Donnerstag, 10. November 2011

Urlaubs-Internet

Ich hatte ja schon in einem früheren Eintrag berichtet, dass wir demnächst endlich wieder mal raus kommen, ab in den Urlaub. Wie immer zu solchen Gelegenheiten machte ich mich schon einmal etwas schlau, was den Erwerb einer örtlichen SIM-Karte angeht. Weil man will ja nicht ganz von der Welt (=Internet) abgenabelt sein und (ohne irgendwelche teuren Vertragstarife) die Roaming-Kosten sind nach wie vor jenseits von Gut und Böse.
Ich hatte da auch schon einen Anbieter und ein entspechenden Laden gefunden, bei dem ich so eine SIM bekommen könnte, da stieß ich via Monsterdealz (ein Schnäppchenportal inkl. Twitter- und Facebook-Account) auf ein interessantes Angebot.
Und zwar handelt es sich dabei um den TUI-Surfstick, bzw. die entsprechende TUI-SIM. Das ist eine spezielle SIM-Karte, die extra auf die typischen Urlaubsländer ausgerichtet ist. Die Sache funktioniert im Prinzip genauso wie die in Deutschland üblichen PrePaid-Surfkarten: Man lädt ein Guthaben auf und bestellt dann bei Bedarf einen der angebotenen Tarife, in der Regel eine Stunde, einen Tage, mehrere Tage (z.B. 3), eine Woche oder einen ganzen Monat. Der einzige Unterschied bei dieser Karte ist das geringere Datenvolumen, welches im Preis enthalten ist. Während das hier meist 1GB ist, liefert der TUI-Tarif "nur" 200MB.
Da ich die Karte aber im SmartPhone einsetzten möchte um bei Twitter/Facebook etc. auf dem Laufenden zu bleiben und hin und wieder ein Foto hochladen will, reicht das eigentlich auch vollkommen aus. Zumal der maximale Zeitraum eh eine Woche ist. Um sich die Tage mit Youtube zu vertreiben ist das Angebot also nichts. ;-)
Die Karte funktioniert in Deutschland (günstiger & mehr Volumen) und den ausländischen Vodafone-Netzen in Spanien, Türkei, Ägypten, Griechenland, Portugal, Italien, Irland, Malta, Großbritannien, Niederlande, Albanien, Tschechische Republik, Rumänien, Ungarn, Australien und Neuseeland nutzbar. Einzig das Fehlen von Frankreich und Skandinavien schmerzt hier etwas, aber für Schweden haben wir ja eh schon eine SIM. ;-)
Ach so... das Beste ist wohl der absolut akzeptable Preis: Eine Woche (inkl. besagter 200MB) kosten 14,99€. Weitere Zeitfenster und Preise gibt's auf der verlinkten Seite.

Ich denke, damit hat sich das Kaufen vor örtlichen PrePaid-SIMs für mich erstmal erledigt.

Montag, 7. November 2011

Unwetter in Norditalien

Man kennt das ja, irgendwo in der Welt sind ja nun immer schlimme Unwetter. Man nimmt das mehr oder auch weniger berührt hin.
Aussicht aus dem HotelzimmerDen medialen Overkill gibt es in de Regel ja nur, wenn so eine Ausnahmesituation innerhalb der Landesgrenze statfinden (s. Oder-Hochwasser), außerhalb der Staatsgrenzen sind solche Meldungen ja gewohnt nur ein kurzer Einspieler in der Tagesschau wert.
Anders wird die Sache für einen selbst, wenn eine Region (oder gar ein Ort) betroffen ist, in der man selber mal war. Genau das ist jetzt bei mir der Fall. Am Wochenende liefen in besagter Tageschau eben solche Bilder, mit einem Auge und Ohr schaute ich zu und erwachte, als ich den Namen Borghetto di Vara hörte. genau in diesem kleinen beschaulichen Ort machten wir nämlich Station auf der Rückreise von unserer Korsika Tour 2009.
Ein kleines, idyllisches Dörfchen im Hinterland von La Spezia, wo wir nach dem Abendessen noch durch den Ort schlenderten und bei einem abschließenden Bierchen auf den kleinen Bergfluss, welcher direkt hinter dem Hotel floss, schauten.

Jetzt sieht es dort so aus.... :-(



Wir wohnten in einem Hotel, welches zusammen mit einem Restaurant in zwei verschiedenen Gebäuden von einem jungen Paar betrieben wurden, welches sehr nett, jederzeit bemüht um ihre Gäste war und zudem, für Italiener ungewöhnlich, sehr gut englisch und französisch sprach.
Ich hoffe es geht ihnen gut und sie sind von größeren Schäden verschont geblieben.

Freitag, 4. November 2011

Alles plaketti!

Nun hat die gute, alte Ténéré wieder ganz offiziell ihren Segen für die nächsten 2 Jahre auf den Straßen. :-)
Nachdem ich zuletzt die entstandenen optischen Mängel beseitigt hatte stand noch eine kleine technische Überarbeitung an. Nach dem Tausch das Anlassers und dem dadurch notwendigen Auswechseln der Generatordeckeldichtung hatte sich diese leider als nicht ganz dicht herausgestellt.
Nach alten und inzwischen bewährten Prinzip (den Bock auf die rechte Seite legen) konnte ich nun leider nicht mehr vorgehen, da die ganze Maschine ja wieder zusammen gebaut war, enstprechend mit Tank. Dieser ist aber am Deckel nicht dicht (geht ja auch nicht, sonst könnte ja der Sprit nicht aus dem Tank fließen), daher fällt "umwerfen" aus.
Da aber ein Ölwechsel eh schon lange mal fällig war machte ich halt diese Schritte zusammen.

Da musste ich dann doch erstmal etwas schauen. Die Ténéré verfügt über eine Trockensumpfschmierung, das Öl sammelt sich daher nicht unter dem Motor in einer Ölwanne wie z.B. bei der Hornet, sondern wird mittels Pumpe nach oben in das Ölreservoir im Rahmen befördert.
Das fiel mir auch wieder ein, nachdem ich die eine Ablassschraube unten am Motorblock geöffnet hatte. Nur rund ein halber Liter ergoss sich in die Auffangwanne, was mir zunächst einen kleinen Schrecken einjagde.
Die XTZ verbraucht nämlich immer etwas Öl und ich hatte den Stand schon länger nicht mehr kontrolliert, was mir gleich ein schlechtes Gewissen machte. Dann fiel mir aber die Sache mit dem Öltank wieder ein. ;-)
Am unteren Ende des zentralen Rahmenrohrs fand ich dann die zweite Ablassschraube und nach dem Öffnen kam dann auch eine entsprechende Ladung heraus. Also alles gut.
Nachdem das Öl abgeflossen und noch gut 1h lang abgetropft war wechselte ich dann den Ölfilter und machte mich an die Öffnung des Motorgehäuses. Am Deckel sah eigentlich alles soweit gut aus, also musste ich die (fest sitzende) Papierdichtung am Gehäuse vorsichtig lösen. Ich hätte ja wetten können, dass die mir bei dem versuch einreisst... aber nein, sie blieb ganz!
Und wirklich, etwas weiter oben fand ich unterhalb der neuen Dichtung noch einige dünne Reste der alten Gummidichtung. Da war wohl jemand nicht penibel genug...
Der Rest sah soweit gut aus, also entweder es lag an der Stelle oder ich weiß auch nicht. Alles wieder zusammen gebaut, frisches Öl in den Schmiemitteltank, unten alles abputzen und eine Proberunde drehen. Nach wenigen km ergab die erste Sichtprüfung keine Auffälligkeit und auch nach etwa 40km sah noch alles trocken aus. Eine weitere Stunde stand die Ténéré dann noch auf dem Seitenständer, bis ich noch einmal schaute. Es blieb dabei, alles trocken!
Das Thema wäre wohl abgehakt. :-)
So konnte ich auch den schon lange in der Ecke liegenden Motorschutz wieder montieren.

Als letztes fehlte nur noch eine neue HU, die war nämlich im Oktober fällig geworden. Das schöne Wetter der letzten Tage nutzte ich dann am Mittwoch (02.11.) Nachmittag und fuhr mit der Yamaha zu GTÜ, um mal flott eine HU machen zu lassen. Die Niederlassung ist nur gut einen km von daheim entfernt und recht klein, so dass man sich mit den Jahren schon kennt. Nette Atmosphäre und etwas Smalltalk samt Benzingespräch ist auch immer dabei. Zudem steht die Hornet ebenfalls im November mit der HU an, so dass ich immer im Jahreswechsel dort mit einem der Moppeds erscheine.
Die Hauptuntersuchung ist bei Mootorrädern im Gegensatz zu Autos keine große Sache, im Prinzip kann man alles schon selber vorher prüfen, bis auf die Abgasuntersuchung. Allerdings sind die Grenzwerte bei älteren Maschinen (vor Euro3) so hoch, da muss der Motor schon derbe "schief" laufen, dass die nicht eingehalten werden. Und dann sollte eh mal eine Werkstatt nach Vergaser etc. schauen.
So war die Sache nach nur rund 15 Minuten durch und eine feine neue Plakette klebt auf dem Nummernschild. "Kein feststellbaren Mängel". Brav für ein 18 Jahre altes Mopped.

Nächstes Jahr wird es dann Zeit für eine richtige Urlaubstour mit der XTZ.... Schottland!