Schleifpapier. Und dann stand erstmal alles wieder ein paar Wochen in der Ecke.
Einige Tage später machte ich mich daran, mit dem Schleifpapier die Lackbläschen und den schon ansetzenden Rost zu entfernen. Dieses Unterfangen wurde dann recht jäh von Linus' Unfall unterbrochen. Am Folgetag beendete ich dieses Vorabeiten dann doch noch.
Danach lag erstmal alles wieder. Entweder nicht dran gedacht, keine Zeit oder schlechtes Wetter (konkret: entweder nass oder windig).
Jetzt neulich sollte es nun endlich weiter gehen. Es war trocken und relativ windstill, also schob ich das Pony auf die Terrasse und begann mit den Vorbereitungen.  
Zunächst noch einmal flott mit dem feinen Schleifpapier über die Stelle, dann alles gründlich mit Bremsenreiniger (hoher Alkoholanteil, Reste lösen sich rückstandslos auf) gesäubert und danach die Stelle mit Kreppband abgeklebt und die benachbarten Stellen mit Werbung aus dem Altpapier vor Lack geschützt. Dann kam die Grundierung zum Einsatz. Die ganze Stelle sauber überdecken, aber nicht zu dick auftragen. Obwohl laut Hinweistext auf der Dose direkt eine Lackschicht aufgetragen werden dürfte, habe ich damit dann doch lieber gewartet, bis die Grundierung abgetrocknet war. Als dies dann eingetreten war, ging auch schon wieder das Tageslicht langsam zur Neige. Also verschob ich den Einsatz der schwarzen Farbe auf den Folgetag.


Am nächsten Tag ging es dann also gleich wieder flott ans Werk. Kurz nochmal die Grundierung geprüft und prompt sprang mir eine nicht ganz saubere Stelle ins Auge. Diese also noch einmal kurz nachbehandelt und dann wieder gut 2h gewartet, bis die grauweiße Schicht hart war. Nun war soweit alles OK und der schwarze Lack kam zum Einsatz. Danach war wieder warten angesagt. Als der Lack dann auch trocken war ging es an die Begutachtung des Ergebnisses. Soweit sah das alles erstmal für mich OK aus. Klar, richtig sauber und eben abgeschliffen war der Tank vorher nicht, entsprechend war nun auch das Ergebnis nicht glatt wie ein Babypopo, aber so im Rahmen doch ganz OK.
Also zog ich als nächstes das schützende Papier und das Kreppband ab. Erste Überraschung: An einigen Stellen hat sich wohl die Grundierung etwas unter das Kreppband gezogen, der schwarze Lack aber nicht.
Also hatte ich an einigen Stellen neben der rundherum existierenden dünnen "Kante" noch einen leichten grauweißen Schimmer am Rand. 
OK, das war jetzt nicht wirklich schön aber da außen herum noch einmal mit der Lackdose hinterher zu gehen hätte die Sache wohl eher noch verschlimmbessert. Also fand ich mich zunächst mal damit ab, deutlich besser als vorher war es ja allemal.
Am nächsten Tag fiel mir dann aber mein dicker, wasserfester, schwarzer Edding-Filzstift ein, den ich in meiner Werkzeugtasche habe. Damit hatte ich zuletzt die leichten Lackschäden nach dem Sturz mit der Hornet (s. Bericht der Pfingsttour) "repariert".
Also flott den Stift gezückt und diesen weißlichen Rand um meine lackierte Stelle nachbearbeitet. Das war doch gleich deutlich besser! Vor allem sticht einem die lackierte Stelle nicht mehr sofort so extrem ins Auge.
Wie gesagt, jeder (Semi-)Profi würde mit der Nase rümpfen, aber ich kann mit dem Ergebnis ganz gut leben. Bin in solchen Dingen doch weit vom Perfektionisten entfernt.
Erstmal ist die Stelle wieder versiegelt und springt enen nicht mehr so an.

Jetzt muss ich mich nur noch um die kleine Ölundichtigkeit kümmern...

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