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Samstag, 1. August 2026

Südafrika - 02/2025

Die Winterflucht 2025 sollte uns ein wenig Richtung anderes Ende der Welt führen. Wir hatten zunächst schon etwas länger mit Vietnam geliebäugelt, fanden in unserem Zeitfenster dann aber keinen passenden (=günstigen) direkten Flug. Es gab zwar sehr attraktive Angebote mit einer chinesischen Airline samt Stopp in Shanghai/Peking, da war allerdings die Umsteigezeit recht knapp und zudem genau diesbezüglich die Bewertungen desaströs. Ging meist in die Richtung: "Wenn es Probleme gibt, versteht da plötzlich niemand mehr englisch und die üblichen Support-Dinge (ggf. Verpflegung oder Hotel) werden ignoriert." Also sowas wollten wir dann lieber nicht haben. Und die nächstbesten Stopover-Angebote (oft über Dubai) lagen auch schon bei >900€. Da schauten wir uns dann doch lieber anderweitig um, schließlich haben wir noch genug Ziele auf unserer Reiseliste.

Auf eben dieser Liste stand auch schon etwas länger Südafrika und genau dort wurden wir recht schnell fündig. Knapp 930€ p.P. Direktflüge von Frankfurt nach Johannesburg mit Condor. Das passte doch!
Da das Land recht groß ist und wir keine komplette Schleife fahren wollten, suchten wir nun dann noch einen Inlandsflug von Johannesburg nach Kapstadt (kostete knapp 81€ p.P. mit FlySafair) und von dort dann einen Mietwagen mit Rückgabe wieder am Startpunkt in Johannesburg. Der Wagen kostete uns knapp 362€ + 85€ Einweggebühr, also zusammen rund 447€.
Als nächstes steckten wir dann in den folgenden Wochen unsere Wunschziele ab und grob unsere Reiseroute, danach wurden dann die Hotels gebucht und natürlich noch ein Parkplatz am Flughafen. So konnte es also los gehen.


14.02. (Fr)

Wir hatten einen Nachtflug, der abends um 20:20 Uhr starten und am nächsten Morgen um 08:20 Uhr landen sollte. Also machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Weg Richtung Frankfurt.


Alles klappte wie geplant und so saßen wir pünktlich im Flieger, der sich in der aufkommenden Nacht auf den Weg gen Süden machten. Es sollte rund 11h dauern, bis wir in Johannesburg landeten, wie üblich habe ich eher wenig und nicht gut geschlafen. Im Sitzen klappt das bei mir einfach nicht gut.
Da wir die Flüge ja selber gebucht hatten, achteten wir auf genug Zeitreserve, so startete unser Weiterflug nach Kapstadt erst um 13:25 Uhr, wir hatten also fast 5h zum Umsteigen. 


Wie immer bei solchen großzügigen Buchungen läuft es dann wie am Schnürchen und wir hätten locker 2 oder 3 Flüge früher nehmen können. Plant man recht eng, hat wahrscheinlich der erste Flug Verspätung und man muss den Rest umbuchen. Also: Safety first. 


15.02. (Sa)

Nach der Ankunft am Morgen blieben uns trotz Einreise und weiten Wegen locker 3,5h Zeit übrig. Übrigens gibt es hier am Airport auch "Helfer", die beim Verlassen der Migration fragen, wohin man denn nun müsse und schon schieben sie einem den Koffer quer durch den Flughafen zu den passenden Gates, natürlich im Austausch für etwas Bargeld. Aber auch so klappte alles soweit gut und bald ging es weiter nach Kapstadt.





Dort landeten wir gegen 15:45 Uhr, holten uns dann rasch den Mietwagen bei Sixt ab und machten uns auf den kurzen Restweg bis zu unserer Unterkunft. Wir bekamen einen VW Polo Limousine (also mit "richtigem" Kofferraum, nennt sich hier wohl Polo Classic), bei uns gibt es das Modell seit einigen Jahren schon nicht mehr (früher kannte man den mal als VW Derby). 
Es dauerte nicht lange, bis wir an unserem Ziel, der Unterkunft 8 on Upperbloem ankamen. Hier hatten wir uns für 2 Nächte eingemietet. Es ging einen seitlichen Weg am Haus hinunter und schon bald wurden wir von unseren sehr netten Gastgebern empfangen, die uns auch gleich die Räumlichkeiten zeigten.


Natürlich genossen wir erst einmal den tollen Blick von unserem Balkon auf den Tafelberg zur rechten Seite und zur linken gab es die Aussicht auf die City. Wegen des überschaubaren Schlafs in der letzten Nachts waren wir ziemlich KO, so wollten wir nach einer kurzen Pause nur noch schnell zu einem Supermarkt, um uns etwas Verpflegung zu kaufen und danach nur noch entspannen.

Die am heutigen Tag gefahrene Strecke:
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16.02. (So)

Heute stand Sightseeing in Kapstadt an! Nachdem wir schön ausgeschlafen hatten machten wir uns zunächst Frühstück und danach auf den Weg. Wir wollten später noch eine Busrundfahrt machen, vorher aber noch zwei andere Ziele besuchen. Das erste war der Stadtteil Bo-Kaap


Ursprünglich wollten wir (natürlich) auch gerne mit der Seilbahn auf den Tafelberg fahren, hatten dazu extra schon am Vortag und früh morgens online nach Tickets geschaut. Leider war die Meldung stets: "Aktuell wegen zu starken Winden kein Betrieb". Da der Startpunkt der Bahn aber auch schon deutlich oberhalb der Stadt liegt, fuhren wir trotzdem dort hinauf, um die Aussicht zu genießen.
Als wir dort ankamen, lief die Seilbahn dann aber doch! Die Windaussichten hatten sich wohl verbessert, so dass der Betrieb nun doch aufgenommen wurde. Leider war die Schlange aber schon so lang, dass wir deutlich über 1,5h hätten warten müssen. Das war uns dann doch zu lange. Aber auch so war der Ausblick toll, der Tafelberg wirkt so nah noch massiger, man sieht die Stadt samt Meer unten liegen und auf der anderen Seite steht der markante Lion's Head.


Nach dem Ausblick ging es dann in die City. Wir stellten den Wagen wieder ab und schlenderten etwas durch die Straßen und kamen auch am Greenmarket Square vorbei.


Danach wollten wir eine schöne Runde mit dem Sightseeing-Bus drehen. Wenn man nicht so viel Zeit in einer Stadt hat, verschafft so eine Tour doch einen ganz netten und flotten Überblick. Wie üblich gibt es diverse Linien, die verschiedenen Bereiche einer Stadt und auch vom Umland abdecken. Wir kauften uns den Tagespass.


Auf dieser Tour stellten wir definitiv fest, was den besonderen Reiz von Kapstadt ausmacht. Natürlich ist die Innenstadt recht schön und hat interessante Ecken, aber das ganze nähere Umfeld ist hier einfach sehr besonders.


Gerade auf der "Rückseite" des Tafelberges war es landschaftlich wirklich großartig. In Camps Bay legten wir einen Zwischenstopp ein, kauften uns ein Eis, bummelten etwas an der Promenade und besuchten den Strand. Dabei genossen wir die Ausblicke auf die Wellen und die Zwölf Apostel.


Dann sprangen wir wieder auf einen der Busse und fuhren an der schönen Küste zurück Richtung Innenstadt, dabei ging es auch am WM-Stadion von 2010 vorbei. Endstation war für uns dann an der V & A Waterfront.


Hier bummelten wir noch durch und über die Piers und kehrten zu einigen kühlen (und leckeren) Bieren ein. Danach ging es noch irgendwann zum Essen und schließlich zurück zu unserem Quartier. Wir hatten einen tollen Tag und wussten nun auch, warum Kapstadt gerne zu den schönsten Städten der Welt gezählt wird! 


17.02. (Mo)

Nach dem Aufstehen machten wir uns wieder ein schönes Frühstück, packten zusammen und checkten aus. Nun sollte unser Roadtrip beginnen! Wobei wir uns an diesem Tag noch gar nicht so weit von Kapstadt entfernen sollten. Primär wollten wir die Kap-Halbinsel besuchen, die sich von der Stadt aus rund 50km gen Süden erstreckt.  
Uns fiellen auf dem Weg Richtung Kap der Guten Hoffnung schnell die zahlreichen Schilder an der Straße und besonders Parkplätzen auf, die vor Pavianen (Baboons) warnen. Das diese Primaten keine lustigen "Streicheläffchen" sind, muss den hier zahlreichen Touristen wohl besonders erklärt werden.
Unser erstes Ziel war aber der Boulder's Beach, bekannt für seine Brillenpinguin-Kolonie. Am Strand angekommen kann man auf (abgesperrten) Stegen durch einige Bereiche gehen, um die Tiere möglichst wenig zu stören. 


Die meisten der putzigen Tiere stehen mehr oder wenig regungslos in der Gegend, in der Sonne dürfte es denen auch schnell warm werden. Aber hin und wieder läuft doch einer durch die Gegend ins Meer oder kommt aus eben diesem heraus. 
Von hier geht es weiter an der False Bay entlang, wir machten noch einen weiteren Stopp um die Aussicht zu genießen. Das erste Mal schaute ich hier genauer von oben aufs Meer, ob ich vielleicht das große Glück haben könnte, einen Weißen Hai zu entdecken. Ab hier beginnt nämlich das Gebiet, wo diese beeindruckenden Fische am häufigsten vorkommen.
Die Bucht hat übrigens ihren Namen von dem Irrtum vieler Seefahrer, das Kap von Osten kommend schon erreicht zu haben und fälschlicherweise in diese Bucht fuhren. Schließlich kamen wir dann auch am "richtigen" Kap an und dort waren wir natürlich nicht alleine. Kurz vor dem Parkplatz sahen wir unseren ersten wilden Strauß rund 50m von der Straße entfernt.


Der Parkplatz war gut gefüllt und eine Schlange an Menschen stand vor dem berühmten Schild, um eben dort ein Foto zu machen. Wir machten dann natürlich auch ein Selfie, allerdings ohne Warten und dafür mit anderen Leuten im Bild. 
Von hier ging es dann wieder gen Norden, natürlich gab es noch weitere Stopps, immer wieder hielten wir im "wilden Afrika" an, welches wir an den beiden Tagen vorher ja noch nicht gesehen hatten.


Von der Halbinsel ging es dann zurück ins Gebiet von Kapstadt und dann weiter ostwärts bis nach Stellenbosch, unserem Tagesziel. Hier hatten wir uns eine recht zentrale Privatunterkunft ausgesucht. 
Nachdem wir uns im Quartier eingerichtet hatten gingen wir Richtung Innenstadt und zum Abendessen, der Fußweg führte uns über den Eerste River in die Dorp Street, wo sich diverse Restaurants tummeln. Wir entschieden uns für den Burgerladen Hudsons. Das Essen und auch das Bier waren lecker, danach ging es zurück zur Unterkunft.

Die Tagestour:
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18.02. (Di)

In Stellenbosch und Umgebung liegt einer der bekanntesten Wein-Anbaugebiete in Südafrika, konkret sind wir hier in der Coastal Region. Wir verließen die Stadt Richtung Osten und kamen dann auch schnell in die Berge und die großen Weingebiete.


Die Weintram war gut besucht und zeitlich passend fuhr diese auch bald los. 



Nachdem wir den Ort Franschhoek passierten, ging es über den gleichnamigen Pass. In der Nähe der Passhöhe machten wir einen kleinen Stopp und genossen die Aussicht, die Drohne durfte zudem nun auch das erste Mal in die Luft.
 


Im nächsten Tal liegt die Ortschaft Theewaterskloof mit gleichnamigen Stausee. Der Name stammt vom Fluss, der wegen seines dunklen Wassers an Tee erinnert. Hier in der Ebene waren wir nun im Obstgebiet angekommen!


Nach dem Pass mit toller Aussicht geht es am See entlang und kilometerweit an Apfelbäumen vorbei, dazwischen immer wieder große Obstbetriebe. Ein weiterer Pass führte nun wieder westwärts zurück zur östlichen Seite der False Bay, hier machten wir einen weiteren Stopp.



Dann folgten wir der sehr bergig werdenden Küstenstraße südwärts und später Richtung Osten.


In Betty's Bay machten wir an einem weiteren Pinguinstrand noch einen Stopp, bis wir dann zum Botanischen Garten Harold Porter kamen.


Nach dem Besuch ging es dann weiter zu unserem Zielort Hermanus, dort hatten wir uns ein Zimmer in den Hermanus Waterfront Apartments gebucht. Direkt an dem Haus war ein Parkdeck angeschlossen von dem wir direkt ins Gebäude kamen, am Eingangsbereich waren zahlreiche Schlüsselkästen und um die Ecke auf gleicher Etage dann unser Apartment. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, zogen wir dann auch gleich wieder los. Der andere Ausgang des Hauses führte per Fahrstuhl in eine kleine Passage und von dort ging es raus zur Promenade. Dort stießen wir auf einige muntere Klippschliefer.


Wir schauten uns das Treiben dieser possierlichen Tierchen eine ganze Weile von einer Bank aus an und zogen dann weiter durch den Ort. Natürlich schaute ich auch, ob irgendwo auf dem Meer Wale zu entdecken waren. Hermanus gilt als "Hauptstadt" für die Walbeobachtungen vom Land aus. Wir waren natürlich jetzt im südafrikanischen Sommer zur falschen Zeit hier, aber ich bilde mir ein, ich habe 1-2x weit entfernt einen Blas gesehen. Etwas darauf verwetten würde ich jetzt aber auch nicht.


Nachdem wir uns Hermanus ein wenig angeschaut und auch noch einmal eingekauft hatten, suchten wir uns ein Restaurant zum Abendessen und fanden dann eine Weinbar, die aber auch Essen (und Bier) anbot. Wenigstens Genia entschied sich für einen frischen Weißwein. Danach ging es zurück zur Unterkunft.

Die Route des Tages:
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19.02. (Mi)

Nach dem Aufstehen machten wir uns ein schönes Frühstück, packten zusammen und zogen wieder los.
Es ging weiter gen Osten und nach nicht allzu langer Fahrt kamen wir durch Gansbaai. Diesen Ort kann man wohl als Zentrum des Hai-Tourismus bezeichnen, viele Schilder am Straßenrand unterstreichen das auch. Der Hauptgrund dafür ist Dyer Island, eine für ihre zahlreichen Seebären bekannte Insel rund 13km südöstlich vom Ort. Eben auf diese Robben haben es die Haie abgesehen. Noch vor knapp 20 Jahren gab es quasi eine Garantie für die Sichtung von Weißen Haien. Ich selber hatte auch mit dem Gedanken gespielt, so einen Tauchausflug im Käfig zu machen. Das braucht natürlich seine Zeit und ist auch nicht gerade günstig. Wäre es mir aber wert gewesen. Allerdings hat die Population der Haie auch hier in den letzten 10-15 Jahren deutlich abgenommen, so dass Sichtungen der großen Tiere stark abgenommen hatten. So strich ich diesen Plan schon vor der Reise. Unsere Fahrt ging somit ohne Stopp weiter bis zum Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents.


Hier trifft der atlantische auf den indischen Ozean. Deutlich weniger los als am Kap der Guten Hoffnung, liegt halt auch etwas weiter aus der Richtung. Nach einem kleinen Stopp samt der obligatorischen Fotos fuhren wir weiter, unser Tagesziel heute war Mossel Bay. Auf der Route hatten wir viel Gegend zu durchqueren, dabei sahen wir dann auch unsere ersten wilden Elefanten!
Im Zielort ging es direkt zu unserem Quartier Lilla-Bett Self Catering, ein Apartment im Hinterhaus über 2 Etagen, sehr fein. Nach dem Bezug ging es noch zum Abendessen, wir kehrten im Biergarten bei Zeff Burger ein. Nach der Stärkung war entspannen in der Unterkunft angesagt.

Heute zurückgelegte Strecke:
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20.02. (Do)

An diesem Tag hatten wir dann etwas mehr zum Anschauen und dafür auch etwas weniger Strecke. Diese ist aber durchaus reizvoll, denn ab Mossel Bay beginnt die Garden Route. Allerdings folgen wir dieser zunächst nicht, sondern fahren nordwärts über die R328 in die Berge, queren dort den Robinson Pass und erreichen dann die folgende Ebene im Tiefland. Hier kommt auch bald unser erster Stopp, die Safari Ostrich Farm. Hier dreht sich alles um Strauße, die weltweit größten Laufvögel. Durch die größeren Freigehege wird eine kleine Safari auf gezogenen Anhängern angeboten, inkl. kleiner Fütterungen der großen Vögel.  


Danach kann man an einigen eingezäunten Gehegen vorbei gehen und bekommt durch den Guide allerhand Erklärungen, inkl. Sichtung der riesigen Eier. Da zum Areal auch eine Farm gehört, wird einem auch der wirtschaftliche Teil (sprich: Fleischverwertung) erläutert und abschließend gibt es auch noch einen Shop, in dem man sich ein ordentliches Straußensteak kaufen kann. Nichts für uns, aber es war auf jeden Fall sehr interessant dort.


Weiter ging es nordwärts in die nächsten Berge, hier besuchten wir die Conga Caves. Auch wenn die Fahrt im klimatisierten Wagen natürlich angenehm ist, sobald wir den Wagen verließen, kamen wir schnell ins Schwitzen, das Autothermometer stieg an diesem Tag bis über 36°C, da war die Höhle natürlich eine angenehme (und beeindruckende) Abwechslung. Aber auch Unterwegs gab es viele tolle Landschaften zu sehen. Irgendwann kamen wir dann wieder zur Küste und nun war es nicht mehr weit bis zu unserem Tagesziel Knysna.


Die Stadt liegt an einer großen Lagune, die die Mündung des Knysna Rivers bildet. Unser Quartier hatten wir im Knys-to-Stay. Es gibt dort diverse Zimmer an einer großen Terrasse samt Garten mit einem kleinen Pool, das war natürlich bei den Temperaturen genau das richtige! Nach der Erfrischung fuhren wir noch raus zum Blend Country Restaurant & Pub, einem großen Biergarten außerhalb der Stadt in einem schönen Wald. Das stellte sich als eine gute Wahl heraus, wir hatten einen schönen Abend mit leckeren Burgern. Auf dem Parkplatz liefen einige Ibisse herum, die hatten wir "in echt" auch noch nicht gesehen und kannten sie bisher eher von Darstellungen aus dem alten Ägypten.  

Die Route vom heutigen Tag:
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21.02. (Fr)

In dieser Unterkunft gab es zur Abwechslung auch mal ein Frühstück, das wurde in einem Pavillon im Garten serviert. Es gab verschiedene Sachen zur Auswahl, die dann nach der Zubereitung gereicht wurden. Nachdem wir uns gestärkt hatten, packten wir wieder zusammen und machten uns auf den Weg. Zunächst ging es die gleiche Straße wie am Vorabend entlang, wir fuhren aber bis zum Ende der Lagune, die durch große Klippen auf beiden Seiten, den Knysna Heads, eingeschlossen wird.


Im Gegensatz zu den Tagen vorher, mit viel Sonne und Hitze, war es heute bedeckt und deutlich kühler. Anfangs hat es kurz sogar einmal geregnet. Da wir heute am ersten Zwischenziel eine Wanderung geplant hatten, sollte das von Vorteil sein.
Der nächste Stopp war am südlichen Ende der Plettenberg Bay, dort streckt sich der Robberg knapp 4km weit in die große Bucht. Das ganze Gelände gehört zu einem Naturreservat. Bei der Einfahrt werden sowohl das Fahrzeug als auch die Personen registriert. Alle die im Laufe des Tages rein fahren, sollen schließlich auch wieder raus kommen. Am Anfang kommt man an einem Beobachtungsposten vorbei, der hoch oberhalb der weiten Bucht mit großem Strand nach Haien ausschau hält. Mit dem Spotter habe ich mich ein wenig unterhalten.


Ab hier starten dann die verschiedenen Trails, die man kurz vorher auch auf einer Karte sehen konnte. Spätestens ab dem Einstieg, wo es recht schnell über viele Stufen in die Höhe ging, waren wir froh über das aktuelle Wetter.


Am Abzweig zur kürzesten Tour war ich schon ziemlich platt. Da wir aber nun schon recht hoch waren und die größte Robbenkolonie noch ein Stückchen weiter lag, gingen wir wie geplant weiter.


So schön die Aussichten unterwegs auch waren, für mich entwickelte sich diese Wanderung immer mehr zur Qual. Ich war wirklich sehr froh, als wir den höchsten Punkt überschritten hatten und es nun überwiegend abwärts gehen sollte.


Was waren wir beide (besonders Genia!) erleichtert, als wir (bzw. ich) es heile zurück zum Parkplatz geschafft hatten. Ich setzte mich an einen Picknickplatz mit toller Aussicht Richtung Süden über das Meer mit einem schönen Windzug und Genia hat mir etwas Verpflegung zur Stärkung besorgt. Ich saß dort sicher noch eine halbe Stunde, dann war ich aber wieder einigermaßen bei Kräften und so konnten  wir dann auch weiter fahren. Das war nun ein Abenteuer der besonderen Art!
Nicht destro trotz ist diese Wanderung unbedingt zu Empfehlen, der Robberg ist wunderschön und die Aussichten sind wirklich toll. Nur einigermaßen fit sollte man sein...


Danach führte uns der Weg an der Bucht entlang und bald kamen wir zur Bloukrans Bridge, die hier den gleichnamigen Fluss über eine tiefe Schlucht überspannt. Dort fuhren wir auf den Parkplatz und schauten uns etwas um. Natürlich ließ ich auch die Drohne in die Luft.



Leider war zu dem Zeitpunkt niemand da, der sich todesmutig mit einem Gummiseil an den Füßen von der Brücke stürzen wollte. Somit machten wir uns bald wieder auf den Weg zum heutigen Zielort Gqeberha, was früher mal (bis 2021) offiziell Port Elizabeth hieß. 
Großartig etwas machen wollten wir an diesem Tag nicht mehr, so fuhren wir nach dem Einchecken an unserem Quartier (Kirknewton Lodge) noch flott an einem großen Supermarkt vorbei und füllten unsere Vorräte wieder auf.

Die Strecke des Tages:
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22.02. (Sa)

Ab jetzt begannen so langsam die Tage der längeren Passagen. Südafrika ist schon recht groß und so kommen bei so manchen Etappen ganz ordentlich Kilometer zusammen. Nachdem wir unser Quartier verlassen hatten, ging es zunächst noch etwas die Küste entlang, bis wir zum großen Dünenfeld von Alexandria kamen. 


Danach ging es ins Hinterland, wir fuhren lange durch hügeligen Landschaften und auf den Straßen wurde es auch deutlich einsamer.


Die Strecke war größtenteils recht abwechslungsreich, so wurde uns unterwegs nicht langweilig.


Schließlich kamen wir an unserem heutigen Zielort East London an. Info am Rande: Seit Februar 2026 heißt die Stadt offiziell KuGompo City. Unser Quartier war das Santorini Guest House. Keine Ahnung, wie diese Unterkunft zum Namen der griechischen Insel kommt. Nach dem Bezug unseres schönen Zimmers fuhren wir noch zum Abendessen ins Ciao Bella Cafe & Pizzeria


Als wir zurück waren fiel plötzlich der Strom aus, anscheinend an der ganzen Straße. So genossen wir im Garten ein kühles Bier und den schönen Blick in den Himmel.

Heute sind wir dieses Strecke gefahren:
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23.02. (So)

An diesem Tag stand ein weiterer Transit-Tag auf dem Programm, es sollte weit über 300km durchs Hinterland gehen. In diesen Bereichen des Landes wird es deutlich einsamer und so hatten wir unterwegs auch öfters nur schlechten Mobilfunk-Empfang. Im Vorfeld der Reise hatten wir natürlich auch öfters gelesen, dass Südafrika nicht als ungefährlich gilt. In den Großstädten gibt es durchaus mal "NoGo-Areas" (besonders) für Touristen und auch sonst sollte man insbesondere im Dunklen nicht unbedingt zu Fuß unterwegs sein. Dazu gibt es auch diverse Straßen im Land, die man besser nicht fahren sollte, weil es regelmäßig Überfälle gibt. Außerdem werden regelmäßig "Tricks" versucht, um Touristen reinzulegen. Und damit ist nicht nur finanzielles Überfordern gemeint, sondern auch richtige Hinterhalte. Und genau sowas ist uns an diesem Tag (mutmaßlich) begegnet. 
Wir kamen in die Stadt Mthatha, hier kreutzt die N2 die R61, auf die wir im Zentrum auch abbiegen wollten. Auf bzw. an der Straße schienen wir die einzigen hellhäutigen Menschen zu sein, wir waren quasi auch dank des Mietwagens direkt von Weitem als Touristen erkennbar. Während wir so durch die Stadt fuhren, näherte sich plötzlich hupend ein anderes Auto, fuhr auf die Spur neben uns und deutete mit einer Geste an, dass wir das Fenster öffnen sollten. Der Fahrer wollte wissen, wo wir denn hin wollten. Ich antwortete mit unserem Zielort Port St. Johns. Kurz darauf kamen wir vor einer Kreuzung zum Stehen. Da bekamen wir die "Info", dass wir dort nicht hinfahren könnten. Die Straße zur Küste wäre wegen Protesten gesperrt. Ok... Google Maps zeigt mir nichts dergleichen an.
Dann kam aber der Hinweis, der mich zum Glück direkt skeptisch machte: Der Fahrer kennt aber eine Garage in der Nähe, bei der man so eine Art "Passierschein" kaufen könne, so dass man doch durchfahren darf. Wir sollten hier an der Kreuzung umdrehen, er würde uns den Weg zeigen. Eine "Maut", um durch eine von Protesten gesperrten Straße zu kommen? Da stimmt doch was nicht.
Ich bedankte mich und bat den Fahrer doch bitte vorzufahren, ich würde dann hinterher kommen.
Er setzte sich also vor uns und wendete an der Kreuzung und ich fuhr "spontan" (aber blinkend) weiter geradeaus. Stattdessen bogen wir dann an der nächsten Kreuzung nach rechts Richtung Zielort ab. Danach flott aufs Gas und erst einmal weg von hier. Genia hatte inzwischen richtig Schiss bekommen. Was, wenn es wirklich Proteste gibt? Oder der andere Wagen hinter uns her kommt?
Wir redenten den Rest der Fahrt darüber, auch weil ich genau von solchen Tricks gelesen hatte. Genia schrieb unterwegs noch die Unterkunft an, ob die da irgend etwas wissen. 
Wie man sich denken kann, gab es keine Proteste oder gesperrte Straßen, wir kamen unbehelligt im Zielort an. Dort kurz vor dem Ziel gab es dann auch eine Antwort der Unterkunft: Nein, da gäbe es keine Sperrungen. Immer noch etwas aufgeregt kamen wir dann an unserer Unterkunft Uzuri Lifestyle an. Beim Checkin erzählten wir noch einmal unsere Geschichte und bekamen als Antwort, dass wir zum Glück nicht auf diesen Trick reingefallen waren.
Wir bezogen unser Zimmer und Genia war immer noch total unter Schock, am liebsten wäre sie direkt abgereist. Wir lenkten uns dann etwas ab, in dem wir an einen nahen Strand fuhren, ich hatte noch "Baden im Indischen Ozean" auf meiner Bucket-Liste, das konnte ich hier noch abhaken.
Wir fuhren also zum sog. Second Beach, die meisten Menschen waren hier in einem flachen Bereich bei einer Sandbank im Wasser, ich ging etwas abseits davon ins Meer. Der Ozean war herrlich warm, so ganz anders als der recht kalte Atlantik bei Kapstadt


Kaum brusttief im Wasser wedelte ein Lifeguard mit seinen Armen, dass ich nicht zu weit raus gehen solle. Hatte ich eh nicht vor und ging bald wieder aus dem Wasser. Ich fragte den Guard noch, ob er mich vor Haien warnen wollte. Ja, Haie gäbe es auch, aber es ging hier um die Strömung, die einen schnell heraus zieht. Und wenn das passiert, kommt man zum einen nicht (oder nur sehr schwierig) wieder zurück zum Strand und zum anderen kämen in dem Falle dann auch irgendwann die Haie dazu. 😉
Nach dem Sprung ins Meer ging es zurück zur Unterkunft, wir wollten etwas entspannen. Dabei schaute ich etwas im Internet wegen des Vorfalls bei der Anreise und fand in der Tat einen sehr ähnlichen Fall vom Anfang des Jahres aus genau diesem Ort, in dem kanadische Touristen in so eine Falle gelockt, dann ausgeraubt und (ohne ihren Mietwagen) in der Wildnis ausgesetzt wurden. OK, wir sollten also auch in Zukunft sehr skeptisch bleiben und im Zweifel wie gehabt das Weite suchen.
Später fuhren wir dann noch zum Abendessen in Zentrum und kehrten bei The Outpost Pub & Grill ein. Danach ging es zurück zur Unterkunft.

Die Tagestour:
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24.02. (Mo)

Nach dem Aufstehen und Frischmachen wollten wir rüber gehen zum Frühstück, Genia hatte nicht gut geschlafen, zu sehr waren noch die Ereignisse vom Vortag in ihrem Kopf. Draußen fiel mir direkt im großen Baum nahe unseres Autos eine Gruppe Grüner Meerkatzen auf. Also schnell ein paar Fotos machen. 


Wir genossen unser gutes Frühstück und danach wollte ich noch ein paar Aufnahmen mit meiner Drohne machen. 


Auch ein kleines Video wurde noch gedreht.



Dann machten wir uns nach dem Auschecken wieder auf den Weg. Heute hoffentlich ohne so ein Abenteuer wie am Vortag. Zunächst ging es über die R61 wieder in einen großen Bogen durch das bergige Hinterland. Schließlich kreutzten wir wieder die N2, der wir dann in Richtung Küste folgten, in Port Shepstone kamen wir dann erneut ans Meer.


Wir folgten der Küstenstraße bis hoch nach Durban, der drittgrößten Stadt des Landes. Dort bogen wir erneut ins Hinterland ab, unser Tagesziel war die Großstadt Pietermaritzburg. Noch wärend wir durch den Ort fuhren, machten wir an einem Supermarkt Stopp und kauften Proviant ein. Von dort war es nicht mehr weit zu unserem privaten Apartment Familia etwas außerhalb der City im Grünen. Dort entspannten wir schön und kochten uns später ein feines Abendessen.

Die Route vom heutigen Tag:
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25.02. (Di)

Nach einer guten Nacht machten wir uns Frühstück und packten dann zusammen, heute hatten wir wieder über 400km zu fahren, also wollten wir nicht zu spät los. Wir fuhren auf der N3 Richtung Nordwesten, die Durban mit Johannesburg verbindet, längere Zeit etwa parallel zur Landesgrenze von Lesotho, die rund 50km entfernt in den bis fast 3500m hohen Drakensbergen liegt.
Nachdem wir rechts auf die R74 abgebogen waren, folgten wir bald einer Bahnlinien, hier musste ich dann doch mal einen Stopp einlegen.


Von nun an ging es geradewegs nordwärts, unser Tagesziel war das Kralinbergh Estate, ein großes Landhaus, welches anscheinend gerne als Hochzeitslocation genutzt wird. Es liegt etwas außerhalb von Ermelo, oberhalb einer Ebene mit schöner Aussicht auf eben diese. Wirklich schön hier!


Nachdem wir uns eingerichtet hatten, fuhren wir nach einer kleinen Pause noch einmal in die Stadt, um einen geeigneten Ort für ein Abendessen zu finden. Wir landeten in einer Art Diner mit Namen Apache Peak Spur, welches zu einer größeren Kette gehört. Dort war alles fein, wir hatten ein gutes Essen. 


Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es zurück zur Unterkunft und wir genossen den ruhigen Abend hier "auf dem Land". In der Weite liefen ein paar Tiere umher und rund ums Haus flogen einige Fledermäuse herum. Später ging es entspannt ins Bett.

Die Tagestour:
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26.02. (Mi)

Und es ging wieder weiter, wir peilten inzwischen schon das vorletzte Tagesziel an, es sollte an diesem Tag bis nach Hazyview gehen. Die Stadt liegt direkt am westlichen Rand des riesigen Kruger-Nationalparks und genau das war auch der Grund, warum wir hier hin fuhren. Aber bis dahin hatten wir wieder etwas Weg vor uns.


Unsere Anreise fand in einem Bogen statt, wir fuhren sozusagen erst einmal an unserem Zielort vorbei, weil wir einige Sachen nördlich von Hazyview noch sehen wollten. Zudem gibt es in diesem Gebiet auch einige der "NoGo"-Straßen, die man meiden sollte. Unser erstes Ziel war der Blyde River Canyon, eine große, rund 26km lange und bis zu 800m tiefen Schlucht.


Einen etwas längeren Stopp machten wir dann an den Bourke’s Luck Potholes. Hier ist der Anfang des großen Canyons, an dem durch Erosion diverse Strudellöcher ausgewaschen wurden. Die verschiedenen Bereiche sind durch Brücken und Wege verbunden und somit gut begehbar. 


Dann ging es weiter Richtung Süden und bald kamen wir an einer langen Abbruchkante von der Hochebene zum deutlich tiefer liegenden Lowveld. Ein besonderer Aussichtspunkt nennt sich God's Windows. Richtig beeindruckend ist der Blick aber erst aus der Luft. 


Von dort ging es dann zum Zielort und zu unserer Unterkunft Little Pilgrims Boutique Hotel. Eine total schöne, sehr überschaubare Anlage, bestehend aus diversen eingeschossigen Gebäuden mit zahlreichen Bäumen durchsetzt und einem kleinem Pool in der Mitte.
Nach dem Einchecken ging es für mich dann auch flott ins kühle Nass, eine wunderbare Erfrischung, dazu gönnte ich mir gleich noch ein kühles Bier.


Einen kleinen Schreckmoment gab es noch, als eine Frau erst zur Rezeption kam, dort vorsprach und die Hotelangestellte öfters in meine Richtung zeigte. Die Frau kam schließlich zu mir an den Pool und sagte, sie wäre auf dem Parkplatz in ein Auto gefahren und das wäre wohl unseres. Genia ging sofort mit ihr los und schaute nach, es war aber zum Glück (aus unserer Sicht) ein Fehlalarm, die gute Dame hatte einen anderen Wagen gerammt. Später gingen wir ins Hotel-Restaurant und ließen den Abend ruhig und zeitig ausklingen.

Die Route vom heutigen Tag:
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27.02. (Do)

An diesem Tag sollte eins der Highlights der Reise folgen: Eine Safari im Kruger-NP!
Dazu hatten wir einige Tage vorher über GetYourGuide eine Tagestour bei Inn Africa Safaris gebucht.
Wir hatten kurz überlegt, ob wir ohne Guide und mit eigenem Wagen in den Nationalpark fahren (das geht auch), aber allgemein wurde davon eher abgeraten, wenn man wirklich viele der Tiere sehen will. Und ja, im Nachhinein kann ich das nur bestätigen!
Die Nacht endete recht zeitig, wir sollten gegen 04:45 Uhr am Hotel abgeholt werden. Bald kam dann auch so ein Safari-Geländwagen angerollt und der Fahrer (und Guide) stellte sich als Max vor. Da es noch recht frisch war und die Safari-Teilnehmer oberhalb des Fahrers (samt seiner Windschutzscheibe sitzen), machte er erst einmal eine zusätzliche Abdeckungen herunter, was definitiv eine gute Idee war.
Wir fuhren eine gute dreiviertel Stunde, bis wir zum Kruger-Gate kamen, dort steht auch eine große Statue in Form einer Büste von Paul Kruger. Hier am Eingang wurden von Max dann die Formalitäten erledigt und ein weiteres Pärchen stieg noch hinzu. Dann ging es los in das riesige Gebiet. Der NP umfasst fast 20.000 km², was von der Größe fast Sachsen-Anhalt oder Hessen entspricht. Schon bald konnten wir die ersten Tiere sehen.


Was schnell auffiel, die meisten Tiere haben wenig bis gar keine Scheu vor den Fahrzeugen. Das liegt nicht etwa daran, dass die Tiere in irgendeiner Wiese gezähmt wären oder gar gefüttert werden, sondern dass diese Wagen von den Tieren "als Ganzes" und harmlos wahrgenommen werden. Die Menschen werden quasi gar nicht "gesehen", weil die meisten Tiere schon eine grundlegende Scheu vor uns haben (was aus ihrer Sicht sehr vernüftig ist).


Auch werden die Straßen und Pisten durch den Park als natürliche Wege adaptiert, gerade für so "Streckentiere" wie Hyänen lassen sich dort viel einfacher weite Weg zurücklegen als durchs Gestrüpp.


Es gibt divere Tiere, die recht leicht zu sehen sind. Giraffen oder auch Elefanten sind einfach so riesig, dass sie sich kaum verstecken können. Andere, wie Zebras oder diverse Antilopen, bevorzugen offene, gut einsehbare Bereiche, damit sie rechtzeitig Fressfeinde entdecken. Manchmal stehen sie auch einfach direkt am Wegesrand und bleiben dort auch, wenn man langsam dran vorbei fährt.


Wir fuhren zunächst eine Route ab, wo man schon recht problemlos verschieden Arten sehen konnte. Es gibt auch Krokodile und Flusspferde hier, aber unsere Tour ging eher Richtung Süden, wo es weniger große Gewässer gibt. Immer wieder standen wir länger mit ausgeschalteten Motor und konnten in aller Ruhe beobachten, Max erklärte dann immer sehr ausführlich die verschiedenen Tiere und ihr Verhalten.  


Es gibt aber auch diverse Arten, die alles andere als leicht zu entdecken sind. Das ist ein weiterer Vorteil einer geführten Tour, die Fahrer stehen untereinander in Verbindung und melden dann auch manche Sichtungen. So kam es bei den ersten Löwen halt vor, dass ein Privatwagen hinter uns stand und die Insassen einfach nix sehen konnten, weil sie nicht hoch genug saßen.


Am beeindruckstens waren aber zweifelslos die Elefanten. Wenn man nur wenige Meter entfernt steht und die gerade mal einen ganzen Baum umbiegen, um besser an die Blätter zum kommen, ist das wirklich beeindruckend. Ebenso die tiefen Schnaufgeräusche oder halt die drolligen Jungtiere.


Manche Tiere sind aber im Laufe des Tages schwer zu entdecken, weil sie nicht so groß sind um aus dem hohen Gras heraus zu schauen. Da muss man halt manchmal einfach etwas Glück haben.


Andere Tiere sind zwar groß, machen sich dann aber durchs Liegen klein oder verkriechen sich in Schlammlöcher, die Kaffernbüffel gehören z.B. dazu. Und unser ungeschultes Auge entdecken die dann einfach gar nicht, selbst wenn der Guide uns mehrfach zeigte, wohin wir schauen sollten. Ein weiterer wichtiger Punkt, der gegen die "Self-Safari" im eigenen Wagen spricht.


Für uns waren überraschenderweise die Nashörner besonders schwer zu finde, trotz ihrer Größe. Wir fanden schließlich eine Gruppe, die zunächst komplett in einem Schlammloch saß. Selbst mit freiem Blick waren die anfangs für uns kaum zu sehen, da die Farben von Hintergrund, Schlamm und Tier quasi fast identisch waren. Aber nach mehreren Minuten Wartezeit bemühte sich dann doch noch ein Tier aus seinem Schlammbad. Danach ging es für uns zur Mittagspause in eins der verschiedenen Camps am Rande des Parks, hier gab es Picknickplatze, Toiletten, Shops und Gastronomie. Also alles, was für eine Pause benötigt wird. Nach der Auszeit folgte eine weitere Runde im Park mit zahlreichen tierischen Begegnungen. 


So hatten wir am Ende das Ausflugtages (am Nachmittag, dann wurde die Hitze langsam für alle zu groß) von den Big Five immerhin 4 Arten gesehen, nur der Leopard fehlte. Die sieht man im Sommer allerdings eher abends, wenn sie in hohen Bäumen liegen. Unsere Mitfahrer hatten eine dieser schönen Großkatzen am Vorabend in genau so einer Situation erblicken können.
Zum Abschluss brachten wir unsere Mitfahrer noch bei "ihrem" Camp am Rande des NP vorbei und anschließend wurden wir von Max zurück zum Hotel gebracht. Es war ein grandioser Ausflug, so einen Besuch kann man wirklich in keinster Weise mit einem Zoo o.ä. vergleichen. Ein für uns definitiv unvergesslicher Tag!


Gegen 15:30 Uhr waren wir dann zurück, wir verabschiedeten und bedankten uns bei unserem netten Tourguide Max, ohne den wir so einige Sachen einfach überhaupt nicht gesehen hätten. Dann ging es auch direkt wieder in den Pool zum Erfrischen. Den Rest des Tages entspannten wir, später gab es wieder ein leckeres Abendessen.


28.02. (Fr)

Nach dem Aufstehen und Frühstücken packten wir zusammen und machten uns auf den Weg zu unserem letzten (und erstem) Ziel, Johannesburg. Anfangs war die Fahrt landschaftlich noch ganz interessant, später in der Ebene dann aber weniger. Wobei "Ebene" hier nicht gleichbedeutend mit "Flachland" ist, eher im Gegenteil. Die größte Stadt des Landes liegt im Schnitt auf gut 1750m Höhe.


Nach dem Einchecken in unserem zentralen City Lodge Hotel (gibt es inzwischen nicht mehr) warteten wir das gerade aufgezogene Gewitter noch ab und zogen dann noch ein wenig im näheren Umfeld der Unterkunft los. Zum Abendessen fanden wir irgendwie nicht so das passende Restaurant, eins an einem belebten Platz um die Ecke hatte eine gute Karte, allerdings standen direkt nebenan große Lautsprecher, die das nähere Umfeld mit so lauter Musik beschallten, dass an eine Unterhaltung nicht zu denken war. So gingen wir einfach später in unser Hotelrestaurant und entspannten später noch in unserem Zimmer.

Heute sind wir diese Strecke gefahren:
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01.03. (Sa)

Unser letzter Tag war schon angebrochen! Da unser Flug aber erst am Abend ging, hatten wir vorher noch ein bisschen Zeit, etwas mehr von der Stadt zu sehen. Wir starteten unten im Hotel-Restaurant mit einem guten Frühstück und machten uns danach auf den Weg zu einer der Haltestellen für den Sightseeing Bus. Viel auf der Rundfahrt dreht sich hier natürlich um Nelson Mandela, wir kamen z.B. auch an seinem letzten Wohnhaus vorbei. Krass sind hier wirklich die Unterschiede zwischen reichen und armen Gegenden, die oft urplötzlich quasi ineinander übergehen. 


Für uns war Johannesburg jetzt keine Stadt, die uns großartig länger gehalten hätte, wirklich kein Vergleich zum ungleich schönerem Kapstadt.
Nach der Rundfahrt ging es zurück zum Hotel und dann auch bald zum Flughafen, dort gaben wir als erstes unseren Mietwagen ab. Der Rest ist nicht wirklich erwähnenswert, gegen 19:00 Uhr ging es in unseren Flieger (identischer A330neo wie beim Hinflug) und dann auch bald in die Luft.


Immerhin hatte ich nun einen Fensterplatz, so dass ich ein paar Fotos und Videos machen konnte.

Die letzte Tagestour:
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02.03. (So)

Gegen 05:45 Uhr landeten wir (noch im Dunklen) in Frankfurt. Wieder konnten wir nur bedingt schlafen, so dass wir nicht gerade toppfit aus dem Flieger stiegen. 



Danach der übliche Ablauf: Die (recht flotte) Einreise, Gepäck einsammeln, Shuttle-Service anrufen und zum verabredeten Ausgang gehen. Nach kurzem Transfer waren wir an unserem Auto und es folgte die rund 3-stündige Heimfahrt. Den Rest des Tages wurde entspannt.

Abschließend noch die Karte des gesamte Reise:



Was bleibt?

Südafrika ist ein wunderschönes und sehr interessantes Land. Besonders hat es uns um die Kapregion (im Prinzip die Provinz Westkap) gefallen. Und natürlich war der Kruger-Nationalpark und die nähere Umgebung dort wunderbar, auch landschaftlich. So manche Kehrseite der Medaille haben wir natürlich auch gesehen: Das Land hat ein ziemliches Kriminalitäsproblem und als Tourist sollte man das nicht aus dem Blick verlieren. Manche Gegenden (die es quasi in jeder größeren Stadt gibt) und Straßen sollte man halt besser meiden. Das ist jetzt kein Geheimnis und auch überall nachzulesen. Mit etwas wachem Blick sollte man also in der Regel auch keine Probleme bekommen.

Würden wir die Reise genau so noch einmal machen? Nein.
Wären wir noch nicht dort gewesen, würden wir sicher wieder nach Südafrika reisen! Aber wir würden uns mit dem heutigen Wissen wohl mehr auf den westlichen Bereich des Landes konzentrieren. Also grob vom Kap der Guten Hoffnung bis etwa zur Plettenberg Bay. Dafür dann wohl noch Bereiche nördlich von Kapstadt sehen wollen, die wir bei dieser Reise aus Zeitgründen gar nicht gesehen haben
Auch wenn es rund um den Krugerpark an den letzten Tagen phantastisch war, so hatten doch diverse Tage vorher viele Längen, oft machten wir hauptsächlich Strecke. Und Safaris kann man auch weiter westlich machen, da sind die Parks natürlich nicht so riesig, aber von der enormen Größe haben wir bei einem Tagesausflug eh kaum etwas gesehen.

Also: Das Land bereisen unbedingt, aber es innerhalb von 2 Wochen quer zu durchreisen muss vielleicht nicht sein.