Dienstag, 3. April 2018

USA 08/17 - Tag 17

USA-Westküste - August 2017

Tag 17 - Stadtbesuch Seattle



Sonntag, der 27.08.

Unser Vorletzter Tag in den U,S von A und nun stand noch einmal ein Stadtbesuch an.
Neben etwas Las Vegas hatten wir das bisher nur in San Francisco gemacht. Weil mit 7 Jahren findet man sowas meist nicht ganz so spannend. Aber hin und wieder muss auch sowas mal sein, so wie heute in Seattle.
Wir beschlossen wieder, wie in Frisco auch, mit der Bahn in die City zu fahren.
Der örtliche Bahnbetreiber heißt hier SoundTransit und die Endstation Richtung Norden ist die Universität. Direkt nebenan ist zudem das Husky Stadium, also Parkplätze sollten kein Problem sein. Immer wieder abgefahren, dass eine Uni ein eigenes Stadion für seine College-Footballmannschaft besitzt, in das auch noch 70.000 Menschen rein gehen.
Wir fuhren dann mit der Bahn (Light Rail) bis zur Westlake Station und machten uns dann zu Fuß auf Richtung Seattle Center, wo sich u.a. die Space Needle und auch unser erstes Ziel, das Museum of Pop Culture. Dort finden immer zeitgleich eine ganze Reihe von Ausstellungen statt, zu unserem besuch war es u.a. eine über Star Trek. :-)


Zunächst führte uns der Weg aber durch den Amazon Campus. Dieser Riesenladen hat hier einen ganzen Stadtteil mit dutzenden von Bürotürmen, wobei immer noch überall gebaut wurde.
Von hier war es dann auch schon nicht mehr weit bis zu unserem ersten Ziel.
Die Space Needle ist von hier aus überall omnipräsent zu sehen und so neu und modern das Bauwerk aus der Entfernung aussieht, desto eher sieht man das Alter aus der Nähe, besonders an den Fahrstühlen. Auf den ersten Blick gar nicht zu erahnen, dass dieser Turm schon über 55 Jahre auf dem Buckel hat.


Also rein ins Museum und dann natürlich als ersten Richtung Start Trek Exibition!
Wir fanden eine beeindruckende Sammlung aus allen Serien und Filmen vor, natürlich überwiegend aus den neueren Sachen, viele Kostüme, Waffen, Masken, usw.


Direkt im Anschluss ging es zu weiteren Ausstellungen, verschiedenen Sammlungen im Bereich Science Fiction und auch Fantasie, oft  eine bunte Mischung aus Kostüm-Einzelstücken.


Schließlich kam dann der Bereich "Pop", dabei ging es sowohl um die populäre Musik als auch um Technik der Popkultur. Im musikalischen Bereich gab es zwei größere Ausstellungen, eine rund um David Bowie und die andere zeigte Instrumente diverser Musiker.


Im technischen Bereich gab es schließlich noch diverse frühe Videospiele und ganz oben dann kleine "Musikstudios", an denen man einzelne Instrumente ausprobieren konnte.
War wirklich viel zu sehen, aber so langsam hatte Levi doch keine Lust mehr, zudem fehlt ihm ja zu alle dem der Bezug.
Also gingen wir wieder raus und aßen erst mal draußen am Platz ein Eis und stöberten etwas in den Souvenir-Shops. Wieder wanderten einige Sachen in die Rücksäcke, da durften natürlich auch ein paar Seattle T-Shirts nicht fehlen! Unser nächstes Ziel sollte das Columbia Center sein, bzw. sein Aussichtspunkt in der 73. Etage.


Da wir nun aber nicht die ganze Strecke zurück laufen wollten, entschlossen wir uns mit der Monorail zu fahren. Diese Bahn könnte von unten auf dem ersten Blick mit einer Magnetschwebebahn verwechselt werden, aber das ist sie natürlich nicht. Das merkt man, wenn sich das Ding in Bewegung setzt. Es laufen halt doch Räder über eine Oberfläche und die Bahn rumpelt ganz gut. Ist halt auch zur Weltausstellung 1962 gebaut worden.
Endstation war wieder Westlake Station und direkt auf der anderen Straßenseite liegt der Westlake Park, in dem genossen wir das herrliche Wetter bei Snacks und Trinken. Wettermäßig wurden wir hier im Regengebiet ganz im Nordwesten der USA echt verwöhnt!
Danach machten wir uns auf dem restlichen Fußweg zum Sky Observatory im Columbia Center.
Dort angekommen mussten wir erst einmal fast ganz um das Gebäude herum laufen, bis wir den richtigen Eingang gefunden hatten. In der Lobby kauften wir dann die Tickets (ich glaube es waren etwa 15/10$) und ohne Wartezeiten konnten wir in den ersten Fahrstuhl. Der brachte uns bis zur 49. Etage, dort auf der Verteilerebene war umsteigen angesagt und der zweite Fahrstuhl brachte uns schließlich in den 73. Stock.


Dort gab es noch eine kurze Ticketkontrolle und schon war man auf dem "Aussichtsdeck".
Noch bevor wir das erste mal direkt am Fenster standen war uns schon klar, dass der Eintritt sich gelohnt hatte!


Wir gingen rund herum an den Fenstern entlang und hatten großartige Ausblicke über die Stadt, das flache Hinterland und über die Elliot Bay nach Bainbridge Island, weiter im Hintergrund die anderen Nebenbuchten des Sounds und auch die Berge der Olympic-Halbinsel, in denen wir noch am Vortag waren. Einzig der Ausblick zum rund 95km entfernten Mount Rainier, mit 4392m der höchste Berg der Kaskadenkette, war etwas im Dunst verwaschen.


Es war nicht voll hier oben und überall gab es Sitzecken, um mit tollem Ausblick etwas zu verweilen. Das nutzten wir natürlich auch noch aus.
Schließlich ging es wieder runter und wir machten uns langsam zurück zur Bahnstation.
Direkt in der Nähe wurde Stadtrundfahrten angeboten. Soweit nichts besonderes, aber hier gibt es Amphibienbusse!


Die Rückfahrt startete an einem anderen Bahnsteig der Westlake Station, der sowohl von der Light Rail als auch von Bussen genutzt werden konnte. Von hier ging es dann zurück zur Endstation der Universität.
Da wir aber noch etwas das schöne Wetter nutzen wollten, machten wir auf dem Rückweg zum Hotel noch einen kleinen Abstecher zum Matthews Beach Park am Lake Washington.


Ein Parkplatz war schnell gefunden und kurze Zeit später hatten wir einen schönen Platz auf der Liegewiese mit Blick auf Pontiac Bay. Wieder hatten wir es versäumt, die Badesachen einzupacken! Es war herrlich hier. Seattle hat uns prima gefallen, das Wetter spielte mit und nun konnten wir noch etwas die Beine ausstrecken und die spätnachmittagliche Sonne genießen.

Nach diesem Ausflugstag muss ich definitiv sagen: Auch Seattle ist eine Reise wert. Die Stadt hat uns wirklich super gefallen, auch das Umland ist wunderschön mit alle dem Wasser rundherum! Wie das jetzt alles an einem (hier eher üblichen) Regentag wirkt, kann ich zum Glück gar nicht beantworten. Ich stelle mir es halt ähnlich wie mit Hamburg vor. ;-)
Nach der Pause ging es zurück zum Hotel, wo wir uns direkt bei der Ankunft nebenan wieder eine leckere Pizza mitnahmen.

Inzwischen war der Hunger nämlich ganz anständig geworden.
Da wir zudem nicht in den schönen See springen konnten, gingen Levi und ich zum Abschluss des Tages noch einmal in den Hotelpool. Wobei das nicht ganz stimmt, danach war schon mal etwas Packen angesagt. Wir wollten ja relativ zeitig aus dem Hotel raus, denn ganz zum Abschluss hatten wir uns noch ein schönes Schmankerl aufgehoben. Dazu am im nächsten (und letzten) Tagesbericht mehr. Danach war unsere letzte Nacht hier im Urlaub angebrochen.

Die gefahrene Strecke (gut 57km).

Alle Fotos dieses Tages gibt es hier zu sehen.

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