Freitag, 5. Juni 2026

USA Nordosten - Sommer 2024

Im Sommer 2024 machten wir nun endlich auch den zweiten Teil der ursprünglich schon im Sommer 2020 geplanten Rundreise. Der erste Teil fand im Spätsommer 2022 statt, damals mit Schwerpunkt auf Kanada, jetzt sollte es durch den Nordosten der USA gehen und nun war Levi auch dabei.
Auf dem Zettel für diesen Roadtrip standen neben einigen der großen Städte (Boston, New York City und Washington D.C.) auch wieder diverse Gebiete. Im Osten der USA gibt es generell deutlich weniger Nationalparks als im Westen, aber viele Landschaften sind auch ohne diese Einstufung sehr reizvoll.
Ursprünglich sollte es von/bis New York City gehen, die besten Flugangebote fanden wir dann aber mit der isländischen Billigairline PLAY von Düsseldorf über Keflavík nach Boston. Start und Ende der Rundreise war somit die geschichtsträchtige Hauptstadt von Massachusetts.
So sollte es zunächst einnige der großen Städte an der Ostküste herunter gehen, um dann in einem Bogen durch das Hinterland (Maryland, Virginia, West Virginia und Pennsylvania) zu den Niagarafällen zu kommen, dann weiter Richtung Upstate New York und zum Abschluss über New Haven nach Cape Cod, bevor es zurück nach Boston gehen sollte.
So hatten wir uns im Vorfeld wie üblich eine grobe Route mit diversen Zwischenzielen abgesteckt und eben dort Unterkünfte gesucht. An dieser Karte sollten wir uns also im Sommer "entlang hangeln":




28.07. (Sonntag)

Unsere Flüge (sowohl Hin- als auch Rückflug) hatten angenehme Start- und Endzeiten, mitten am Tag. Somit konnten wir gut mit dem Zug zum Flughafen, die Verbindung ist ein durchgängiger Regionalexpress, (planmäßig) der in knapp 2h am Ziel ist. Das hat auch alles prima geklappt, so konnte die erste Etappe starten.


Nach dem Zwischenstopp in Island ging es weiter nach Boston, die Landung habe ich im Video festgehalten, dabei flogen wir auch an dem Gebiet mit unserem Quartier vorbei.



Nach der Einreise am Flughafen Boston fuhren wir zunächst mit einem Shuttlebus in die Innenstadt zur South Station, von dort ging es dann mit der Red Line der Subway (übrigens die älteste in den USA) weiter bis zur Station JFK/UMass. Von hier waren es noch rund 400m bis zur unserer Unterkunft 3 Homestay im Stadtteil Dorchester
Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, ging ich trotz Schlappheit (nach unserer Zeit war es ja nun schon sehr spät abends) noch fix in den nächten Supermarkt, damit wir uns am nächsten Tag ein Frühstück machen können. Danach ging es für uns alle recht schnell ins Bett.


29.07. (Montag)

Der Vorteil der Zeitverschiebung in Richtung Westen ist ja immer, dass man (nach lokaler Zeit) sehr früh ins Bett fällt und entsprechend zeitig morgens wieder munter ist.
So machten wir uns frisch, frühstückten im Gemeinschaftraum und machten uns dann auf den Weg in die City. Boston gehört ja zu den geschichtsträchtigsten Städten in den USA und so wollten wir uns bei den zahlreichen Sehenswürdigkeiten primär am Freedom Trail entlang hangeln. Zunächst ging es aber mit der Subway wieder zur South Station, hier gingen wir als erstes zum Busbahnhof, um zu schauen, wo am nächsten Tag unser FlixBus Richtung NYC abfährt. 


Nachdem wir das richtige Terminal gefunden hatten, gingen wir dann auf Sightseeing-Tour. Und in der Tat, Boston ist eine wirklich sehr schöne Stadt mit (für amerikanische Verhältnisse) vielen alten Gebäuden. Im Laufe des Nachmittags waren unsere Füße dann hinreichend platt gelaufen und genug geschwitzt hatten wir wegen der Wärme auch. Wir machten uns also auf den Weg zurück.


Wir gingen von unserer Station (JFK/UMass) direkt in einen großen Supermarkt (Star Market) um die Ecke und kauften uns Sachen für das Abendessen, wir wollten die vorhanden Küche auch ausnutzen, so machten wir uns später einen großen Topf mit Pasta.


30.07. (Dienstag)

Und schon war unser Abreisetag gekommen. Man hätte hier durchaus noch 1-2 Tage länger bleiben können, aber unser Zeitfenster war halt überschaubar.
Wir frühstückten also, packten alles zusammen, dann ging es wieder mit der Red Line zur South Station und von dort zum nahen am Vortag gefundenen Bus-Terminal.
Bald darauf wurde der Bus bereitgestellt und wir machten uns auf den Weg. Dank WiFi an Bord wurde auch Levi nicht langweilig. Nahe dem Ziel ging es lange Zeit am Long Island Sound entlang und später von Norden kommend durch Queens, dort konnten wir auch schon einige Male einen Blick auf die Skyline werfen.
Leider fuhr der Bus nicht über einer der Brücken nach Manhatten, sondern durch den Queens-Midtown Tunnel. Trotzdem ist es immer wieder beeindruckend, plötzlich durch diese Häuserschluchten zu kommen. Wir kreuzten die 5th Avenue nur einen Block nördlich vom Empire State Bulding, so konnten wir dieses Wahrzeichen gut aus dem Bus heraus sehen. Unser "Busbahnhof" war ein recht kleiner, schmuckloser Parkplatz an der Ecke W31th Street/8th Avenue, direkt gegenüber der Penn Station und des Madison Square Garden. Von hier ging es dann mit der Subway weiter zu unserer Unterkunft, dem Carlton Arms Hotel. Ich hatte vor der Reise ja noch die fixe Idee im Kopf, der berühmt-berüchtigten sommerlichen Hitze der Stadt etwas zu entgehen, indem man öfters in die Tunnel der U-Bahn flüchtet. Das war ein Trugschluss! Die Stationen der New Yorker U-Bahn sind in der Regel recht flach und eng, dazu kommen dann lange, voll klimatisierte Züge, die ihre ganze Abwärme in die Tunnel blasen. Kurzum: Da unten war es noch wärmer als draußen! Die Hitze sollte uns die kommenden Tage noch zu schaffen machen...
Nachdem wir gegen 16:30 Uhr unser Zimmer bezogen hatten, gingen wir natürlich direkt noch einmal los, es gibt hier ja so unglaublich viel zu sehen und ich wollte meinen beiden NYC-Novizen einiges zeigen. 


Unser erstes Ziel war die High Line, genau das Richtige bei der sommerlichen Hitze. Kühl war es dort natürlich auch nicht, aber zumindest etwas luftiger als unten auf der Straße und zudem war es oft auch schattig.


Seit meinem letzten Besuch im Jahr 2013 hat sich am nördlichen Ende einiges getan, inzwischen ist der ganze Gebäudekomplex Hudson Yards inkl. der neuen Aussichtsplattform und dem Vessel fertig gestellt worden. Das mussten wir uns natürlich einmal genauer ansehen.


Von dort schlenderten wir zum nahen Times-Square und ließen das Spektakel dort etwas auf uns wirken.



Weiter ging es danach zum Bryant Park, an der Public Library vorbei und schließlich noch zum Grand Central Terminal


Dazwischen gab es auch noch irgendwo ein Abendessen, so dass wir nun zurück zum Quartier gehen/fahren konnten. Genug gesehen an diesem Tag!

Die mit dem Bus gefahrene Strecke des Tages:
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31.07. (Mittwoch)

Nach dem Aufstehen und frisch machen, gingen wir zunächst in einen Laden um die Ecke zum Frühstücken. Danach wollten wir nach Downtown, Genia besuchte vorher noch schnell eine Lokalität aus der Fernsehserie Friends. Dann fuhren wir mit der Subway zunächst zur City Hall, dem ältesten noch genutzten Rathaus in den USA, und gingen danach am Woolworth Building und der St. Paul's Chapel Richtung World Trade Center. Hier war der Transportation Hub samt des markanten Hauptgebäudes "Oculus" auch für mich noch neu.


Es folgte das 9/11 Memorial mit den zwei großen Bassins und dann ging es zur Trinity Church, der Wall Street samt Stock Exchange.


Weiter ging es zum Bowling Green samt dem Bullen, danach einmal quer durch The Battery (früher Battery Park) und schließlich zum Whitehall Terminal der (kostenlosen) Staten Island Ferry.


Bei der Überfahrt konnten wir die obligatorischen Fotos von und mit der Freiheitsstatue machen, dank heute viel besserer Handy-Kameras gibt es nun auch gescheite Großaufnahmen, das sah 2013 auch noch deutlich anders aus.


In Staten Island angekommen schlenderten wir etwas an und durch die dortige Mall und schauten uns danach noch das The Staten Island September 11th Memorial an und kauften uns danach ein kühlendes Eis. Dann ging es wieder zurück. Wieder in Manhattan angekommen, ging es direkt mit der Subway weiter, wir wollten uns noch das Flatiron Building und den benachbarten Madison Square Park ansehen. 


Danach wollten wir erst einmal im (klimatisierten) Hotelzimmer eine Pause machen, wir waren ganz schön durch von der Hitze. Auch an diesem Tag hatten wir wieder rund 33°C bei einem Taupunkt von rund 24°, was für eine schwüle Suppe. Inzwischen konnten wir absolut nachvollziehen, wieso es heißt, dass alle, die es können, im Hochsommer aus NYC verschwinden.
Während des kurzen Wartens auf eine U-Bahn nutzte ich in der Subway-Station einmal die Thermometer-Funktion meines Pixel 8 Pro, an einer Fliese seitlich einer Treppe wurden mir flauschige 43°C angezeigt...  
Später ging es dann noch einmal los, erst gab es etwas zu Essen und dann sollte es rüber nach Brooklyn gehen, wir wollten uns den abendlichen Blick vom Brooklyn Bridge Park auf Downtown Manhattan geben.


Von dort schlenderten wir noch ein wenig durch Dumbo und vergaßen dabei prompt das Foto zwischen den alten Backsteinhäusern mit Blick auf die Manhattan Bridge zu machen, naja. Danach ging es zurück und bald darauf ins Bett.


01.08. (Donnerstag)

Unser zweiter Sightseeing-Tag stand an und unser erstes Ziel nach dem Frühstück war das Intrepid Sea, Air & Space Museum. Kernstück ist der gleichnamige, ehemaligen Flugzeugträger, der seit 1982 hier am Pier 86 im Hudson River liegt.


Ich war 2013 schon einmal hier, aber das wollte ich den anderen auch zeigen. Und in den Jahren hat sich hier auch einiges an der Ausstellung getan. 


Vom Hudson gingen wir dann weiter zum Columbus Circle, dort beginnt ja auch der Central Park, der gehört natürlich auch zum Pflichtprogramm.
Wir schlenderten am westlichen Rand entlang und gingen zunächst zum Dakota Building, dem Wohnhaus von John Lennon, vor dessen Eingang er 08.12.1980 erschossen wurde. Von dort direkt gegenüber im Park ist Strawberry Fields inkl. dem Gedenk-Mosaik.
Weiter ging es zur Bow Bridge, in der Nähe gönnten wir uns im Schatten ein Eis. Noch einmal etwas Schatten gab es unterhalb der Bethesda-Terrasse, dann gingen wir weiter zum Rockefeller Center um den Rundumblick von der Aussichtterrasse Top of the Rock zu genießen. 


Es gibt inzwischen diverse andere und auch höhere Aussichtsplattformen, aber mir persönlich gefällt TotR immer noch am besten. Man steht oben auf dem Dach des Gebäudes und hat in der Mitte ganz oben auch keine störenden Scheiben, Gitter o.ä. vor sich und dann ist da natürlich noch die Lage des Gebäudes.

Hier der Rundumblick im Video.



Leider hat sich meine Hoffnung, dort oben etwas Wind zur Kühlung genießen zu können, als Trugschluss heraus gestellt.  


Stattdessen war es windstill und man stand direkt in der bratenden Sonne, wirklich lange konnten wir es so auf dem Dach gar nicht aushalten. Eine Etage tiefer gab es dann immerhin etwas Schatten und innen war es klimatisiert.


Insgesamt ein kürzerer Besuch auf dem Dach als eigentlich geplant, aber es war oben einfach nicht länger auszuhalten. Danach schlenderten wir noch etwas durch die Straßen der näheren Umgebung und gingen dann bald recht erschöpft zurück zum Hotel.
Ursprünglich wollten wir gerne noch einmal am Abend zum Times Square, aber auch das ließen wir wegen der Hitze bleiben. Im klimatisierten Zimmer war es dann doch viel zu angenehm.


02.08. (Freitag)

An diesem Morgen wollten wir zeitig los, bevor uns die Hitze des Tages wieder dahinrafft. Erste Aktion sollte ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge sein. Wir fuhren also direkt mit der Subway los und frühstückten schon auf der anderen Seite des East River, unweit vom Fußgänger-Aufgang zur Brücke. Auf dem Weg über den Fluss ging es ja größtenteils durch die pralle Sonne, so hatten wir für ordentlichen Kopfschutz gesorgt und der frühe Start war auch eine gute Idee.


Auch hier ein kleines Video mit dem Rundum-Blick.



Wieder in Manhattan angekommen gingen wir nun etwas durch die nahen Stadtteile, wir starteten in Chinatown. Hier gab es erst einmal ein kühlendes Eis.


Kaum hatten wir diesen Bereich verlassen, waren wir auch schon in Little Italy.


Von hier war es nicht mehr weit bis zum Hauptquartier der Ghostbusters. Hier war ich in der Tat vorher auch noch nicht.


Weiter ging es zur nahen Christopher Street und dort schauten wir uns u.a. das Gay Liberation Monument an.


Danach wollte Genia noch etwas auf den Spuren von Sex and the City wandeln, währendessen Levi und ich uns in den Schatten der großen Bäume im Washington Square Park setzten.


Als Genia zurück kam, gönnten wir uns ein weiteres Eis und danach schlenderten wir langsam zurück zum Hotel. Die heißesten Stunden des Tages verbrachten wir dann erneut entspannend im klimatisierten Zimmer, erst gegen Abend gingen wir noch einmal zum Essen raus.


03.08. (Samstag) 

Unser Abreisetag war gekommen. So gerne ich in NYC bin und diese Stadt liebe, im Hochsommer werde ich definitiv nicht noch einmal herkommen. Daher freuten wir uns alle, hier aus der städtischen Hitze zu verschwinden und diverse Stunden in einem klimatisierten Fahrzeug zu verbringen.
Wir packten schon einmal die meisten Sachen zusammen, gingen um die Ecke schnell frühstücken und dann die wenigen Blocks zu unserem Mietwagenanbieter Budget in der Red Ball Garage an der E 31th Steet. Wir hatten einen Mittelklassewagen gebucht, so im Stile der typische japanischen Limousine, wie wir sie z.B. auch schon in Kanada 2022 hatten.
Das Erdgeschoss des Gebäudes war eine überschaubare Halle mit einem kleinen Büro an der Seite. An einer Ausfahrt stand ein schwarzer Mazda bereit, das schien wohl unser Wagen zu sein. Als wir ins Büro spazierten, kamen wir in ein kleines Streitgespräch eines Kunden mit der Frau hinter dem Tresen vom Budget. Der Mann war offensichtlich nicht mit dem Wagen zufrieden, der ihm angeboten wurde. Während die Frau zwischendurch am Telefon war, kamen wir kurz ins Gespräch. Er kam aus Kroatien und die wollten ihm einen Dodge geben, er wolle aber kein amerikanisches Auto und hatte das auch extra angegeben. Warum, wieso, keine Ahnung.
Er wollte wohl gerne den Wagen haben, der anscheinend für uns reserviert war. Als die Frau mit dem Telefonat fertig war, bestätigte sich unsere Annahme. Sie fragte, ob wir ein kostenloses Upgrade auf einen Van haben möchten, da der Herr diesen Wagen partou nicht wollte. Naja, deutlich größer/geräumiger tut uns ja nicht weh, also warum nicht?
So luden wir unsere Sachen in den weißen 7-Sitzer vom Typ Grand Caranvan
Es ging raus aus Manhattan durch den Holland Tunnel nach Jersey City und unser erstes Ziel war das Outlet-Center The Mills at Jersey Gardens in Elizabeth, direkt südlich des Newark Airports. Wir shoppten dort hauptsächlich T-Shirts und fuhren dann nach einiger Zeit weiter. Unser Weg führte quer durch New Jersey an der Hauptstadt Trenton und auch dem schon in Pennsylvania liegenden Philadelphia vorbei fast bis zum Ufer des Delaware River, der New Jersey von (man ahnt es) Delaware trennt. Wir hatten unsere Unterkunft in Pennsville, direkt auf der anderen Seite des Flusses liegt Wilmington. Unser Quartier hatten wir im White Oaks Motel, eines dieser Unterkünfte, die wir hier in Nordamerika so lieben.


Wir hatten zunächst ein wenig spekuliert, ob wir uns im Fluss abkühlen können, aber wirklich geeignete Badestellen gab es hier nicht. Also ging es in einen nahen Supermarkt zum Einkaufen, wir brauchten eine gewisse Grundausstattung für die kommenden Tage. Bei dieser Tour hatte ich eine faltbare Kühltasche dabei, also besorgten wir uns Frühstückskram, etwas zum Abendessen und Getränke. Auf dem Rückweg zog es sich am Himmel ziemlich zu und ich freute mich auf ein ordentliches Gewitter. Das gab es wohl auch, aber es zog im Kern leider weiter nördlich durch.
Diese typischen Motel-Zimmer sind immer gut ausgestattet: Es gibt immer einen Kühlschrank, Wasserkocher und bereitgestellte Heißgetränke samt Tassen, dazu auch immer eine Microwelle, sehr praktisch. Wir hatten einen entspannten Abend in unserem geräumigen Zimmer, während es draußen regnete.

Die Route vom heutigen Tag:
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04.08. (Sonntag)

Wir schliefen erst einmal schön aus, machten uns nach dem Frischmachen das Frühstück und packten dann zusammen. Vor der Tür war es nass und der Himmel bedeckt, warm war es aber trotzdem noch. An diesem Tag sollte es Richtung Hauptstadt Washington D.C. gehen. Problemlos verstauten wir unsere Sachen wieder in dem riesigen Auto und fuhren los. Es ging über den Fluss und schon waren wir auf der Delmarva-Halbinsel und im Staat Delaware. Dieser ist nicht wirklich groß und so kamen wir schon bald nach Maryland. Auf der westlichen Seite der Halbinsel liegt die Chesapeake Bay, die wir über Kent Island überquerten. Vorher machten wir auf der kleinen Insel noch einen Abstecher durch einen hübsch angelegten Retortenort namens Gibson's Grant.


In diesem Resort war man wohl eher "unter sich", trotzdem war die ganze Siedlung nett anzuschauen. Alles sehr sauber und aufgeräumt, Besucher kommen wohl eher seltener vorbei. Weiter ging es, es folgte die fast 7km lange Chesapeake Bay Bridge, die von Kent Island über den Rest der großen Bucht führt. Bald darauf kamen wir zur Hauptstadt von Maryland, Annapolis. Hier machten wir am alten Hafen mitten in der Stadt einen kurzen Stopp und schauten uns etwas um, wirklich sehr hübsch hier.


Dann ging es weiter Richtung Washington. Unser Hotel Pentagon lag in Arlington, also westlich des Potomac River und aus unserer Richtung hinter D.C. und somit schon in Virginia.
Wir machten schon auf dem Hinweg eine kleine Tour um die National Mall und parkten schließlich in der Nähe, um uns das noch einmal zu Fuß anzusehen. Da selbst im Stadtbereich viele Highways sind, verfuhren wir uns ein wenig und drehten ein paar Schleifen, bis wir zum Parkhaus kamen. Weil Levi auf den letzten Metern wieder etwas zu viel aufs Handy schaute, wurde ihm direkt vor dem Ziel schlecht und er musste sich gegenüber der Einfahrt des Parkhauses übergeben. Es sollte aber das einzige Mal auf dieser Reise bleiben!


Wir gingen als erstes direkt auf den kleinen Hügel, auf dem das mächtige Washington Monument steht. Das Teil ist schon ganz schön beeindruckend. Mit guten 169m Höhe war es auch kurze Zeit das höchste Bauwerk der Welt, wurde einige Jahre später dann vom Eiffelturm abgelöst. Es bildet (fast) den Schnittpunkt der Achsen vom Kapitol zum Lincoln Memorial und von hier rechtwinkelig zum Weißen Haus. Von hier gingen wir weiter Richtung Lincoln Denkmal bis zum National World War II Memorial.
Auch wenn es an diesem Tag recht bedeckt war, hatten wir danach aber auch genug und gingen zurück zum Wagen. Nun noch flott zum Hotel, reichte für heute.

Heute zurückgelegte Strecke:
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05.08. (Montag)

Nach dem Aufstehen und Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg zur National Mall, heute sollte es aber mit der Metro in die Stadt gehen. So fuhren wir zunächst mit dem Auto zur Haltestelle Potomac Yard und von da dann mit der Blue Line weiter. Unser erstes Ziel war das Kapitol, welches wir am Vortag nur vom Weiten sehen konnten.
Wir wollten uns das beeindruckende Gebäude natürlich von beiden Seiten ansehen, also erst einmal von der National Mall abgewandten Seite. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Library of Congress vorbei. Mit 164 Mio Medien ist es die zweitgrößte Bibliothek der Welt. Dann ging es auf das prachtvolle Gebäude zu. Nach einigen Fotos gingen wir um das Gebäude herum und kamen zu der Seite, die der Mall zugewandt ist und wo auch immer die Präsidentenvereidigungen statt finden.
Wir genossen den Ausblick mit einem Eis im Schatten auf den großen Stufen hinunter. Heute war die Hitze wieder zurück, bis zu 36°C hatten wir an diesem Tag.


Um nicht die ganze Zeit draußen zu schmelzen, wollten wir uns eins der berühmten Museen hier ansehen. Alle kostenlos, aber man muss sich einen Zeitslot buchen. Wir entschieden uns für das National Air and Space Museum, dieses ist dem Smithsonian Institution angegliedert und gehört somit zum weltgrößten Museumskomplex.


Leider war fast die Hälfte des Museums gerade im Umbau, interessant war es aber natürlich trotzdem. Da wir aber schon in New York ein themenähnliches Museum besucht haben, wäre vielleicht das Naturkundemuseum die bessere Wahl gewesen. Naja, wie auch immer. Nach dem Besuch ging es wieder raus in die Hitze und dann zurück zum Hotel. Dort angekommen erfrischten Levi und ich uns erst einmal ein wenig im Hotelpool ab, bevor wir den Rest des Abends entspannten. 


06.08. (Dienstag)

Abreisetag! Also wie immer erst frühstücken, dann zusammenpacken und los. Bis zu unserem ersten Stopp war es nicht weit, wir fuhren zum Nationalfriedhof Arlington.
Ein riesiges Areal mit zahlreichen Krieggräbern und symbolischen Gräbern von unbekannten Soldaten in Verbindung mit Denkmälern und dem Arlington Memorial Amphitheater. Da die Hitze schon wieder groß war und das Gelände nur teilweise beschattet ist, habe ich mir einen Schirm mitgenommen.


Das bekannteste Grab ist wohl das vom 1963 ermordeten John F. Kennedy, welches auch immer gut besucht ist. Nachdem wir einige Zeit auf dem großen Gelände umhergelaufen waren, gingen wir zurück zum Wagen und setzten unseren Weg fort. Nun ging es westwärts, unser Ziel war die kleine Stadt Front Royal und dort das Super 8 by Wyndham. Unterwegs bei einem Tankstopp zeigte unser Autothermometer wieder 95°F (=35°C) an. Zudem wunderte ich mich, dass wir jetzt schon tanken mussten. Die genauen Zahlen hatte ich jetzt nicht im Kopf, so ganz grob dürften wir aber erst gute 300 Meilen mehr auf der Uhr haben. Zur Sicherheit fotografierte ich aber mal Tachostand und die Zahlen der Tanksäule, das wollte ich mir später einmal etwas genauer ansehen. 
Rund 10km vor unserem Ziel machten wir einen kurzen Stopp an einem kleinen Parkplatz des Appalachian Trail, der hier vorbei führt. Ein paar hundert Meter dieses Weges gaben wir uns dann auch. Für uns überraschend war das hier wirklich ein sehr kleiner Trampelpfad, ohne das Schild mit dem Hinweis hätte man diesen Weg kaum wahrgenommen, kein Vergleich zu heimischen Wanderwegen wie z.B. zum Hermannsweg. Immerhin ist dieser ja doch recht bekannt und rund 3500km lang. 


In Front Royal angekommen bezogen wir unser Zimmer und fuhren später noch einkaufen, dort um die Ecke gab es auch einen prima Burgerladen, in dem wir dann unser Abendessen hatten. Der Ort selber ist das nördliche "Tor" zum Shenandoah-Nationalpark und hier entsteht durch den Zusammenfluss auch der durch John Denver's Song bekannt gewordenen Shenandoah River.
Später im Zimmer rechnete ich dann noch mit Tachoständen und Fotos der Zapfsäule den Verbrauch des Autos aus. Meine Vermutung hatte mich nicht getäuscht, der große Dodge löffelte sich satte 12l auf 100km rein! Und hier fährt man ja durchweg sehr gemäßigt, was das Tempo angeht. Der Mittelklasse Hyndai, den wir in Kanada hatten, kam auf einen (selber ausgerechneten) Schnitt von 4,2l/100km! Ob das womöglich (auch) ein Grund war, warum der Herr aus Kroatien kein amerikanisches Auto haben wollte?

Die Route des Tages:
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07.08. (Mittwoch)

Den heutigen Tag ging es primär durch den schon erwähnten Shenandoah-Nationalpark, einem Teil der Blue Ridge Mountains. Hier gibt es in Nord-Süd-Richtung den Skyline Drive, der auf einer Länge von 169km immer nahe der Kammlage des Bergrückens entlang führt.  


Entsprechend hatten wir fast durchgängig tolle Aussichten. Unterwegs machten wir auch einige Stopps und gingen kleine Rundwanderwege ab.
Einmal erinnerte ich mich an den Verbrauch des Wagens und nutzte die Chance, mal einen Blick unter die Motorhaube zu werfen. Als der Deckel auf stand, war ein fettes 3.6l V6 zu lesen. OK, das erklärte den großen Durst ein wenig. Der Motor leistete damit bis zu 287PS, wovon man leider nicht so wahnsinnig viel merkte. 


Unser Tagesziel lag dann in Staunton, einer Stadt etwas westliche des südlichen Ausgangs vom Skyline Drive. Unsere Unterkunft hatten wir im Howard Johnson by Wyndham. Dieses Hotel hatte einen Pool, die Chance haben Levi und ich natürlich auch direkt genutzt, auch wenn wir durch die Berge an diesem Tag weniger mit der Hitze wie zuletzt zu kämpfen hatten.

Die Strecke am heutigen Tag:
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08.08. (Donnerstag)

An diesem Tag ging es zunächst westlich des Haupt-Bergrückens weiter gen Süden. Unser erstes Ziel war der Natural Bridge State Park. Hier hatten wir den südlichen "Wendepunkt" unserer Reise erreicht, nach dem Besuch ging es wieder Richtung Norden, aber auch noch etwas weiter nach Westen.


In Goshen hielten wir an einer alten Brücke kurz an, bei dem Stopp konnte ich dann das Horn einer Lok hören. Wir schauten natürlich direkt auf die Karte und erkannten eine Bahnlinie, die aus Westen kommend dem Mill Creek folgt und hier unweit unserer Brücke sowohl nach Norden als auch Süden abzweigt.
Schnell startete ich den Motor und fuhr flott zu diesem Abzweig, an dem es auch einige weitere Gleise gab. Und wir hatten Glück, kaum angkommen kam langsam ein Zug an den Abschnitt mit den Ausweichgleisen und wartete. Ein grünes Signal in Fahrtrichtung dieses Zuges deutete an, dass der auf einen Gegenzug warten muss. Da hatte ich aber mal richtig Glück, kurz darauf fuhr auch schon ein schöner Güterzug der CSX aus der anderen Richtung vorbei.



Nachdem der eine Zug durch war, konnte der andere (von der kleinen Gesellschaft Buckingham Branch) dann los fahren.



Nun war meine Zugbegeisterung für diesen Tag vollends befriedigt, auf sowas hatte ich schon gewartet. Wir fuhren weiter und kamen bald schon zur Staatsgrenze zwischen Virginia und West Virgina. Kurz darauf fuhren wir östlich am Seneca State Forest vorbei und waren bald im kleinen Ort Green Bank. Hier machten wir einen Stopp in der Nähe des Green Bank Observatory, des weltgrößten vollbeweglichen Radioteleskops
Diese Art von Teleskopen sind sehr empfindlich was Radiowellen angeht, daher ist in einem riesigen Gebiet um diese (und noch einer weiteren) Anlage die National Radio Quiet Zone. Auf einer Fläche etwa so große wie NRW gibt es hier nur sehr eingeschränkten Handyempfang und auch sonstige Funksignale sind stark eingeschränkt. Konkret ist man hier mit dem Smartphone in einem Radius von 20 Meilen (also gut 32km) um das große Teleskop komplett offline.
Von hier ging es dann noch gut 160km weiter Richtung Norden, bis wir in dem kleinen Städtchen Oakland ankamen, unser Quartier war hier das Oak Mar Motel, nun waren wir wieder in Maryland.

Die Route des heutigen Tages:
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09.08. (Freitag)

Nach dem Frühstück packten wir zusammen und fuhren wieder los. Kurz vor der Grenze nach Pennsylvania kamen wir am New Germany State Park vorbei, da machten wir dann einen kleinen Schlenker in die Nebenstraße. Dort war im Wald eine kleine Siedlung aus dem Jahre Sechzehnhundertirgendwas nachgebaut. Für uns jetzt nur bedingt spannend, zudem war es auch regnerisch, daher fuhren wir bald weiter.
In Pennsylvania angekommen sahen wir schon bald die ersten Kutschen der Amische, die hier recht verbreitet sind. Auch außerhalb der Kutschen sind diese Menschen wegen ihrer doch recht altmodischen Mode, sowohl Kleidung als auch Frisuren, leicht zu erkennen.
Auch typisch für diese Region sind die gedeckten Brücken, wir kamen als erstes über die Glessner Bridge


Kurz darauf kamen wir zu unserem ersten Ziel, dem Flight 93 National Memorial. Es erinnert an den United-Flug 93, welcher als vierte Maschine am 11. September 2001 entführt wurde und als einzige das wohl anvisierte Ziel nicht erreichte. 


Nach dem Besuch der Gedenkstätte führte uns der Weg an dem Johnstown Flood National Memorial vorbei, hier wird der Flutkatastrophe von 1889 gedacht. Damals starben nach einem Zusammenbruch der South-Fork-Talsperre rund 2200 Menschen, als durch einen Bruch im Damm rund 20 Mio m­³ Wasser etwa 23km durch das Tal rasten und den Ort Johnstown verwüsteten. 


Nach dem kurzen Stopp dort ging es weiter zu unserem Tagesziel Punxsutawney, bei uns hauptsächlich durch den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" (im Original Groundhog Day) bekannt. Unser Quartier hatten wir im Cobblestone Hotel & Suites (heute The Inn at Punxsutawney). Nachdem wir dort unser Zimmer bezogen hatten, fuhren wir gleich wieder los, das schöne Wetter wollten wir noch ausnutzen. Zuerst ging es natürlich zum Gobbler's Knob, dort wird jedes Jahr am Murmeltiertag (02. Februar) das Waldmurmeltier Phil aus seinem fiktiven Bau geholt, um nach seinem Schatten zu schauen (oder auch nicht).
Dieser Platz des jährliches Festes liegt übrigens außerhalb der Stadt in einem Wald, der Film wurde nämlich gar nicht hier gedreht, sondern in WoodstockIllinois. Dort gibt es übrigens seit dem Dreh und Erfolg des Filmes auch einen Groundhog Day. Danach ging es in die City zum Einkaufen und etwas Bummeln, die ganze Stadt ist nämlich voll mit Phil-Figuren.


Nach dem Besuch fuhren wir zurück zum Hotel und verbrachten einen ruhigen Restabend.

Die heute gefahrene Strecke:
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10.08. (Samstag)

An diesem Tag sollte es für uns eigentlich den ganzen Tag nordwärts gehen. Bald erreichten wir den Allegheny National Forest, dort gab es auch den ersten Stopp.


Von hier war es nicht weit bis zum Kinzua Bridge State Park, dort war unser nächster Stopp. Kern dieses Parks ist die gleichnamige Brücke, die durch einen Tornado teilwesie zerstört wurde.


Von hier ging es dann weiter zu unserem Tagesziel Buffalo, unser Quartier hatten wir im Lenox Hotel and Suites etwas nördlich der City. Auf dem Weg zur Stadt wechselten wir dann wieder einmal den Staat, nun waren wir (wieder) in New York angekommen. Nach dem Einchecken machten wir uns direkt wieder auf den Weg zum eigentlichen Grund unseres Besuchs hier nahe der kanadischen Grenze: Die Niagarafälle.


Recht genau 2 Jahre zuvor stand ich mit Genia auf der anderen, der kanadischen Seite und schaute mir dieses imposante Schauspiel an. Nun also das ganze einmal auf der östlichen Seite. Nun hatten wir das Spektakel zudem auch einmal mit Abenddämmerung samt Beleuchtung.
Auf dem Weg zurück zum Quartier haben wir dann noch einmal unsere Essensvoräte aufgefrischt und gegessen. Danach ging es zurück zum Hotel und bald schon ins Bettchen.

Die Route vom heutigen Tag:
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11.08. (Sonntag)

Am Morgen wollten wir uns dann auch noch ein wenig in der Stadt umschauen, also ging es nach dem Auschecken noch für einige Fotos in die City. Danach führte uns der Weg Richtung Osten, unser erstes Ziel unterwegs war der Letchworth State Park. Während der Fahrt kamen wir in Silver Springs über eine (zweigleisige) Bahnstrecke, dort wollte ich nur kurz mal das alte Bahnhofsgebäude anschauen, als die Signalanlage anfing, vor einem nahenden Zug zu warnen. Was ein Timing!  



Dann ging es weiter zum State Park, eine tolle Schlucht mit diversen Wasserfällen in einer schönen Waldlandschaft, wirklich lohnenswert. 





Nach den (mehrfachen) Stopps dort ging es Richtung Tagesziel Watkins Glen. An sich nur ein sehr kleines Örtchen, aber (etwas "reifere") Motorsportfans verbinden mit diesem Namen natürlich direkt die dortige Rennstrecke, auf der von 1961-1980 auch immer die Formel 1 zu Gast war.


Der Grund unseres Besuchs war hingegen der Gorge Trail im Watkins Glen State Park. Von den unteren Parkplätzen fahren regelmäßig Shuttlebusse den Berg hinauf zum oberen Eingang. 


Somit geht es passenderweise im Prinzip immer bergab, dem Lauf des kleinen Flüsschens folgend. Eine sehr schöne kleine Wanderung, die Schlucht ist durchaus sehenswert.
Danach fuhren wir dann zu unserem Quartier, dem Anchor Inn & Marina, direkt am Seneca Lake gelegen. Hier hatten wir direkt eine große Terrasse am Zimmer mit Sitzgelegenheit, so genossen wir den Rest des Abends mit schönem Blick über den See.



Die gefahrene Strecke des Tages:
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12.08. (Montag)

Weiter ging es für uns Richtung "nördlichen Wendepunkt" der Reise. Ziel war der Wintersportort Lake Placid im hohen Norden des Staates New York, nicht weit von der kanadischen Grenze entfernt.
Auf dem Weg stoppten wir hin und wieder und genossen die wunderschöne, waldreiche Natur in oft menschenleeren Gegenden.


Im Zielort angekommen bezogen wir zunächst unser Quartier im Carriage House Motor Inn, etwas südlich des Ortszentrums. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es in die Stadt. In Lake Placid fanden schon 2x olympische Winterspiele statt, 1932 und 1980. Aus heutiger Sicht ist es kaum noch vorstellbar, so ein großes Sportereignis an so einen kleinen Ort zu vergeben. Nach 1994 (im norwegischen Lillehammer) war es damit auch endgültig vorbei. Wir schlenderten durch das Städtchen und fanden eine passenden Lokalität für unser Abendessen. Danach ging es zurück zum Hotel, Levi nutzte die Gelegenheit, den Indoor-Pool zu benutzen und wir entspannten den Rest des Tages.

Die Route vom heutigen Tag:
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13.08. (Dienstag)

Nachdem wir gepackt hatten, ging es wieder los, zunächst wollten wir uns noch etwas auf Spurensuche der letzten Winterspiele begeben und besuchten zunächst das olympische Feuer. Die "Feuerschale" liegt auf einem hohen Ständerwerk in unmittelbarer Nähe des Flugplatzes, neben einem Park- und Sportplatz, ein aktuell eher trostloses Szenario. Weiter ging es zur Skisprunganlage. Nachdem dort bis 1990 recht regelmäßig große Weltcup-Veranstaltungen stattfanden, wurde es danach an der Anlage ruhiger. Es gab noch einige Umbauten für eher regionale Wettbewerbe, aber seit Februar 2023 ist der Weltcup zurück. Bei unserem Besuch fanden zudem gerade (anscheinend Jugend-)Wettkämpfe auf einer kleinen und der Normalschanze statt.


Dann fuhren wir weiter, es ging ostwärts Richtung Vermont, die Grenze verläuft hier längs durch den immerhin rund 180km langen Lake Champlain, wir kamen dort in Chimney Point im nächsten US-Bundesstaat an. Unser Ziel war der Ort Killington, der an den östlichen Hängen der rund 400km langen und bis 58km breiten Green Mountains liegt. Im Gegensatz zu unseren heimischen Mittelgebirgen gibt es hier überwiegend Laubwälder, darunter viel Ahorn. Eben deshalb ist dieses Gebiet auch für seinen farbenfrohen Indian Summer berühmt.


Unser Quartier hatten wir in der North Star Lodge & Resort, eine mit viel massiven Hölzern gebaute Unterkunft, wie man sie sich in den verschneiten amerikanischen Bergen vorstellt. Obwohl diese hier nicht wirklich sehr hoch sind (höchste Erhebung: Mount Mansfield mit 1339m) gibt es wegen der Lage und Klimabedinungen viel Schnee, im Schnitt liegen hier im Winter so um die 2m. Daher ist Skisport hier ein großes Thema.


Wir richteten es uns genmütlich ein und verbrachten einen weiteren, entspannten Abend.

Heute zurückgelegte Strecke:
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14.08. (Mittwoch)

An diesem Tag fuhren wir zunächst bis fast zur Staatsgrenze nach Massachusetts die Vermont Route 100, einer sog. Scenic Road und einer der populärstern Landschaftsstraßen der östlichen USA


Wir durchquerten den Staat recht flott und kamen bald wieder nach Connecticut und machten dort in Hartfort eine kleine Zwischenstation. Hier sind wir am Anfang der Reise auf dem Weg von Boston nach NYC schon mit dem Bus durchgefahren.


Ziel unserer Tagestour war allerdings New Haven am Long Island Sound. Unsere Unterkunft war ein privates Apartment mit Garten. Nach dem Bezug ging es direkt noch einmal los in die City, hier gibt es zahlreiche schöne Gebäude zu entdecken, einige davon gehören zur renomierten Universität Yale


Insgesamt haben 10 Orte in New Haven den Status einer National Historic Landmark. 63 Bauwerke und Stätten der Stadt sind im National Register of Historic Places eingetragen. Das kann sich wirklich sehen lassen!


Nach der kleinen Besichtigungsrunde kauften wir noch ein und fuhren zurück zum Quartier. Hier kochten wir uns selber etwas und aßen dann schön im Garten und ließen den Abend ausklingen.

Die Route des Tages:
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15.08. (Donnerstag)

Der Morgen begann zunächst mit einem ordentlichen Schrecken. Levi ließ sich nur sehr schwer wecken und nachdem er endlich aufgestanden war, sackte er auf dem Weg ins Bad plätzlich in sich zusammen und war kurz weggetreten. Zum Glück stand ich daneben und konnte somit zumindest verhindern, dass er irgendwo mit dem Kopf gegen schlägt. Er war recht schnell wieder bei sich und nachdem es erst einmal eine ordentliche Rutsche Energie in Form von Zucker-Limo gegeben hatte, war er bald wieder auf den Beinen. Er fühlte sich dann auch schnell wieder gut, also beließen wir es erst einmal dabei und fuhren nicht zu einem Arzt. Es sollten auch keine weiteren Probleme auftreten.
Dann packten wir zusammen und machten uns auf den Weg zu unserem letzten Ziel der Reise, es sollte nach Cape Cod gehen. Auf der Fahrt kamen wir dann noch durch Rhode Island, dem flächenmäßig kleinsten US-Staat. Einen kurzen Stopp legten wir unterwegs an der Cape Cod Canal Railroad Bridge ein.
Unser Quartier war das Americas Best Value Inn & Suites Hyannis Cape Cod. Nach dem Einchecken ging es für uns dann direkt zum Strand, obwohl das Wetter nun nicht so wirklich einladend war.


Fast in Sichtweite vom Strand liegt die Insel Martha's Vineyard, ein beliebtes Ziel im Sommer und eigentlich hatte ich mit einem Besuch dort spekuliert. Die Insel diente vor rund 50 Jahren als Drehort und fiktive Insel Amity im Blockbuster Jaws (bei uns: Der Weiße Hai). Aber Unterkünfte sind dort zur Hauptsaison kaum bezahlbar, zudem muss man natürlich auch noch mit der Fähre rüber, die auch nicht gerade günstig ist. So blieben nur Fotos von Warnschildern vor eben den Weißen Haien, die hier regelmäßig zu finden sind. 


Nach dem Strandbesuch (ohne Hai-Unfall) ging es zurück zum Quartier und wir ließen den Abend wie üblich gemütlich ausklingen.

Strecke am heutigen Tag:
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16.08. (Freitag)

Und schon war unser Abreisetag gekommen. Der Flug ging aber erst abends, so hatten wir noch den ganzen Tag Zeit für Unternehmungen. Hier stand natürlich ein Ausflug auf das "lange Horn" der Halbinsel an. Cape Cod ist in der Tat ziemlich schön.


Nach dem Besuch mit einigen Stopps ging es dann langsam zurück Richtung Boston bzw. dessen Flughafen. Hier lief alles planmäßig, wir gaben den Mietwagen ab, dann das Einchecken und Gepäck abgeben, Sicherheitscheck und schließlich ging es los.

Die Route des heutigen Tages:
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Video vom Start in Boston auf der ersten Etappe nach Island.



Nach rund 5,5h Flug landeten wir dann gegen 04:45 Uhr Ortszeit in der Morgendämmerung am Airport Keflavík.



Dort hatten wir dann 1h20min Aufenthalt, bis es weiter ging nach Düsseldorf, wo wir schließlich gegen halb 12 Uhr mittags landeten. Nachdem wir unser Gepäck hatten, ging es zum Flughafen-Bahnhof und in den nächsten Zug heimwärts. Ohne Umsteigen gibt es ja meistens auch nicht viele Probleme mit der Bahn. So war es auch dieses Mal. Erschöpft kamen wir dann im Laufe des nachmittags an. Zum Glück hatten wir noch einen weiteren freien Tag...

Hier nun noch eine Gesamtkarte der Reise mit den einzelnen Etappen und Unterkünften, sowie einige Sehenswürdigkeiten bzw. besuchten Ziele.




Was bleibt?

Das war ein weiterer, toller Besuch in den USA. Wir lieben das Land einfach! 
Während der Reise wurden aber auch so manche Dinge klar, von denen man vorher nur gehört oder gelesen hat. Z.B., wieso die Bewohner*innen von NYC die Stadt im Hochsommer möglichst verlassen, wenn sie denn können. Eben dort und auch in Washington war es nahezu unerträglich heiß und zudem sehr schwül, richtig ekeliges Schwitzwetter. Ich werde sicher irgendwann wieder in den Big Apple reisen, aber sicher nie wieder im Hochsommer! 
Nach den großen Städten wurde es deutlich angenehmer und wir konnten unsere Ziele weniger schweißtreibend genießen. Auch wenn der Osten der USA weniger spektakuläre Naturattraktionen bietet als der Westen, gibt es hier ebenfalls viele tolle Ziele und reizvolle Landschaften. So war es eine rundum schöne Reise.