Montag, 6. Oktober 2014

Mal wieder: Neues Handy

Tja, zu dem Thema war es etwas länger ruhig.
Also knapp 2 Jahre. So lange ist es her, dass ich mein damaliges HTC Evo 3D gegen das Nexus 4 eintauschte.
Der Grund warum es das N4 wurde war vor allem die Updatesicherheit und der damals großartige Preis. Und ich wurde nicht enttäuscht. Noch nie war ich mit einem SmartPhone so zufrieden.
Daher stand für mich eigentlich auch fest, dass der Nachfolger wieder nur ein Nexus oder Alternativ vielleicht ein Gerät in Google Edition sein sollte, wenn sowas denn irgendwann auch mal hier angeboten wird.
Also ein Phone mit "nacktem" Android, ohne irgendwelche Herstelleraufsätze wie TouchWiz (Samsung) oder Sense (HTC). Zum einen gefallen mir die Aufsätze meistens nicht sonderlich und zudem verhindern sie oft die schnellen Updates.

Nun steht also bald wieder die große große-Show an, auf der das wohl das nächste Nexus samt Android (L) vorgestellt werden wird.
Im Vorfeld war allgemein davon ausgegangen worden, dass das N4 dieses Update nicht mehr bekommen wird. Aktuell scheint diese Annahme wohl falsch zu sein, aber wer weiß.
Jedenfalls spekulierte ich halt nach rund 2 Jahren auf einen Nachfolger und bevor ich mir so richtig Gedanken dazu machen konnte kam ich an eine Einladung (Invite) zu einem OnePlus One.
Um das kurz zu erklären: Dabei handelt es sich um einen selbsternannten Flagship Killer eines neuen chinesischen Startups, welches im Frühjahr vorgestellt wurde. Also ein absolutes Oberklassengerät auf Augenhöhe mit den aktuellen "Boliden" der großen Hersteller wie eben Samsung, Sony oder HTC, nur zu einem unglaublich günstigen Preis. Im Prinzip nur etwa die Hälfte von dem, was die anderen Hersteller ausrufen.
Nun ja, so ganz ein neues Unternehmen war es dann doch nicht, bei OnePlus handelt es sich um eine Tochter von Oppo, aber auch dieser Hersteller ist den meisten in unseren Breiten nicht bekannt.
Egal. Jedenfalls war mein Interesse an das Gerät nie wirklich ausgeprägt. Was nicht an dem Handy an sich lag, sondern an der Tatsache, dass es nicht frei zu kaufen ist. Zu bekommen war dieses SmartPhone nur über ein Einladungssystem. Da die Eckdaten samt Preisansage eine ziemliche Welle in interessierten Kreisen los trat waren natürlich ein vielfaches an Interessenten mehr als Einladungen vorhanden. War zwar nicht ganz wie Lotto, aber doch recht unwahrscheinlich an so einen Invite zu kommen,
Tja, und genau so eine Einladung hatte ein Bekannter aus meiner Twitter-Timeline plötzlich übrig, die er selber nicht brauchte.
So überlegte ich gar nicht lange und fragte flott mal an. Und ich hatte das Glück der erste zu sein. So kam ich an meine Einladung.

Einen Moment war ich allerdings doch unsicher.
Diese bezog sich einzig und allein auf die Größe: 5,5".
Das ist schon ein Klopper und nach meinem bisherigen Verständnis ist mein persönliches Maximum eigentlich bei ~5" erreicht.
Das N4 mit seinem knapp 4,7" großen Display liegt zudem hervorragend in der Hand. Dank schmaleren Rahmens ist das (noch) aktuelle Nexus 5 mit seinen 5" kaum größer.
Auch das OPO (kurz für OnePlus One) hat einen schmalen Rahmen, aber ob das nicht doch etwas groß ist...?

 

Nun, ich nutzte meine Einladung schließlich doch und bestellte das Teil. Einige Tage später traf es ein und in der Tat: Das Ding ist schon derbe groß!
Aber wie das immer so ist: Man gewöhnt sich dran und auch das OPO passt noch in meine Hosentasche.
Jetzt nach einigen Wochen kommt mir das N4 fast schon klein vor. Zudem deuten die aktuellen gerüchte bei dem bald erscheinenden Nexus 6 in der Tat auf knapp 6" Größe hin. Die meisten rümpfen jetzt (verständlicherweise) mit der Nase und ich habe noch mehr das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Kurz noch etwas Technikblabla:
Das OPO ist wirklich atemberaubend schnell, hat mit 3GB Ram und 64GB internen Speicher mehr als genug Platz (mein N4 hatte ja nur 16GB!) und an die Vorzüge des verwendeten Cyanogen-Mod gewöhnt man sich auch schnell. die QuadCore-CPU mit 4 x 2,5 GHz tun ihr übriges.
In Sachen Optik habe ich allerdings auf die Standard-Android (4.4) Optik zurück geschaltet. Da bleibe ich lieber nah am Original.
Auch die nächste Android-Version (noch unter dem Codenamen "L") ist schon angekündigt, was allerdings nicht wirklich eine Überraschung war.
Auch die in manchen ersten Tests kritisierte (wechselhafte) Kameraqualität konnte ich nicht nachvollziehen. Die Bildqualität liegt Meilen vor der (allerdings wenig berauschenden) des N4 und ist beständig gut.
Direkt nach der Inbetriebnahme bekam ich allerdings auch schon 3 Updates, zudem verwende ich meist die Stock-Kamera (und nicht das Cyanogen-Modell), vielleicht sind das schon die Gründe für die nicht nachvollziehbaren Probleme.
Ach ja: Und der große (3100mAh) Akku ist echt ein gewaltiger Vorteil. Kein mühevolles über den Tag schaffen mehr, das OPO hält selbst bei sehr intensiven Nutzung locker den ganzen Tag durch, bei mäßiger Nutzung sollten auch zur Not mal 2 Tage drin sein.

Kurzum: Ich bin rundherum zufrieden. Trotz der Größe.
Ich sollte also wieder 2 Jahre Ruhe haben....

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