Montag, 17. September 2012

Das ist: KiTa

Dem Abschied von seiner Tagesmutter Christa folgt natürlich der nächste Schritt: Seit dem 01. September hat Levi einen Platz in der KiTa.
Den Platz haben wir bekommen, weil die Betriebskita der Uni massiv ausgebaut wurde. Ein komplett neues Gebäude mit 3 neuen Gruppen, jetzt sind es insgesamt fünf. Zudem wurde das Personal entsprechend von 8 auf 20 ErzieherInnen vergrößert.
Da ich noch mehr Urlaubstage hatte war ich also der Elternteil, der mit Levi die Eingewöhnung machen sollte.  Am 31.08. hatten wir dazu dann ein Vorgespräch. Wir wurden von Mareike und Tanja empfangen, die beiden Bezugspersonen für Levi. Eine der beiden soll immer da sein, wenn auch der Kleine vor Ort ist.
Dann folte ein nettes Gespräch über Besonderheiten (Allergien, Medikamente, Abneigungen), bei dem wir nicht so viel beisteuern mussten. Levi ist ja bisher vollkommen unproblematisch.
Er trinkt auch so schon nur Wasser im Tagesverlauf (zum Frühstück und Abendbrot gibt es Milch) und isst zudem auch alles. Darunter auch Sachen, die weder Jessica noch ich mögen (z.B. Oliven und Fisch).
Die Eingewöhnungsphase geht im Normalfall über eine Woche. Da Levi sich damals bei Christa auch schnell zurecht fand und zudem ab etwa einem Jahr bei denen Großeltern übernachtete sollte das aber wohl kein Thema werden. So nahm ich mir auch nur 3 Tage Urlaub.
Am Montag, den 03.09. ging es dann los! Am ersten Tag sollte die Sache erstmal eine Stunde gehen. Einfach in die Gruppe gehen und die Bezugsperson mit dem Kind spielen lassen. Eltern(teil) anwesend aber passiv im Hintergrund. An diesem Tage sollten die Kinder noch relativ einzeln kommen, neben Levi war zu unserem Termin um 15 Uhr nur noch Lucie (samt Vater Andrew) da. Die beiden sind sich vom Alter am nächsten und sollen auch zusammen den Mittagsschlaf machen.
Wie erwartet klappte der Umgang auch ohne Probleme. Die beiden kamen gut miteinander aus und mit Mareike war ebenfalls alles prima. Auch war inzwischen klar, wo Levi nun gelandet war: In der Frosch-Gruppe.
Am nächsten Tag ging es dann zum Frühstück um 9 Uhr los, wir sollten bis zum Mittagessen bleiben. Jetzt waren schon deutlich mehr Kinder anwesend, also gab es ein weiteres Beschnuppern und Kennenlernen.
Auch das klappte prima, es ging zudem ausgiebig nach draußen in den großen Spielgarten.


Ich verschwand zweimal zwischendurch (Einkäufe erledigen), wie erwartet wurde ich nicht vermisst.
Der dritte Tag sollte dann gleich das volle Programm bieten: Also wieder zum Frühstück erscheinen und dann über das Mittagessen und den Schlaf bis nach dem Snack um 15 Uhr. An diesem Tag war auch die bisher fehlende Garderobe im Eingangsbereich der Gruppe montiert. Jedes Kind hat nun seinen Platz! Demnächst kommen auch noch Fotos an den jeweiligen Plätzen dazu.
Nachdem alle Eltern ihre Kinder abgegeben hatten sammelten wir uns im Eingangsbereich des neuen Gebäudes bei Kaffee. So einige hatte man am Vortag schon gesehen, andere Gesichter waren neu, zudem waren es ja nicht nur die Eltern der eigenen Gruppe. Darunter waren dann auch hin und wieder schon bekannte Leute aus dem Unileben.
Irgendwann kam eine der Erzieherinnen aus der "alten" KiTa vorbei und brachte dabei ein Teil eines Bettes mit. Durch eine kurze Nachfrage stellte sich heraus, dass es im alten Gebäude noch diverse Bettchen gäbe, die für die neuen Gruppen zusammen gebaut werden müssen. So machten sich dann diverse Väter ans Werk und montierten bis zum Mttag die verbliebenden sieben Betten. Wenn man eh nur wartet kann man sich ja auch etwas nützlich machen, zudem vergeht so auch die Zeit schneller.
Schnell war es Essenszeit und es sollte der Mittagsschlaf folgen. Ich war ganz gespannt, denn für Levi war ein Bettchen ohne Gitter vorgesehen, also wie ein ganz normales Bett, nur halt deutlich kleiner. Zuhause hat er ja noch ein klasssches Kleinkinderbett mit Gitter außen herum.
Da die Kinder dann samt "ihren" Bezugspersonen im Schlafraum verschwanden wartete ich in der Gruppe. Kaum eine Viertelstunde später fing dann draussen vor dem Gebäude einer der Bauarbeiter mit einem Rüttler an den Schotter für die Gehwegplatten zu verdichten. Tolles Timing, die ganze Bude bebte und bis man ihn dazu gebracht hat, das Teil wieder auszuschalten waren natürlich alle wieder wach. Also ein neuer Versuch....
Ich machte ich mich dann auch nochmal vom Acker, die Elterngruppe vom Morgen hatte sich inzwischen auch aufgelöst.
Als ich passend zum Snack zurück kam erfuhr ich, dass auch das Schlafen gut geklappt hat. Natürlich schliefen die Kinder in dieser noch neuen Umgebung nicht alle und schon gar nicht so lange wie üblich, aber zumindest hat Levi rund 1,5h gepennt und zufrieden war er auch.
Damit war die Eingewöhnungsphase praktisch überstanden. Alles lief so gut wie wir uns das erhofften. Eigentlich haben wir es auch gar nicht anders erwartet, Levi war ja schon häufiger "auswärts" und hatte bisher noch nie Probleme mit neuen Situationen.
Am nächsten Morgen brachte ich ihn dann gleich um 8 Uhr zur KiTa, ab da beginnt ja die angegebene Betreuungszeit. Allerdings waren wir ganz alleine im neuen Gebäude. Nach rund 10 Minuten wollte ich gerade zum alten Gebäude rübergehen, da kam eine Erzieherin der benachbarten Hasen-Gruppe herein. Von ihr erfuhr ich auch, dass die "richtigen" Betreuungszeiten erst nach der Eingewöhnungsphase gelten und diese ist ja zunächst auf die ganze erste Woche ausgelegt. OK, das ist nun etwas doof gelaufen. So direkt wieder in andere Hände wollte ich Levi auch nicht unbedingt geben, aber er fing sofort an, in der anderen Gruppe zu spielen. Also bin ich normal zur Arbeit gegangen. Am Nachmittag war er dann wie gewohnt in seiner Frosch-Gruppe. Alles hat am Morgen gut funktioniert, ihm schien es schlichtweg egal zu sein, mit wem er morgens spielt.
So blieb es für den verbleibenden Freitag noch einmal bei 9 Uhr mit dem Beginn.
Ab dem folgenden Montag lief dann alles "normal", ab 8 Uhr war jemand in der Gruppe und das Kind nicht mehr alleine. Auch der normale Tagsablauf klappt seitdem wie in den ersten Tagen schon. Levi gefällt es super und er freut sich jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen schon auf die KiTa. Das Problem ist eher am Nachmittag, wenn man ihn abholen will. Er will gar nicht mit nach Hase sondern lieber dort bleiben und weiter spielen. Es gefällt ihm wohl wirklich.

Ein neuer Lebensabschnitt hat also begonnen, der nächste Schritt wird dann wohl die Einschulung werden.
Manches geht einfach so schnell...

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