Mittwoch, 30. Oktober 2013

Hornet-Treffen 2013

Wie jedes Jahr im August stand auch dieses Mal natürlich das große Hornet-Treffen auf Burg Ludwigstein in Witzenhausen an.
Nachdem ich nun schon einige Jahre am Donnerstag angereist war und die Zeit irgendwie trotzdem viel zu kurz war nahm ich mir dieses Mal einfach die ganze Woche frei. Levi war eh die ganze Woche bei meinen Eltern (KiTa-Sommerferien), somit passte das. Daher reiste ich mit Sebastian schon am Montag an. Ronnie konnte leider dieses Jahr gar nicht mitkommen, er ist Mitveranstalter eines kleinen Festivals in seinem Heimatdorf, welches dummerweise dieses Jahr genau am gleichen Termin wie das Treffen stattfand. Viele solten ihn vermissen.
Ich hoffe mal inständig, dass es dieses Jahr eine unrühmliche Ausnahme war...
Zudem sollte ich meine Urlaubsmitfahrer wieder sehen, nachdem ich doch recht ungeplant aus der diesjahrigen Tour ausgestiegen war. Selbst Uwe hatte sich für einen Tag angekündigt.
Die Wetteraussichten waren Anfang der Woche noch gut, in der Wochenmitte sollte es deutlich wechselhafter werden und zum nächsten Wochenende waren die Aussichten wieder hervorragend. Viele weitere Fotos von anderen Teilnehmern gibt es hier.

Meine Bilder sind hier als Album und in der Diashow sehen:


Montag, der 05.08.
Wir trafen um morgens um 10 Uhr bei mir und fuhren dann in einer schönen Tour zunächst über Augustdorf durch die freien Straßen des Truppenübungsplatzes nach Hiddensen zum Hermannsdenkmal. Weiter an den Externsteinen vorbei bis Brakel, von dort über Ottenstein nach Trendelburg und in Gieselwerder ging es auf die andere Weserseite. Über Dransfeld führte der Weg nach Hedemünden, wo die Werra überquert wurde. Von dort war es nicht mehr weit bis Witzenhausen und die Burg erreichten wir einige Minuten später.


Es folgte die herzliche Begrüßung mit den schon anwesenden: Der Maddin und Lutz, auch Regine & Chris waren kurz vorher angekommen. Sabine & Norbert waren schon am letzten Wochenende angekommen, allerdings gerade unterwegs.
Und wahrhaftig! Nach gefühlten 4 Jahren Bauzeit waren wirklich die neuen sanitären Anlagen im Neubau fertig! Das Elend der letzten Jaher hat nun wirklich endlich ein Ende. Man mochte schon bald nicht mehr dran glauben. Was für eine Freude!

   

Wir bauten unsere Zelte auf und inzwischen hatte Chris auch den Wohnwagen in Position gebracht. So halfen wir gleich mir, die ersten Sachen aufzubauen.
Kurz später kam auch Yves samt Familie im großen Transporter an. Er brachte die großen Vereinspavillions mit, die wir kurz nach der Begrüßung auch aufbauten. Nach der Arbeit konnten wir alle zum gemütlichen Teil übergehen und auch mal ein Bierchen trinken. Inzwischen wurde auch schon etwas Verpflegung eingekauft und so klang ein gemütlicher Abend mit Grillen aus.
Genau wegen dieser netten Tage hatte ich mich entschlossen so früh anzureisen. Die letzten Jahr musste ich mir immer ganz neidisch die schon geposteten Fotos dieser ersten Tage ansehen.

Die gefahrene Strecke samt Profil:



Dienstag, der 06.08.
Ich hatte im Vorfeld mehrere Runden durchgeplant, da man ja hier nicht nur den ganzen Tag rumsitzen will. Zudem hatte ich ja durch meinen "verkürzten" Urlaub noch einiges an Kilometern nachzuholen.


Das letzte Jahr fuhren einige in den Harz, was ja naheliegend ist. Auch dieses Mal war das geplant, allerdings auch erst wieder Freitag. Da diese Runde ein ganz ordentliches Pensum hat, kommt man somit auch erst recht spät wieder zurück.
Auch ich hatte eine Harz-Runde geplant, ebenso wie eine Runde in den Thüringer Wald und schließlich eine durch das Fulda-Werra-Bergland, welches sich direkt südlich von Witzenhausen bis etwa Bad Hersfeld erstreckt. Letztere war die kürzeste Runde.
Da an diesem Tag das Wetter noch ziemlich gut war (Richtung Wochenmitte sollten ordentliche Gewitter mit Regen durchziehen), so dass ich mich für die Runde in den Thüringer Wald entschied. Es ging zunächst südlich durch den Hohen Meißner und von dann quer rüber nach Eisenach um dort diverse Schleifen zu ziehen und schließlich auf einer nördlicheren Route zurück zur Burg zu fahren.


Gut 280km ging es durch kurvenreiche Gebiete mit herrlichen Strecken, wir hatten viel Spaß unterwegs.
Am Abend saßen wir wieder in gemütlicher Runde zusammen, tranken und aßen lecker.
Leider war wohl etwas Feuchtigkeit im Gehäuse meiner GoPro, so dass sich (nicht nur bei diesem Video) langsam etwas Nebel vom Rande ins Bild schleicht.

Die gefahrene Strecke samt Profil:



Mittwoch, der 07.08.
Die Wettervorhersage stellte für den heutigen Tag die angekündigten Gewitter in Aussicht. Im Laufe des Nachmittages sollte die Front über uns hinwegziehen.
So entschlossen wir uns am Morgen, die Tour für unsere große Ausfahrt am Samstag zu überarbeiten. Die Streckenführung war zwar attraktiv, doch im ersten Drittel der Strecke gab es ein ein rund 5km langes Teilstück von ziemlich mieser Asphaltqualität. Diese Buckelstück wollten wir gerne ersetzten, dazu boten sich 2-3 Möglichkeiten an, die wir mal abfahren wollten.


Ich fuhr mit meiner Gruppe eine südliche Ausweichroute während Maddin mit seiner Truppe eine Umfahrung des Problemstücks weiter nördlich testete. Die südliche Strecke war OK und vom Geläuf besser als die eigentliche Route, aber so richtig begeisternd war es nicht.
Nach der Umleitung machten wir noch einen Tankabstecher nach Heiligenstadt und fuhren dann die ursprüngliche Runde weiter, beendeten diese aber wie bei den "Testrunden" üblich am Aussichtspunkt Schwalbenthal noch vor dem Parkplatz Hoher Meißner. Nach einer kleinen Pause ging es direkt zurück zur Burg. Nach Rücksprache entschlossen wir uns dann die von Maddin abgefahrene Route für die Tour zu nehmen, diese schien die bessere Alternative zu sein. Die Gesamtstrecke verlängerte sich zwar etwas, aber das lag im Rahmen.
Dann tauchten auch schon die "Überraschungsgäste" Astrid & Daniel auf. Beide wollten eigentlich erst am nächsten Tag kommen haben soich aber zu unsere aller Freunde spontan umentscheiden.


Später kamen dann Gewitter und Regen, allerdings blieben die angekündigten möglichen Unwetter aus. Es schüttete zwischenzeitlich ziemlich ordentlich, so dass viel Wasser vom Platz durch unser Anmeldepavillon floss. Aber Sturmböen blieben uns erspart, so dass alles (speziell die Zelte) unbeschadet stehen blieb.
Den Abend verbrachten wir an diesem Tage dann nicht oder nur teilweise unter freiem Himmel. Aber dafür haben wir ja unsere großen Pavillons.

Die gefahrene Strecke samt Profil:



Donnerstag, der 08.08.
Da am Vortag eine "große" Tour ausfiel müsste ich nun einer meiner 3 Runden streichen. Da wir am Morgen erst noch Tischen und Bänke im Reservistenzelt aufstellen wollten und auch alles andere, was bisher noch nicht aufgebaut war "treffenfertig" machen wollten bot sich für den heutigen Tag die kürzere Runde durch das Fulda-Werra-Bergland an.


Nachdem die verbliebenden Aufbauarbeiten abgeschlossen waren machten wir uns dann mit 7 Leuten auf den Weg ein paar Kurven zu fahren. Das waren neben mir noch Sebastian, Chris, Martin, Sven, Csibi und Jochen. Da ja wieder Sommerferien waren wurde natürlich auch hier und da wieder lustig gebaut. Auf der Route gab es einen zentralen Ort, in dem die als eine Acht geplante Tour sich kreuzte. Genau dieses Dorf war natürlich komplett gesperrt. Die gesamte Hauptstraße wurde erneuert.


Nun gut, mit Motorrädern kommt man ja zum Glück fast immer noch überall durch, so hielt uns diese Baustelle auch nicht wirklich auf. Ebenso wenig wie der gesperrte Bahnübergange (Schrankenanlage wurde erneuert und die Strecke war durch einen Bauzaun beidseitig "gesichert"). Das ist halt immer der Nachteil bei vorgeplanten Touren: Spontanes Umplanen unterwegs ist nicht ganz so einfach. Im Endeffekt klappte aber so alles und wir hatten eine weitere feine Runde gedreht.


Zurück an der Burg war schon der Moppedparkplatz abgesperrt und wie in den letzten Jahren auch füllte sich schon am Donnerstag unser "Festplatz" ziemlich. Dieses Jahr wurde der Donnerstag auch das erste mal mit zu den offiziellen Treffentagen gezählt. Inzwischen reisen ja immer mehr Teilnehmer früher an, ich selber gehöre ja seit diesem Jahr auch zu den Frühankömmlingen. Und mir gefiel das ziemlich gut so. War zwar die letzten Jahre auch schon immer Donnerstags gekommen, aber auch das war mir dann doch immer noch zu wenig.
Jedenfalls gab es viele bekannte Gesichter zu begrüßen und auch neue "Erstlinge" willkommen zu heißen. Das Wetter hatte sich wieder beruhigt und so begann ein schöner Abend.

Die gefahrene Strecke samt Profil:



Freitag, der 09.08.
Nach einem langen Abend gab es erst einmal ein "richtiges" Frühstück. Also nicht mehr im kleinen Kreise wie bisher. Danach machte sich eine größere Gruppe auf den Weg in den Harz. Auch letztes Jahr wurde diese Tour gemacht und war auf sehr positive Resonanz gestoßen. Auch Karin war wie immer an diesem Tag unterwegs, ebenfalls wie immer schon sehr zeitig.
Da inzwischen auch (fast) alle Tourguides für große Ausfahrt am Samstag angekommen waren machten wir also noch einmal die Runde, dieses mal mit der kompletten neuen Route. Ja, so ohne die Buckelpiste mitten drin macht die Runde gleich noch mehr Spaß.


Am Meißner tauschten wir dann nach einer kurzen Pause ein paar Moppeds durch. Ich wollte doch gerne noch einmal Astrids "Stürmchen" (Honda VTR 1000 "Firestorm") fahren, sie konnte dann ja mit der 6er ihres Verlobten Daniel fahren und er dann mit meiner 9er. Eigentlich wollte Astrid meine Hornet auch schon lange mal fahren, hatte aber immer etwas Bedenken wegen ihrer Körpergröße in Verbindung mit meiner Heckhöherlegung. Eine erneute Sitzprobe und gutes Zureden überzeugten sie dann doch bei dem Tausch mitzumachen.


Tja, ich hatte auf dem V2 meinen Spaß und auch Astrid und Daniel hat die Probefahrt mit meiner Schwarzen ganz gut gefallen. Auch wenn Astrid direkt danach meinte, das hätte sie nicht tun sollen...
Während unsere Abwesenheit waren natürlich auch schon die ersten neuen Gäste dieses Tages angekommen und so gab es wieder viele zu begrüßen. Auch der Rest der Ruhrpott-Gang sollte bald erscheinen, das Hallo war natürlich groß. Es gab viel zu berichten und bei diversen kühlen Getränken wurde der nächste schöne Abend eingeläutet.

Die gefahrene Strecke samt Profil:



Samstag, der 10.08.
Der Haupttag des Treffens war gekommen. Nach dem ausgiebigen Frühstück machten sich so langsam die Gruppen für die Ausfahrt bereit. Wie immer gibt es eine ganze Reihe verschiedenen Gruppen. Angefangen von unseren Blümchenpflückern, die dieses Jahr wegen der kleinen Verlängerung der Tour die alte Runde von vor ein paar Jahren fuhren und somit nicht 30min vor der nächsten Gruppe starten mussten. Danach kamen die Gruppen mit moderaten Tempo und zum Schluss dann die etwas flotteren.



Eine gewisse Aufteilung hat sich bewährt, denn schließlich soll ja jede/r Spaß haben bei der Ausfahrt haben. Das hat auch dieses Jahr wieder im Großen und Ganzen gut funktioniert.
Vor allen Dingen hatten wir auch dieses Jahr wieder keinen Sturz dabei und alle sind wohlbehalten am Parkplatz auf dem Hohen Meißner angekommen.
Oben gab es dann noch diverse Probefahrten, schließlich waren einige neue Maschinen am Start oder auch einfach welche, die Mann/Frau immer schon gerne ausprobieren wollte:
Besonders beliebt war dabei (teilweise nur im Stand bei laufendem Motor) die Buell von Sven. gerade bei den Damen aus unserem Kreis. ;-)


Neben dem üblichen Gruppenbild griff unser Vorsitzender Jochen eine Idee aus unserem Forum auf. Darin posteten diverse Leute ihre "Minirider", bestehend aus Stiefel, Handschuhe und Helm.
Da die Idee im Forum schon sehr gut ankam machten auch so ziemlich alle mit! So standen dann (mehr oder minder) schließlich an die 100 "Minirider" oben auf dem Parkplatz!
Von dort ging es schließlich wie immer im Korso zum Marktplatz in Witzenhausen. Unterwegs machten wir unserem Bäcker die übliche Aufwartung mit viel Lärm und einigen Donuts vor der Tour. Da das Spektakel bekannt ist werden die Zuschauer vor Ort in Hundelshausen auch jedes Jahr zahlreicher. 


In Witzenhausen angekommen wurden wir wie immer von der Kirschkönigin und einer Prinzessin Willkommen geheißen und danach fuhren dann alle mehr oder minder direkt zurück zur Burg.


Inzwischen sind auch noch einige Tagesgäste eingetroffen, so dass es wieder neue Gesichter zu sehen gab. Darunter waren auch zwei Polizisten, die eine Gruppe am Vortag kennen gelernt hatte.


Alle Teilnehmer begutachteten die Maschinen und wählten ihre Favoriten für die Auszeichnungen der schönsten Motorräder am Abend.
Zudem gab es wie immer noch diverse Spiele (Wurfspiele mit Parcours und den beliebten Tankweitwurf).


Der Höhepunkt des Abends war mit der großen Tombola und der Verleihung der Preise erreicht. Das erste mal waren wir auch bei den Losen ausverkauft, dieses Jahr gab es auch diverse attraktive Preise.
Es wurde ein langer, schöner Abend an der Anmeldung, im großen Zelt, auf dem Motorradparkplatz und am Lagerfeuer.

Die gefahrene Strecke samt Profil:



Sonntag, der 11.08.
Ich musste leider recht früh aus meinem gemütlichen Schlafsack kriechen, ich hatte Frühstücksdienst. Nun ja, sowas muss ja auch gemacht werden. So wurden auch an diesem Morgen alle wieder satt und so langsam begannen die Abbaummaßnahmen. Die Burgzimmer wurden geräumt und die zahlreichen Zelte wurden wieder in ihren Säcken verstaut. So langsam lichtete sich das Areal und so einige verschwanden recht früh, da bei diversen Leuten ganz amtliche Rückfahrtouren anstanden. beosnders löblich war dieses Jahr, dass doch sehr viele Teilnehmer außerhalb des Orga-Team beim Abbauen mit anfassten. So schnell waren die ganzen Zelte und Pavillons noch nie verstaut. Ganz große Klasse!
Später packten wir dann auch unseren Kram zusammen und verabschiedeten uns von allen. Wir fuhren ein ähnliche, leicht versetzte Tour zurück nach Hause.


Was war das wieder für ein tolles Treffen! Auch das Wetter spielte wunderbar mit, abgesehen von dem kleinen Ausrutscher in der Wochenmitte. Nach dem total verregneten Treffen 2011 nun das zweite Jahr in folge tolles Wetter! Trocken und schön temperiert, ohne in den dicken Klamotten schwitzen zu müssen. Besser hätte man es sich kaum wünschen können.
Fest steht für mich auch:

Beim Treffen 2014 werde ich wieder die ganze Woche dabei sein! 

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