Dienstag, 23. April 2013

Jon Spencer Blues Explosion - Forum/BI

So langsam geht es (in meinen Augen) wieder aufwärts mit dem Forum. In den letzten Jahren war das Konzertprogramm doch immer dünner geworden und sagte mir zudem auch nicht immer zu. Die VISIONS-Partys gibt es nun auch schon länger nicht mehr und somit verschwand eine weitere gute Konzertreihe.
Aus dem ehemaligen Wohnzimmer mit sicherlich zwei besuchten Konzerten/Monat (+ die vielen Partys) vor rund 10 Jahren wurde eine kaum noch besuchte Location.
Bis 2013 halt, denn in diesem Jahr passiert wieder etwas mehr. Es tauchen wieder deutlich mehr Konzerte im Veranstaltungsplan auf und zudem wieder interessante Acts.
Sonntag war wieder so ein Tag für mich. Jon Spencer Blues Explosion stand auf dem Plan und ich musste in der Tat feststellen, dass ich diese New Yorker Band bisher noch nicht live gesehen hatte. Anscheinend war ich an diesem Abend aber wohl der einzige aus dieser Zuschauergruppe.
Es begann mit dem Support Gemma Ray, eine zarte Engländerin mit Blume im Haar, die mit großer (Blues/Jazz) Gitarre klaren Gesang mit sehr halligem Surfsound kombinierte. Dazu gab es nur noch ein Schlagzeug, wirklich schöne Musik bei kleiner Besetzung. Für meine persönliche Rotation zu ruhig, aber zum Lesen auf dem Sofa prima.
Alle Fotos des Abends sind übrigens hier zu finden.
Dann kam die Blues Explosion und mit ihr stieg der Lautstärkepegel ein ordentliches Maß an. Besser wie mit dem Bandnamen kann man die Live-Performace auch kaum beschreiben: Bluesige Grundpassagen die immer wieder in verzerrten Noisewänden untergehen, auch einhergehend mit dem hektischen Gesang.

  

Nach etwa 20min wurde der Bass abgelegt und durch die zweite Gitarre ersetzt. Ab nun noch mehr Noise, wirklich große Klasse. Nach rund einer Stunde war zunächst Schluss, das Gesangsmikro lag auf dem Bühnenboden und ein zuletzt geschriehenes "Baby" wurde in einer endlose Schleife eingefangen, welche zunehmed weiter verzerrte. Als das Wort immer schlechter zu verstehen war kam ein pulsschlagartiger Beat dafür prägnanter in den Vordergrund, bis schließlich vom Wort fast nichts mehr zu verstehen war und nur noch dieser pulsierende Beat blieb. Wow, großartiger Pauseneffekt.
Dann kam die Band zurück und spielte nicht einfach eine oder zwei Zugaben. Nein, es wurde etwa eine halbe Stunde weitergelärmt bis schließlich etwa um Viertel vor 12 Schluss war.
Großartige Show und mal wieder festgestellt:

Zu lange mit dem Besuch bei dieser Band gewartet....

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