Mittwoch, 10. Mai 2017

USB-Mikroskop

Ich habe mir neulich (mal wieder) ein kleines Spielzeug bestellt.
Wie so oft "stolperte" ich bei China-Gadgets darüber. Ein kleines Mikroskop für den Rechneranschluss via USB. Für gute 10€ mal ein kleiner Spaß zu ausprobieren.

Als Kind hatte ich mal so ein klassisches Teil, die Nutzbarkeit scheiterte dabei aber oft an dem zur Verfügung stehendem Licht. Man konnte etwas zwischen zwei Glasplättchen legen und dieses Objekt dann von unten beleuchten. Nunja. Von der Idee toll, in der Praxis nur bedingt.

Nach den üblichen Wochen Wartezeit kam die Lieferung aus China dann an.
Also gleich mal das Teil ins Notebook gestöpselt. Treibersinstallation war unter Windows 10 gar nicht nötig, das gerät wurde direkt als Lenovo (?) Kamera gefunden und im System eingebunden.
Dann installierte ich noch die kleine Software zum Anschauen und es konnte los gehen.

Die Kamera kommt mit einem Drehrad für den Fokus und einem kleinen Knopf daher. Direkt nach Anschluss leuchten die eingebauten LEDs auf (sind über ein Drehrad am Kabel zu dimmen) und hellen den Zielbereich sehr gut aus.


Dieses Programm kommt recht altbacken in max. Windows XP-Optik daher, aber nun gut.
Dort sieht man das, was das Mikroskop sieht und kann davon auch gleich ein Video oder aber Fotos machen (mit 2MPix, das Beispiel im Screenshot ist das Gewebe einer Hose).


Der kleine Knopf an der Kamera schaltet übrigens verschiedene Farbmodelle durch. Neben Graustufen gibt es noch diverse Farbfilter.
Nach etwas Herumtesten fiel auf, dass es zwei Schärfenbereiche mit verschiedener Vergrößerung gibt. Ob das nun wirklich bis 500x ist, wer weiß.
Zwischen den beiden Bereichen liegt wohl Faktor 3-4, vielleicht 5. Ist ja prinzipiell auch egal.

Die ersten interessanten Anschauungsobjekte waren dann schnell die eigene Haare und Haut, besonders die nicht so heilen Stellen: Winzige Muttermale, kleine Wunden oder ausgedrückte Pickel wirken in so groß nicht wirklich schöner und auch als ich mich dann am nächsten Tag leicht an einer Käserreibe "verletzte" wurde die Stelle natürlich auch direkt mal in groß betrachtet!
Allzu sensible Gemüter belassen es vielleicht bei den Miniaturbildern....



Kürzlich dann fand Levi eine kleine Fliege in seinem Zimmer, die schauten wir uns dann auch noch etwas genauer an. Besonders natürlich die Augen.


Nun, wir haben viel Spaß mit dem kleinen Teil und ich bin doch etwas von der Qualität überrascht. So gute Bilder hatte ich für so schmales Geld nicht erwartet!

Ich bin gespannt, was mir demnächst noch alles vor die Linse kommt...

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