Mittwoch, 5. Mai 2010

Ein Tag in Roermond

Ende letzter Woche kam Jessica wieder mit einer ihrer "tollen" Ideen. Wir müssten doch dringend mal wieder shoppen gehen. Allerdings diesesmal nicht in die heimische City oder eine andere im Umland (wir waren schonmal in Osnabrück oder auch Paderborn, dort ist es nicht so voll wie in Bielefeld. Einfach deshalb, weil es ähnlich viele Geschäfte gibt, die Städte aber deutlich kleiner sind.), diesesmal hatte sie sich ein Outlet-Center ausgesucht!
Natürlich nicht irgendeins, sondern wohl das größte und bekannteste sollte es sein: Das Center in Roermond/NL!
Den anvisierten Samstag konnte ich noch blocken, doch dummerweise hat dieses Center an 363 Tagen/Jahr geöffnet.
Kurz wurde telefonisch bei Simone & Frank angefragt, ob sie evtl. eine Tag Hundesitting für Linus übernehmen könnten und nach der Bestätigung war der folgenden Sonntag eingestielt.

Sonntag morgen wurde der Kleine samt allen möglichen "Zubehör" (Kinderwagen, Wickeltasche, Nahrung) eingepackt, dann ab zum Bäcker, mit Brötchen den Linus abgeben und ab Richtung Autobahn.
Die Straßen waren recht leer (zumindest staufrei) und so waren wir nach rund 2,5h auch schon da.
Das erste Problem war die Parkplatzsuche auf dem riesigen Gelände. Man will ja nun auch nicht ganz weit weg stehen. Nach einigen Runden um die ersten Parkzellen hatten wir Glück und wurden fündig.
Also danach den Kleinen versorgt (Windeln wechseln im offenen Kofferraum) und ab ins Center.

Ich muss zugegen, ich war wirklich positiv überrascht! Meistens verbindet man mit Shopping-Center ja so große Beton/Stahl/Glas-Kästen, wo dann alles auf diversen Ebenen verteilt ist und man den ganzen Tag ohne Tageslicht durch endlose Gänge schlendert (oder hetzt).
Nein, hier ist das anders. Das Center ist wie die Einkaufsstraßen einer gemütlichen Kleinstadt. Lauter einzelne Häuser, meist mit 1,5 Etagen, unten Geschäft und oben... tja, gute Frage eigentlich. Wohnungen werden es wohl kaum sein.
Egal, ist ja eh mehr Schein als Sein. Jedenfalls hat das ganze Center ein gewisses Flair. Zudem sind häufig Arkaden vor den Shops, so dass man selbst bei Regen nicht zwingend nass werden muss.
Es gibt prinzipiell 2 "Hauptstraßen", an der einen liegen eher so die "gängigen" Marken, auf der anderen die Designershop mit teuren Namen. Dann gibt es noch einen kleinen und großen Platz, an letzterem wird für Verpflegung gesorgt.
Von dort geht es auch durch einen Gang Richtung City, die in wenigen Minuten erreichbar ist. Das würde sich auch wohl lohnen, die Innenstadt wäre durchaus sehenswert. Durch die Nähe hat die City zudem überhaupt nicht gelitten, wie das sonst häufig der Fall ist, wenn ein großes Center auf der grünen Wiese vor den Toren der Stadt eröffnet.
Naja, wir waren dann aber doch nicht da, die Füße schmerzten mir genug und Levi's Geduld mussten wir nun auch nicht bis zuletzt ausreizen.
Mit so einigen Tüten (vor allem Schuhe, welch Überraschung!) fuhren wir somit zurück und hatten genauso Glück mit der Strecke wie auf dem Hinweg.

Ein Shopping-Tag, der also gar nicht so schlimm war, wie ich zunächst befürchtet habe.

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