Freitag, 3. Dezember 2010

Moppednavi - Reloaded

Endlich habe ich das TomTom Go520T am Mopped. :-)
Hat dann ja doch alles etwas länger gedauert, als ursprünglich mal angedacht. Ich nutze ja nun schon seit eingen Jahren mein kleines TomTom One (V2) für meine Motorrad-Touren. Das kleine Teil konnte alles, was ich so benötigte (ansonsten habe ich es ihm noch "beigebracht") und hat mir lange Zeit wirklich treue Dienste geleistet. Gleich bei einer der ersten Testfahrten fuhr ich bei meinem alten Freund Tommy vorbei. Ich hatte das TomTom dabei mehr oder minder lose in der Kartentasche meines Tankrucksack. Somit war der Blick auf das Display natürlich alles anderes als ideal.
Tommy sah das und bot sofort an, eine Befestigungsschale für diese Kartentasche zu basteln, in der das gute Stück dann während der Fahrt liegen kann und nicht immer durch die Gegend purzelt. Er nahm Maß und einige Tage später bekam ich eine liebevoll gearbeitete PVC-Platte, die seitdem das kleine Navi bei unzähligen Touren wunderbar aufnahm.
Ich bastete mir eine Stromversorgung in das Kartenfach um auch das letzte verbliebende Problem (Akkulaufzeit) zu lösen.

Irgendwann vor rund 2 Jahren (?) schoß ich das TomTom Go520T günstig und das sollte natürlich auch irgendwann mal mit auf Motorradtour. Allerdings ist das Go größer und passt daher nicht in die kleine Schale vom One. Irgendwann sollte es ein neues Modell geben und dabei blieb es.... bis neulich.

Ausschlaggebend war dann der Wunsch, die Navi-Ansagen auch mal im Helm zu hören.
Das kleine One hat zwar Bluetooth an Bord, allerdings nur für eine Verbindung zum Handy um Datendienste (Staumeldungen, Wetter, usw.) abzurufen. Ein BT-Headset lässt sich nicht verbinden. Selbst eine gute alte Kabelverbindung ist (ohne Umbau am Gerät) nicht möglich, da das One nur einen internen Lautsprecher hat, aber keinen Line-Out. Naja, ist halt das Einsteigergerät. ;-)

Ich hörte mich also etwas um, sprach mit einige Leuten, sah mir Modelle an und kauften mit dann passende Helmkopfhörer und ein Bluetooth-Headset dazu. Beides natürlich einzeln, da Ohrhörer mit integriertem BT zu klobig für den Helm sind.
Also gab es extra flache Helmkopfhörer und als BT-Empfänger ein Jabra BT3030 dazu. Beide Einzelteile gab es am günstigesten über eBay direkt aus China. Das dauert zwar gerne mal 3-4 Wochen, aber man spärt ganz gehörig dabei!
Da die Polsterung meines Marushin RS1 herausnehmbar ist, konnte ich den Kram mehr oder minder gut verstecken. Auf den Rückseiten der einzelnen Lautsprecher befindet sich doppelseitiges Klebeband, so dass diese auch anfangs recht gut an den passenden Stellen zu fixieren waren.
Als letztes musste ich nur noch den integrierten Lautstärkeregler in der Zuleitung herausnehmen, da der zum einen recht klobig und kaum im Helm zu verstecken und zum anderen auch einfach unnötig war. So wurde das recht lange Anschlusskabel auch gleich auf eine passenden Länge gestutzt. Die ausreichenden Löt-Erfahrung hatte ich ja während meines Studium-Nebenjobs gesammelt. ;-)



Der "Trockentest" und auch eine erste Probefahrt einige Tage später verlief soweit erfolgreich. Das Aufsetzen des Helmes verlangt zwar nun etwas Übung, da die Freiräume für die Ohrmuscheln jetzt nicht mehr so groß sind. Wenn der Helm aber erst einmal richtig sitzt ist soweit alles OK: Es ist bequem und drückt nicht.
Da ich nach wie vor keine Schale für das Go hatte, musste zunächst mal mein Handy testweise den Naviteil übernehmen. Die Ansagen waren klar und deutlich zu hören, also alles soweit wunderbar. Allerdings reiben/ziehen die Ohren doch beim Auf- und Absetzen des Helmes immer etwas an den Lautsprechern, dass sie mit der Zeit doch nicht mehr ganz so genau dort verbleiben, wo sie sitzen sollen. Das bleibt zwar alles im Rahmen, aber etwas Optimierung sollte doch noch nötig sein. Ich wollte einen dünnen Stoff über die Lautsprecher ziehen und diesen auch hinter die Polster führen und befestigen. Den musste ich mir natürlich erst einmal besorgen.
Somit stand in der Zwischenzeit die Navischale für mein Go an. Die benötigte PVC-Platte hatte ich schon seit Ewigkeiten im Keller liegen, ansonsten brauchte ich eigentich nur noch ein scharfes Messer (Cutter) und eine Heißklebepistole. Ich nahm mir die Vorlage (das alte Modell vom One, was sich so wunderbar bewährt hatte), nahm Maß und legte also los.
Die ganze Sache hat nicht mal eine Stunde gedauert und die neue Schale war fertig, passgenau für das Go und mein SmartPhone.



Kaum war der Kram fertig war das Wetter nicht mehr wirklich zum Touren geeignet, aber nun gut.
Als letztes kam dann noch die fehlende Bespannung. Als es mal wieder zum örtlichen IKEA ging fand ich einen ziemlich dünnen, durchsichtigen Stoff und ließ mir etwa einen 30cm breiten Streifen von der Rolle schneiden (rund 0,80€). Am Helm löste ich das Polster und legte diesen Streifen von einer Seite zur anderen, schnitt grob ab, befestigte den Stoff wie gewünscht und befestigte ihn durch die Druckknöpfe des Helmpolsters. Danach noch überall sauber auf Maß abschneiden und schon war auch der letzte Arbeitsschritt erledigt.
Nach wie vor ist es etwas fummelig beim Anziehen, aber zumindest sitzen die kleinen Lautsprecher nun etwas geschützter im Helm. Ein Kollege hat sich inwischen ein ähnliches Headset bestellt, welches er an der Seite des Kinnriehmens befestigt. Das könnte ich mit meinem Headset auch machen, vielleicht verlege ich die Konstuktion noch entsprechend. Muss ich mir mal die Tage genauer ansehen. Ist auf jeden Fall noch eine Alternative und auch schnell umsetzbar.

In Zukunft kann ich mir den Weg jedenfalls ins Ohr flüstern lassen. :-)

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