Dienstag, 14. Juli 2015

Gepäckträger 3. Teil

Der letzte Schritt war die Anpassung des Trägersystems an meine schon vorhandenen Givi-Koffer, nun zum Abschluss meiner "Gepäckträger-Geschichte" geht es an die Montage der Kofferträger.
Von Heavy Duties gibt es dazu eine ausführlich bebilderte Anleitung, zunächst müssen an der Super Ténéré die Sitzbank und die Seitenverkleidungen demontiert werden. Zudem sind alle 6 Schrauben hinten an dem Gepäckträger zu lösen, an dem ich im ersten Arbeitsschritt den TopCase-Träger montiert hatte. Das sind 4 am Rahmen und 2 zum darunter befindlichen Werkzeugfach. Als letztes fehlen noch die Befestigungsschrauben der Fußrastenanlage, dort wird ebenfalls eine Strebe der Träger montiert.
Mit mehr oder weniger Mühe bekam ich alle Schrauben los, so dass ich nun zur Anbringung schreiten konnte. Bei so einer alten Maschine sind leicht zu lösende Schrauben nicht unbedingt selbstverständlich, daher sind alle nötigen Eisenwaren bei dem Trägersystem neu dabei. Ich nutzte allerdings soweit möglich die alten.
Das "Einfädeln" der Träger an die richtige Stelle war jeweils an bestimmten Stellen etwas fummelig, klappte aber schließlich doch ganz gut.

  

Ich schraubte munter zunächst die Befestigungen am Rahmen unter der Sitzbank fest, dann an den Fußrasten und versuchte mich schließlich an den beiden Schrauben oben am Heckträger.
Die passten nun leider nicht mehr so wirklich. Unterhalb des Guss-Gestells befinden sich ja nun auf beiden Seiten die oberen Haltepunkte des Trägersystems. Und Guss kann man sich halt nicht zurecht biegen. Vielleicht gibt es ja Rahmen, die etwas mehr Fertigungstoleranzen bei den Schraubenlöchern haben, bei meinem Modell bekam ich diese erst mit viel Würgen in das Gegengewinde.
Kurz bevor sich die Schraube dann endgültig festziehen sollte drehte sie sich aber auf gleicher Stelle im Kreis. Nanu? Also wieder raus das Teil....
Durch das extrem knappe Einpassen und Hereindrehen mit hohem Kraftaufwand hatte sich das Schraubengewinde abgearbeitet. Beim Festziehen brachen die traurigen Reste dann endgültig ab.
Zum Glück hatte ich noch einige passende Schrauben in meinem Fundus, darunter auch hochwertige aus Edelstahl. Also noch einmal von vorn.

  

Vorher aber zur Sicherheit die Befestigungen an den Fußrasten komplett gelöst und auch die anderen beiden Rahmenpunkte so weit wie möglich gelöst, damit ich maximales Spiel zur Befestigung habe. Wieder war es recht anstrengend, dass die beiden Schrauben überhaupt ins Gewinde packen, aber schließlich konnte ich sie festziehen.
Es folgten die beiden anderen Rahmenschrauben und die Befestigungen an den Fußrasten.
Diese ließ ich zunächst aber noch recht locker, da ja auch die hintere Querstrebe unterhalb des Kennzeichens noch montiert werden musste. Das geht auch leichter, solange nicht alle Befestigungspunkte bombenfest sitzen und war dann in der Tat kein Problem mehr.

Nachdem die Montage abgeschlossen war stellte ich fest, dass ich gut die etwas schmalere Variante hätte nehmen können. Es gibt nämlich eine Version, die 2cm weniger weit vom Heck absteht.
Dazu hätte man den Schalldämpfer an der anderen Seite der Befestigungsstrebe, also etwas näher zur Maschine hin, montieren müssen. Da der Schalldämpfer aber auch in der Höhe der unteren Rahmenseite der Kofferträger liegt und ich in eben dieser noch mein Givi-Adapterkit montieren musste war mir das zu unsicher. Nun gut, das macht den Braten auch nicht mehr fett.

   

Jetzt folgte noch die "Anprobe" mit den Koffern. Die Fuhre hat schon eine stattliche Breite (113cm!), da der Schalldämpfer weiter von der Maschine entfernt und auch deutlich dicker ist als z.B. der alten 660er.
Naja, das primär geplante Einsatzziel (Karpaten) sollte auch verkehrstechnisch eher ruhig sein, ein flottes Durchschlängeln im Stadtverkehr wird dort selten nötig sein. Dafür habe ich zwischen linkem Koffer und Heck noch schön Platz für zusätzliches Material. Ein Zelt, Reservekanister o. ä.

In Sachen Gepäck bin ich nun bei der neuen Maschine jedenfalls durch.

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