Mittwoch, 21. Januar 2015

Korsika 2015 gebucht

Ich hatte ja schon im vergangene September kurz etwas zu den Motorrad-Urlaubsplänen 2015 geschrieben. Es sollte nach dem damaligen Stand im Mai nach Korsika gehen.

Nun ja, wie so oft lief dann doch wieder alles anders als zunächst geplant.
Wir mussten ja noch etwa bis Dezember warten, bis Wolfi seinen Urlaub einreichen und folglich genehmigen lassen kann.
Just war das passiert platzte Csibi mit einer Neuigkeit in die Planung: Er wird Vater!
An sich einfach nur eine tolle Nachricht, allerdings ist der Geburtstermin..... Na, man kommt ja schon fast von selber drauf: Genau, im Mai.
Da nach der Begrüßung des neuen Familienmitglieds auch noch die Elternzeit ins Haus steht wird es in seiner Firme in irgend einer Form Ersatz für ihn geben. Was wiederum bedeutet, der September ist gar kein "No Go" mehr. Auch seine liebe Gattin hätte dann mit einem Motorradurlaub kein Problem.
OK, prima... also peilen wir mal den September an!

Für Wolfi bedeutet das nun wieder, seinen schon eingereichten und genehmigten Urlaub umzuwerfen. Und eben das erwies als nicht ganz so leicht, da ungewöhnlich viele seiner Kollegen eben im September Urlaub beantragt hatten.
So mussten wir also bis zum Jahresanfang warten, bis ein Chef eine Entscheidung trifft.
Nun ja, die kam jetzt ganz frisch vor wenigen Tagen herein. Es sollte dank zäher Verhandlungen klappen!
Im Vorfeld hatte ich mich natürlich schon einmal nach Fähren samt Fahrzeiten erkundigt. Wie gehabt bevorzugen wir alle eine Nachtfähre. Nach Korsika kommt man neben diversen franz. Häfen (z.B. Toulon und Nizza) auch von Genua und Savona. Einer dieser beiden ital. Häfen sollte unsere Wahl sein, allein schon wegen der Anreise von Csibi (nahe Karlsruhe) aus. Das sind schon zwei stramme Tagesetappen bis nach Genua oder Savona (beide Städte liegen rund 30km auseinander, also vom Reiseweg sehr ähnlich), noch mehr bis an einen franz. Hafen will eigentlich keiner abreißen.
Von Savona aus startet Corsica Ferries, von Genua aus Moby Lines, beide Linien fahren nach Bastia. Bei der Korsikatour 2009 war ich von Savona aus gestartet, die Sardinientour 2011 stach von Genua aus ins Meer. Corsica Ferries fährt etwas öfters, nach Abklärung unserer Eckdaten sollte die Hinfahrt am 18.09. (Fr.) starten und die Rückfahrt am 24.09. ablegen. Beide Reedereien bedienen diese Termine. Fein, also eine Auswahl.

Endlich waren wir soweit: Reiseziel, Mitfahrer und Reisezeitraum standen fest.
Die ersten Angebote wiesen immer eindeutig Moby als günstigeren Anbieter aus, jetzt wo wir das "Go" hatten waren natürlich passend die Preise etwas angezogen. War ja klar...
Also schaute ich mal wieder mit welcher Reederei wann die beste Tour startet. Dabei stellte sich schnell heraus, das Corsica Ferries ab Savona dieses Jahr keine gute Alternative ist: Vom Preis OK, allerdings fährt die Nachtfähre nur 7h. 2009 war die definitiv noch länger unterwegs.

Angesichts des geschätzten Leerens von diverse Weinflaschen an Deck und dem Erlebnis des Ablegens und langsamen Verschwinden des Festlandes wären wir doch auf eine recht kurze Nacht gekommen.
Moby Lines fährt ab Genua früher los und kommt später an, braucht für die nächtliche Überfahrt 10h. Das hat doch deutlich mehr Zeitreserven für gemütliche Stunden und Genießen des Abfahrens. Da macht es auch nichts, wenn die Überfahrt ein paar Euro mehr kostet.
Also: Hinfahrt mit Moby ab Genua.
Bei der Rückfahrt sah die Sache etwas anders aus: Zum einen Fährt Corsica Ferries in die andere Richtung 11h (warum auch immer) und der aufgerufene Preis war auch günstiger.
Es stand also eine Rückfahrt nach Savona an.


Nun ging es noch ans Buchen.
Da gibt es immer 2 Möglichkeiten: Direkt bei der Reederei oder aber über eine Agentur. Sowas wie "Platzhirsche" sind dabei AFerry (dort habe ich damals die Überfaht der Schottlandtour 2012 gebucht) und DirectFerries. Bei denen hatte ich 2009 die Korsikafahrt gebucht.
Also schnell mal die Preise vergleichen.
Die Hinfahrt buchte ich wie 2011 (Sardinien) direkt bei Moby Lines. Die Preise auf der gleichen Höhe wie bei den Agenturen, allerdings keine zusätzlichen Gebühren für die Kreditkartezahlung.
Bei der Rückfahrt stellte ich fest, das Corsica Ferries selber höhere Preise auswarf als die Agenturen.
So buchte ich die Rückfahrt dann bei AFerry. Die Preise waren etwas niedriger als DirectFerries (die runden jeden Preis auf den vollen Euro auf) und auch die Kreditkartengebühr war nicht so hoch. Wir reden hier allerdings nur von wenigen Euro insgesamt, aber nun gut...

Hier am Rande möchte ich noch kurz auf die Besonderheiten bei Fährenbuchungen eingehen, gerade in Bezug auf das Thema Motorradtour. Ich hatte das zwar wohl schon bei einer der anderen Reisen getan, aber was soll's. Ist nicht ganz uninteressant.
Man kann durchaus mehrere Personen zusammen buchen, aber immer nur ein Fahrzeug. Allerdings kann man kein Fahrzeug ohne eine Person buchen.
Heißt im Klartext: Jeder Fahrer muss einzeln gebucht werden.
Bei der Unterkunft kommt die nächste Besonderheit: Man kann keine Betten buchen, nur ganze Kabinen. Das bedeutet wiederum: Einer bucht für sich, seine Maschine und eine Kabine, die anderen buchen sich, ihren Bock und keine Unterkunft.

So kamen wir auf folgende Beträge:
Hinfahrt 1x 156,45€ + 3x 76,45€, Rückfahrt 1x 123,21€ + 3x 46,62€, zusammen 648,87€.
Also für Hin- und Rückfahrt im Bettchen einer 4er Kabine dann pro Nase 162,22€.
Der günstigste Preis im Vorfeld (also seit die Buchung Anfang November 2014 möglich war) lag bei gut 146€ p.P, nun die 16€ mehr sind zu verschmerzen und das Warten hat sich ja nun auch gelohnt.

Jetzt steht nur noch ein ziemlich lange Phase des Wartens an, bis es auch endlich los geht,
Sebastian und ich werden wohl die komplette Tour auf zwei Rädern absolvieren, also auch die Anfahrt zu Csibi. Bei der Kroatientour habe ich mich ja noch von Wolfi und seinem Trailer ab einem Parkplatz an der A7 mitnehmen lassen. Aber auf seinen Anhänger passen nur 2 Maschinen.
Und es besteht ja vielleicht immer noch die Chance, dass Ronnie evtl. doch mit aufspringt.

Immerhin kann ich die Wartezeit noch mit diversen kleinen Planungen verbringen, die kompletten Routen bis zu den Fährhäfen können schon vorab geplant werden, zudem bietet der späte Zeitpunkt auch die Chance, eine andere Route durch die Alpen zu nehmen.
Bei den bisherigen Touren waren wir spätestens Mitte Mai im Alpentransit, da sind die meisten hohen Pässe noch geschlossen.
Daher gab es bisher eigentlich immer nur einen Weg: Durch die Schweiz etwa mittig zwischen Basel und Zürich durch, am Thuner See vorbei bis Martigny und dann Richtung Großen Sankt Bernhard, dort aber den Tunnel statt den Pass genommen (weil dieser eben noch geschlossen ist) und rüber ins Aostatal.
Im September sollte auch ein Weg an den großen Schweizer Pässen vorbei führen können, also z.B. über den Furkapass und anschließend über den Simplon ins ital. Domodossola. Gerde den letzten Teil davon bin ich auch noch nie gefahren.

Wie auch immer, es gibt noch genug Zeit für Streckenideen.

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