Dienstag, 14. Juli 2026

Andalusien - 10/2024

Zum dritten Mal ging es in den Herbstferien 2024 zusammen in den Familienurlaub. Nach 2 Jahren in Griechenland (Rhodos und Chalkidiki) sollte es nun in den Süden Spaniens gehen. Wir entscheiden uns für das Hotel Bahia Tropical (wie immer samt Halbpension) am östlichen Rand von Almuñécar in Andalusien. Das liegt rund 70km östlich von Málaga, zum dortigen Airport ging auch unser Flug. Wie immer wollten wir ein Hotel haben, welches nah am Meer liegt und zudem auch Möglichkeiten zum Schnorcheln bietet. Dazu sind Felsen immer hilfreich, ein langer Sandstrand ohne Versteckmöglichkeiten für Fische etc. eher weniger. Genau das war vor der gewählten Unterkunft der Fall. Ein Strand, gesäumt von Felsen an den Seiten.


12.10. (Samstag)

Der Flieger sollte um 17:30 Uhr los gehen, die Landung in Spanien dann um 20:30 Uhr sein. Start der Reise war wieder der Flughafen Dortmund und schon fast "traditionell" trafen wir uns gegen 14:00 Uhr an Mahmud's Diner im Südwesten von Unna und gingen zusammen essen.
Dann ging es zusammen zum Flughafen und ab in den Flieger, der mit etwa 45min Verspätung startete. Nicht super, aber auch nicht tragisch. Nach der Landung fehlte dann aber leider der Koffer von Feline, das war dann weniger toll. An der Meldestelle standen noch diverse andere Menschen, die etwas vermissten, so zog sich die Sache etwas.
Also holte ich zusammen mit Martin schon einmal unsere Mietwagen ab, so dass wir nach der Koffersache schnell startklar sind. Vom Flughafen sind es dann noch einmal gut 1h Fahrt bis zum Hotel und durch die Verzögerung kamen wir dort erst nach Mitternacht an. Wir hatten geräumige Zimmer direkt nebeneinander mit großen Balkonen samt schöner Aussicht mit seitlichem Blick aufs Meer. Nun ging es aber flott ins Bett.


13.10. (Sonntag)

Durch die westliche Lage und gemeinsame Zeitzone wurde es erst so gegen 08:00 Uhr hell, so konnten wir alle zumindest "ungestört" etwas ausschlafen. Danach ging es erst einmal runter zum Frühstück. Unser Hotel war recht groß, so dass wir unten einen entsprechend weitläufigen Restaurantbereich vorfanden. 


Nach dem guten Frühstück schauten wir uns etwas in der Hotelanlage um und gingen danach das erste Mal kurz an den Strand. Da Feline ja ohne Koffer ankam haben wir beim Frühstück schon geschaut, wie es mit Geschäften in der Umgebung aussieht. An einem Sonntag ist es abseits der üblichen Souvenir- und "Touristenbedarf" nicht ganz so leicht, aber im Zentrum von Almuñécar gibt es einen (chinesischen) Laden, nennt sich Zhou Center. Eher im Bereich Ramsch (heute heißt es ja eher "Fast Fashion") angesiedelt, aber dort sollte eine Grundausstattung zu bekommen sein.
Da ich mich im Ort eh einmal umsehen wollte, fuhr ich mit Olga und ihrer Tochter ins Zentrum. Der Laden bot dann in der Tat alles Wesentliche. Als wir zurück waren, ging es wieder an den Strand, nun aber in Badesachen.
Was uns direkt auffiel: Das Wasser schien hier kälter zu sein als in Griechenland. Die Jahreszeit war ähnlich und Andalusien ist jetzt auch nicht unbedingt kühler oder nördlicher als unsere letzten Ziele in der Ägäis. Es muss daher wohl an der Nähe zur Straße von Gibraltar liegen, durch die Wasser aus dem (deutlich) kühleren Atlantik ins Alborán-Meer (westlichstes Teil des Mittelmeers) strömt. Nun, kühler heißt ja nicht kalt, also rein ins Wasser. Martin hatte wieder einen guten Riecher und hat schnell einen Kraken entdeckt.



Im Laufe des Tages klarte es auch zunehmend auf, der bedeckte Himmel vom Vormittag verzog sich. Danach entspannten wir etwas auf unseren großen Balkonen und später gab es ein gutes Abendbuffet im Hotelrestaurant.


14.10. (Montag)

An diesem Morgen war es zunächst wieder bedeckt, so gingen wir alle nach dem Frühstück noch ohne Badesachen erst einmal an den Hauptstrand hier im östlichen Teil des Ortes. Zwischen unserem und diesem Strand ist ein Felsabschnitt, auf dem sich der Torreón de Taramay befindet.
Ich hatte keine wirkliche Lust am Herumschlendern in der Sonne und wollte stattdessen etwas mit dem Mietwagen ins Hinterland fahren. Ich hatte schon länger mal eine Motorradtour am Ende des Winters in Südspanien im Hinterkopf, schließlich geht es direkt von der Küste aus ins Gebirge bis hinauf zu den hohen Gipfeln der Sierra Nevada. Die Berge hier reichen bis 3479m über dem Meer und damit ist die Sierra das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel und übersteigt auch die Pyrenäen weiter im Norden. Entsprechend wurde es sehr schnell kurvig auf dem Weg ins Hinterland. In der Tat, hier wäre das Motorrad das bessere bzw. spaßigere Fortbewegungsmittel.


An einem kleinen Felsdurchbruch stoppte ich und schaute mir die Gegend auch noch aus der Luft an. Neben diversen Fotos kam dabei auch ein kleines Filmchen heraus.



Während ich unterwegs war, gingen die anderen dann doch noch ins Meer, es war etwas windig und so gab es durchaus auch ein paar Wellen, in denen die Kinder ihren Spaß hatten.
Später ließen wir den Tag wieder ruhig ausklingen und nach dem Abendessen gab es schließlich, schon bei Dunkelheit, ein Gewitter in den Bergen mit heftigem Regenschauer. Hier konnten wir gut sehen, dass die Straßen durch den Ort, die Richtung Berge gehen, auch als Wasserwege gedacht sind. Sowas wie kleine Sturzfluten strömten Richtung Strand. Zum Glück hatten wir ein Dach über unseren Balkonen, so konnten wir uns das Schauspiel gut ansehen.


15.10. (Dienstag)

Am Morgen war das Wetter wieder gut, wir gingen wie gehabt zunächst zum Frühstück. Wie an allen Tagen wurden wir im Hotel bestens versorgt. Danach ging es direkt einmal kurz zum Hausstrand, um uns die Auswirkungen des Starkregens am Abend anzusehen. Das ganze Wasser hatte so einiges an Mitbringseln zum Strand gebracht, neben diversem Müll auch eine große Matratze. Zudem hatte die kleine Flut ziemliche Furchen durch Bereiche des Strandes gezogen.


Da heute auch der Wind ziemlich verschwunden war, wollte ich mir die nähere Umgebung auch einmal aus der Luft ansehen.


So habe ich unsere Küstenlinie auch einmal etwas abgefilmt.



Und hier ist noch unser Hotel etwas genauer zu sehen.



Im Laufe des Tages gab es dann auch eine Rückmeldung in Sachen vermisster Koffer, der kurz darauf auch zum Hotel geliefert wurde. Danach ging es dann wieder mit Badeklamotten an den Strand und ab ins Meer. Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit Kartenspiel und ein paar Bierchen vor und nach dem leckeren Abendessen.


16.10. (Mittwoch)

Wie üblich startete der Tag mit einem guten Frühstück im Hotel-Restaurant. An diesem Tag hatten wir einen Ausflug nach Nerja geplant. Dazu passte der bewölkte Himmel auch ganz gut. Levi hatte im Vorfeld der Reise eben dort die Cueva de Nerja entdeckt, die wir uns als erstes ansehen wollten. Dieses wirklich große Höhlensystem ist auch historisch recht bedeutend, dabei wurde es erst 1959 zufällig entdeckt.


Die Höhle ist wirklich sehr beeindruckend und ein Besuch lohnt sich definitiv!
Danach fuhren wir in die Stadt und schlenderten dort etwas in den Gassen. Markanter Punkt Richtung Küstenlinie ist der Balcón de Europa, ein schöner Aussichtpunkt an der Promenade rund 20m oberhalb des Meeres.


Das Städtchen ist ganz hübsch, entsprechend auch gut besucht. Nach der Rückkehr zum Hotel nutzten wir das nun wieder sonnige Wetter und gingen erneut zum Strand. Am Abend gab es einen schönen Vollmond zu bewundern.



17.10. (Donnerstag)

Heute war Strandtag! Daher habe ich auch nicht wirklich Fotos gemacht. Das kam erst am Abend.
Als wir zurück kamen, schauten wir uns von unserem Balkon etwas das Treiben auf der nahen BMX-Bahn an, die wir gut einsehen konnten.



Danach ließ ich die Drohne wieder fliegen, ich wollte noch etwas am Strand entlang filmen und auch unser Hotel noch einfangen.



Dann wurde etwas entspannt und später ging es zum Abendessen. Danach ging ich noch einmal raus Richtung unseres "Hausturms". Wieder schien der Mond hell, mit einigen kleinen Wölkchen für die Fotos. Zudem konnte ich nun auch endlich den Kometen Tsuchinshan-ATLAS sehen, der offiziell den Namen C/2023 A3 trägt.



18.10. (Freitag)

Nach dem üblichen Frühstück wollten wir uns zunächst noch einen anderen alten Turm ansehen, der etwas östlich vom Hotel steht, der Torre del Diablo. Neben der Aussicht von dort oben wollte ich auch noch die Drohne etwas fliegen lassen. Genia und Olga fuhren mit mir dorthin, die beiden wollten dann eine kleine Wanderung zurück zum Hotel machen.


Von der Umgebung des "Teufelsturm" habe ich auch noch ein kleines Filmchen gemacht.



Als alle wieder zurück am Hotel waren, packten wir unsere Sachen und fuhren zum Playa Marina Del Este, einem Strand etwas weiter westlich von unserem Ort.


Hier durfte auch die Drohne wieder in die Luft.




19.10. (Samstag)

Und schon war unser Abreisetag gekommen. Da unser Flug erst gegen 17:30 Uhr starten sollte, hatten wir vorher noch etwas Zeit, um einen Abstecher nach Málaga zu machen. Genia und ich waren hier ja schon im Februar 2017 zu einem Städtetrip, aber die anderen kannten die durchaus sehenswerte Stadt noch nicht. Wir schlenderten hauptsächlich im Bereich des Hafen etwas herum und dann ging es auch bald zurück zum Airport. Der Rest der Heimreise verlief ohne Probleme, nun kam auch jeder Koffer auf Anhieb in Dortmund an. Abschließend kam dann ein weiteres Fähnchen in die Reisekarte.
 

Hier noch eine Übersichtskarte der bereisten Orte:



Was bleibt?

An sich hat es uns in Andalusien und auch im Hotel sehr gut gefallen. Was wirklich nicht ganz so schön war, ist die im Vergleich zu Griechenland doch spürbar niedrigere Wassertemperatur. Das hatten wir so nicht auf dem Zettel. Gerade, wenn man gerne stundenlang mit Taucherbrille und Schnorchel auf dem Kopf im Wasser herum dümpelt, wird es einem doch bald etwas frisch.
Obwohl ich persönlich auch kein unbedingter Freund der doch oft recht großen Hotels in Spanien bin, konnten wir an unserer Unterkunft nichts aussetzen. Es war aber auch offensichtlich nicht wirklich voll, daher alles fein. Leider versäumten wir im Vorfeld, uns Karten für den Besuch der berühmten Alhambra in Granada zu sichern. Wir wollten uns einen Tag vor Ort aussuchen, das hätten wir aber rund 2 Wochen vorher tun sollen. Wirklich schade und natürlich etwas dumm unsererseits. Ein Blick vorher auf die Reservierungen hätte schnell gezeigt, wie schnell die Zeiten ausgebucht sind. Vielleicht führt es uns irgendwann wieder in den Süden Spaniens, dann aber wohl etwas weiter östlich.