Wir buchten uns einen Flug mit RyanAir von Weeze nach Pescara und von dort dann einen Mietwagen.
Wie üblich wurde vorher geplant, was wir uns ansehen wollen und wo wir übernachten.
Dann konnte es los gehen!
15.05. (Montag)
Wir fuhren problemlos zum Niederrhein, nutzten einen der Parkservices und durchliefen die üblichen Abläufe am Airport, wo gegen 11:30 Uhr unser Flug startete. Kurz vor 14:00 Uhr landeten wir in Pescara. Die Autovermietung war direkt im kleinen Terminal und etwas außerhalb in Fußreichweite war der Stellplatz für unseren Fiat Panda.
Pescara (in der Region Abruzzen) soll wohl jetzt nicht das touristische Highlight sein, daher machten wir uns direkt auf den Weg, mehr oder minder an der Küste entlang Richtung Süden. Unser erstes Ziel war Vieste, dieser Ort liegt am "Sporn" des italienischen Stiefels und damit in Apulien.
Unsere Unterkunft hatten wir im Bikini Hotel. Nach dem einchecken gingen wir an den Strand nahe dem Monolite Pizzomunno, einem großen Kalkfelsen.
Vieste ist ein typischer Badeort mit langem Strand und diversen Hotels an eben diesem. Im Mai ist noch nicht wirklich Saison, entsprechend ruhig war es noch. Viele Lokalitäten waren auch noch geschlossen. Aber im Ristorante Pizzeria Paradisea bekamen wir dann noch eine leckere Pizza mit Bier und Vino. Anfangs waren wir in diesem "Wintergarten" noch recht alleine, später füllte sich die Räumlichkeit aber mit zahlreichen Einheimischen und es war gut was los. Nach der Stärkung gingen wir noch einmal zum abendlichen Strand und dann zurück zum Hotel.
Die gefahrene Strecke:
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16.05. (Dienstag)
Nach dem Aufstehen und Frisch machen gingen wir runter zum Frühstück. Danach dann Sachen packen und wieder los. Unseren ersten Stopp machten wir bei eher schäbbigem Wetter zu einem kurzen Spaziergang am kleinen See Laghetto Falascone d'Umbra, danach ging es weiter zum Ort Monte Sant’Angelo. Hier befindet sich die Grottenkirche San Michele Arcangelo, das älteste Heiligtum in Westeuropa, natürlich UNESCO Weltkulturerbe. Hier am Ort erschien der Legende nach Hirten im Jahre 492 niemand geringeres als der Erzengel Michael.
Nach dem Besuch ging die Fahrt weiter gen Süden, wir kamen an einigen Lagunen vorbei, in denen wir Flamingos sahen. Diese hier waren aber bestenfalls sehr schwach rosa angehaucht, sondern eher weiß. Farbe ist bei diesen Vögeln halt eine Frage der Nahrung.
Das nächste Zwischenziel war Bari, der Hauptstadt der Region Apulien. Hier schauten wir uns die Basilika an.
Von Bari war es nicht mehr weit zum heitigen Zielort, Polignano a Mare.
Ein sehr hübsches Städtchen direkt an der Felsküste und auch in der Vorsaison recht gut besucht. Unser Zimmer hatten wir in der Casa della Nonna, etwas südöstlich der Altstadt.
Wir schlenderten etwas durch die schönen Gassen und genossen die tollen Ausblicke auf die Küste. Abendessen gab es in der Pizzeria La Rustica und danach noch einen Verdauungsspaziergang.
Auch im Dunklen ist die Stadt sehr schön! Danach ging es zurück ins Quartier.
Die an diesem Tag gefahrene Strecke:
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17.05. (Mittwoch)
Unser Weg führte uns weiter nach Süden. Das erste Zwischenziel war Alberobello, bekannt durch seine kleinen, weißen Rundhäuser, genannt Trulli. Hier im Ort gibt es ein ganzen Viertel aus diesen urigen kleinen Häusern, daher ist auch alles schon seit 1996 Weltkulturerbe.
Wir schauten uns in dem Gebiet ausgiebig um und fuhren dann weiter. Das nächste Ziel war dann Ostuni. Hier gab es aber nur einen Fotostopp außerhalb der Stadt, die malerisch auf drei Hügeln liegt.
Weiter ging es an der Hafenstadt Brindisi vorbei bis nach Lecce, hier machten wir wieder einen Stopp. Erstes Ziel war die Basilika Santa Croce.
Es folgten das römische Amphitheater und die Kathedrale. Lecce hat eine schöne Innenstadt, die zudem recht verkehrsberuhigt ist, eher ungewöhnlich für Italien.
So langsam näherten wir uns unserem Zielort Gallipoli, recht weit unten am Absatz des italienischen Stiefels. Hier war unser "südlicher Wendepunkt" der Reise, aber vorher gab es noch einen kleinen Abstecher nach Galatina und hier speziell zur örtlichen Basilika.
In Gallipoli kann man nicht in die Altstadt fahren, stattdessen gibt es einen großen Parkplatz unterhalb der Stadtmauer. Dort stellten wir den Wagen ab und gingen dann zu unserem Hotel Al Pescatore.
Wir bezogen unser Zimmer, machten uns etwas frisch und schon ging es wieder los. Wieder viele schöne Gassen in einer Innenstadt, die von drei Seiten vom Meer umgeben ist.
Zunächst machten wir ein Trinkpäuschen in einer Bar im Bereich des Hafens und aßen später im Restaurante Le Garibaldine, bevor es zurück zum Hotel ging.
Die Route des Tages:
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18.05. (Donnerstag)
Ab jetzt ging es wieder Richtung Norden. Unsere erste Station war die Stadt Massafra, die am Anfang (oder Ende, wie man mag) auf der "Innenseite" des Absatzes des Stiefels liegt. Hier machten wir einen kurzen Stopp in der Innenstadt, die durch die Gravina Principale, eine rund 40m tiefe Schlucht in zwei Teile getrennt ist.
Weiter ging es nun südwestlich, grob der Küstenlinie folgend. Wir verließen die Region Apulien und waren nun in der Basilikata. Der nächste Halt der Fahrt war in Pisticci, eine weiterer Ort, der sehr malerisch auf Hügeln gebaut wurde. Das durfte die Drohne auch aus der Luft einfangen.
Von hier ging es nach Norden und bald erreichten wir unser Tagesziel Matera. Unser Quartier nannte sich Il Peccato Originale Vacanze Matera.
Nach dem Bezug unserer Unterkunft machten wir uns schon bald wieder auf den Weg, wir wollten direkt etwas von der Stadt sehen.
Neben der wunderschönen Lage ist Matera auch für ihre uralten Sassi bekannt, diese Höhlensiedlungen gibt es seit der Jungsteinzeit.
Wir wanderten kreuz und quer durch diesen Ort und waren einfach nur beeindruckt. Was für ein Ort, was für eine Ausstrahlung und Charme diese alten Gemäuer haben, wirklich wunderbar.
Die gefahrene Strecke:
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19.05. (Freitag)
Da wir am Vortag zu spät an den unterirdischen Zisternen angekommen sind und diese schon geschlossen waren, wollten wir den Besuch direkt am Morgen noch vor der Weiterfahrt nachholen.
Schon vorher hatten wir unseren Kram zusammen gepackt und konnten nach der Besichtigung dann direkt los fahren. Es ging zunächst aber nur wenige Kilometer um die Stadt herum, um noch einmal eine beeindruckende Aussicht von einem weiteren Hügel auf diesen tollen Ort zu haben.
Unser erstes (neues) Ziel an diesem Tag war auch nicht weit entfernt, es ging nach Gravina und somit kurz noch einmal zurück nach Apulien. Eine weitere schöne Altstadt in den Hügeln mit einem alten Viadukt, welcher auch schon in einem James Bond Film als Kulisse diente.
Weiter ging es bis zum Ortseingang von Pietragalla, dort gibt es sogenannten Palmenti zu sehen.
Von hier aus sollte uns der Weg dann Richtung Nordosten und wieder Richtung Küste führen. Auf dem Weg dorthin kamne wir noch an dem bekannten Castel del Monte vorbei, ein weiteres Weltkulturerbe. Eine Besichtigung hatten wir nicht vor, aber eine Luftaufnahme von dieser besonderen Burg wollte ich dann schon machen.
Die letzte Etappe bis zum Zielort Barletta war nun nicht mehr lang und schon bald kamen wir an unserem letzten Quartier der Reise, dem Brezza Marina B&B, an.
Nach dem Bezug ging es natürlich direkt wieder los in die Stadt.
Nachdem wir uns den Ort angeschaut hatten, gab es noch ein leckeres Abendessen und später ging es zurück zum Quartier.
Die Strecke des Tages:
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20.05. (Samstag)
Und schon war unser Abereisetag gekommen. Wir hatten an diesem Tag mit knapp 400km die längste Strecke zu fahren, was natürlich auch an der späten Ruckflugzeit (21:00 Uhr) lag. Wir hatten somit genügend Zeit und so ging der Weg auch nicht direkt nach Pescara, sondern in einem weiten Bogen durch die Berge des Hinterlandes.
Von Apulien ging es durch die Molise und weiter nach Kampanien. Schließlich kamen wir zurück in die Startregion Abruzzen und nach Pescara. Dort gaben wir den Mietwagen zurück und gingen zum Airport. Da die üblichen Abläufe und kurz vor Mitternacht landeten wir dann wieder in Weeze.
Kurz vor 03:00 Uhr nachts bzw. morgens kamen wir daheim an.
Die letzte Tagesetappe:
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Was bleibt?
Auch Süditalien mit den bei dieser Reise besuchten Regionen Abruzzen, Molise, Apulien, Basilikata und Kampanien haben wir nun gesehen. Kalabrien hatten wir ja knapp 2 Jahre vorher schon besucht. Und auch für diese Bereiche hier gilt: Italien geht immer!
Schöne Orte, tolle Landschaften und interessante Seehnswürdigkeiten gab es wieder zuhauf. Besonders in Erinnerung blieben und Polignano a Mare, Gallipoli und vor allem natürlich Matera. Die Stadt hat wirklich einen Platz in unseren Herzen gefunden.
Wer also bisher auch eine Bogen um diese südlichen Regionen gemacht hat, unbedingt mal hinfahren, es gibt viel zu entdecken!
FunFact am Rande: Bis auf Sizilien habe ich nun alle Regionen dieses wunderschönen Landes besucht. Und das letzte wird auch noch kommen, irgendwann.
Hier noch die Gesamtkarte: