Dienstag, 17. März 2020

COVID-19

Aktuell gibt es weltweit nur ein Thema: Das "neue Coronavirus", dessen Folge-Erkrankung nun COVID-19 genannt wird. Unser aller Alltag unterscheidet sich gerade ziemlich vom üblichen Trott. Ich selber lebe aktuell ja eher im goldenen Käfig. Mache Home-Office und brauche mir um Job und Geld keine wirklichen Gedanken machen. Bei vielen, besonders auch Selbstständigen sieht das aktuell ganz anders aus. Da springen mich aus dem Bekanntenkreis schon so einige Dinge an. Für viele stehen da wirklich schwierige Zeiten an.


Also kein Jammern, dazu habe ich keinen Grund. Was ich hier aber konkret beschreiben möchte, ist meine/unsere aktuelle Reise-Situation. Ich/wir reisen ja gerne und auch durchaus öfters. Anfang des Jahres war ich mit Genia in Ägypten (Kairo und Nilkreuzfahrt). Während dieser Reise ging es langsam los mit "Corona-Alarm". Das war zu dem Zeitpunkt Ende Januar nur ein China-Phänomen. Keiner konnte damals erahnen, wie das in den nächsten Wochen weiter gehen sollte bis zum heutigen Tag.

Aktuell steht als nächsten Ende April unsere Mopped-Tour nach Kreta auf dem Programm. Am 20.04. sollte es los gehen, Flüge und Motorräder sind längst gebucht (s. Link).
Derzeit geht von uns eigentlich keiner mehr wirklich davon aus, dass diese Reise stattfinden wird. Der Zeitraum liegt für die meisten aktuellen Maßnahmen zwar noch zu weit in der Zukunft, aber realistisch betrachtet wird sich ja das Zeitfenster bis Ende März wohl kaum etwas an der aktuellen Situation ändern. Derzeit und in naher Zukunft stehen eher noch weitere Einschränkungen auf dem Plan.
Wie gesagt, es gibt bisher noch keine Absagen. Bei den Moppeds haben wir eine Anzahlung geleistet und die Flüge (meine beiden mit TUIfly) sind bezahlt. TUI hat aktuell das gesamte Reiseprogramm bis zum 27.03. ausgesetzt. Was danach kommt, offiziell offen.
Ganz frisch gibt es für jedes Land eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt. Wie lange ist auch offen. Man wird halt abwarten müssen.
Ich wiederhole mich: Keiner von uns glaubt aktuell an diese Reise.


Dann steht noch der kommenden Sommerurlaub auf dem Zettel. Dazu hatte ich bisher noch nichts geschrieben, das wollte ich eigentlich in den letzten Wochen machen. Aber die aktuell stetige Änderung der Sachlage haben mich bisher abgehalten.
Also, im Sommer 2020 steht (oder stand?) nach 2017 wieder eine USA auf dem Zettel. Mit Levi sollte es dieses Mal an die Ostküste gehen. Von New York City über Washington, D.C. durchs Land hoch nach Kanada, dort Toronto, St.-Lorenz-Strom und Montreal, dann die Neuengland-Staaten und zurück nach NYC. So mal flott in aller Kürze.
Nachdem Genia ihren Urlaub genehmigt bekommen hatte etwa eine Woche die Flugpreise beobachtet und dann zwei Gabelflüge gebucht. Die Preise lagen doch eine Ecke höher als erwartet. Quasi alle verfügbaren Angebote hörten spätestens Ende Juni auf und fingen etwa Mitte August wieder an. Naja, was will man machen. Für uns geht es mit Junior halt nur in den Sommerferien.
Für insgesamt gut 1600€ haben wir dann Flüge von Hannover über London nach JFK gebucht, zurück von eben dort über Manchester nach Hannover.
Dann begann der primäre Spaß: Den groben Reiseplan hatten wir schon längst vorher abgesteckt, nun folgte das Buchen der ersten Unterkünfte, Mietwagen, detailliertere Tagespläne: Wann sind wir wo und wie lange, usw.
Gerade als das mit Corona hier langsam aber sicher Fahrt aufnahm, bekam ich von Expedia (dort hatten wir die Flüge gebucht) eine Mail, dass mein geplanter Flug mit Flybe leider storniert wurde, da die Airline zwei Tage vorher den Dienst eingestellt hatte. Davon hatte ich gelesen, ich fragte mich nur: "Welcher Flug mit Flybe?"
Also loggte ich mich ein und schaute nach. Tja, nun sah ich es auch: Der letzte Teilflug von Manchester nach Hannover war mit Virgin Atlantic (wie das erste Teilstück von New York auch), allerdings "durchgeführt von Flybe". Oha!
In der Stornierungsmail stand allerdings nicht genau drin, was nun exakt storniert wird. Nur das letzte Teilstück? Der Rückflug als Ganzes oder sogar die ganze Reise inkl. Hinflug?
Es stand nirgends. Ich solle nur neu buchen, wenn ich die Reise durchführen möchte. Tja, nur WAS GENAU neu buchen?
Also online nach Hilfe gesucht und dort wurde immer auf die Kunden-Hotline verwiesen. Aber eben jene war wegen der nur Fahrt aufnehmenden Corona-Krise nicht erreichbar. Mehrmals hing ich >30min in der Warteschleife ohne jemanden zu erreichen. ich nutze im Portal dann die Frageoption zu meinem Reiseplan, welches eine Mail verschicken konnte. Nach 5 (!) Tagen bekam ich den Hinweis, ich solle die Hotline anrufen. Arrrgh!
Aktueller Stand ist: Ich weiß immer noch nicht mehr. Im Reiseplan steht aktuell: Mein (erster) Rückflug würde von New York nach Manchster gehen und nicht nach Hannover. Nur anders sollte es ja nie sein. Die Umsteigezeit ist immer noch vermerkt, aber der zweite Rückflug fehlt.
Beim Betrag für die Reise ist nach wie vor die ursprüngliche Summe. Weitere Versuche der Klärung kann ich aktuell lassen, das mit der Überlastung der Hotline ist ja aktuell nicht besser.
Ich hoffe aktuell, dass die komplette Reise storniert wird (oder wurde). zum einen ist die aktuelle Unsicherheit was wie im Sommer sein wird noch größer als vor 2 Wochen, zum anderen sind die Flugpreise zuletzt gefallen. Bei einer Neubuchung bekäme ich aktuell Direktflüge sogar etwas günstiger als unsere bisherigen Gabelflüge. Zudem, falls nur das letzte Teilstück wegfallen sollte: Flybe war die einzige Fluglinie, die von Manchester direkt nach Hannover flog. Beim letzten Schauen würde allein diese Verbindung für uns drei etwa 700€ mit Zwischenlandung kosten. Wenig einladend, da würde ich dann wohl eher ein anders Endziel anvisieren.
Nun, die bisher gebuchten Quartiere und auch den Mietwagen können wir immerhin ohne Schwierigkeiten stornieren.

Kurzum nach langer Geschichte: Aktuell weiß ich weder, ob ich im Frühjahr zur Moppedtour nach Kreta fahre, noch ob und wann wir im Sommer den USA-Trip machen werden.
Von der bisher angedachten Reise im Herbst mit Freuden nach Madeira wollen wir mal gar nicht sprechen. Aber gut, da ist aber auch noch Nichts gebucht.

Warten wir es ab, stay tuned...

Mittwoch, 11. März 2020

Irland 2019 - Tag 12


Hier zunächst alle Fotos vom zwölften Tag:



Mittwoch, der 04.09.

Nach einer erholsamen Nacht gingen wir unter in die Küche, dort fanden wir alles für ein gutes Frühstück. John war, wie am Vortag angekündigt, schon nicht mehr im Haus. Nach der Stärkung packten wir also unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Weg.
Heute sollte es an der Nordküsten entlang gehen, unser Tagesziel war Ballycastle an der Küste im Nordosten der irischen Insel. Wir verließen Derry recht direkt und fuhren immer mehr oder minder an der Küste entlang. Die optische Erscheinung interessiert sich zum Glück nicht für politisch gezogene Grenzen, auch hier war es landschaftlich ziemlich schön.




Hin und wieder machten wir auch mal einen kleinen Abstecher von der Hauptstraße, wie z.B. zum kleinen Bahnhof von Magilligan, der an der Bahnlinie von Derry nach Coleraine liegt.
Ab hier folgte die Straße auch in etwa den Schienen, die schon bald bis direkt zur Küste gingen. An einem kleinen Parkplatz direkt an der Bahnlinie vor einem Strand machten wir einen kleinen Stopp.



Passenderweise kam gerade ein Zug nach Derry vorbei.


Von hier konnte ich auch sehen, dass auf dem Strand Autos standen und dann entdeckte ich auch die kleine Straße unter den Schienen hindurch. Also schnell wieder ins Auto und ab auf den Strand!



Hier direkt am Meer merkten wir erst, wie stürmisch es an diesem Tag war. Unterwegs war der verstärkte Wind schon zu spüren, ebenso an dem bisherigen Stopp, aber nun blies es uns so richtig an!



Da Wind auf Fotos immer nur bedingt rüber kommt, hier gleich mal ein kleines Strandvideo.


Entsprechend wurde es einem auch schnell frisch, so machten wir uns bald wieder auf den Weg.
Übrigens waren wir nun in "Game of Thrones"-Gebiet angekommen. Habe wir zwar nie gesehen, aber hier an der irischen Nordküste gab es diverse Drehorte, direkt hier am Downhill Beach war übrigens ein Filmset der 2. Staffel.
Es dauerte nicht lange, bis wir zur kleinen Hafenstadt Portrush kamen. Die Hauptstraße ging mitten durch den Ort, so dass wir auch am Hafen vorbei kamen. Dieser war durch eine große Hafenmauer geschützt, an dessen Ein/Ausfahrt gut die ordentliche Brandung sehen konnte, gerade im Vergleich zum ruhigen inneren Hafen.



Weiter ging die Fahrt die Küste entlang, es war nicht weit bis zum nächsten (diesmal geplanten) Stopp: Dunluce Castle. Vorher machten wir aber noch einen weiteren kurzen Halt an einem Aussichtspunkt oberhalb der Steilküste. Hier pustetet es dann noch einmal eine Nummer stärker als vorher schon. Das war schon ein ganz amtlicher Sturm hier!


Aber die Aussicht war wieder großartig. Durch den Wind konnte ich das Handy kaum ruhig halten, hatte aber zum Glück keine Auswirkungen auf die Fotos.


Nun ging es das letzte kleine Stückchen weiter zum Parkplatz der Burg. Dunlace Castle (irisch Dún Lios, bedeutet "starke Festung") ist einer der größten Burgruinen von ganz Irland und unbedingt einen Besuch wert!






Trotz des Sturms hatten wir ja im Prinzip noch Glück mit dem Wetter, es war den ganzen Tag zumindest trocken, hin und wieder schaute sogar mal die Sonne zwischen den Wolken hindurch.






Da eine Ruine ja nun eben nicht mehr aus unbedingt geschlossenen Gebäuden besteht, war es an manchen exponierten Stellen extrem stürmisch, in anderen windgeschützten Ecke in der Sonne geradezu sommerlich warm.







Nachdem wir uns schließlich alle Bereiche ausgiebig angesehen und in einer geschützten Ecke eine Pause gemacht hatten, gingen wir langsam zurück zum Wagen und setzten unsere Fahrt fort. Bis zum nächsten Ziel und einer der Must-See-Plätze hier in Nordirland war es auch wieder nicht weit: Dem Giant's Causeway
Hier war natürlich entsprechend viel los, handelt es sich doch um einer der Hauptattraktionen des Landes. Ein sehr großer Parkplatz mit vielen Bussen empfing uns, zudem ein großes Visitors-Centre. Offiziell sind die Steine selber ohne Eintritt anzusehen, nur fanden wir nicht so recht den Gratis-Weg. Es ging irgendwie immer durch die (ziemlich überfüllte) Ausstellung, so gingen wir irgendwann einfach durch den Ausgang. Genia zeterte zwar noch einige Minuten, weil sie der Meinung, war wir haben uns hier unberechtigten Zutritt verschafft, aber schließlich kam sie halt doch mit.





Den längeren Weg hinunter ging es für uns dann zu Fuß, wahlweise (mit bezahltem Ticket?) fahren auch Busse den Weg hinunter und später wieder hoch. Unten angekommen dann der erwartete Trubel. Immer wieder gab es an bestimmten Punkten regelrechte Selfie-Schlangen, jede*r wollte natürlich ein Foto, bei dem man möglichst ganz alleine mit den markanten Steinen zu sehen ist.





Immer wieder mussten auch Personen von dem Aufsichtspersonal ermahnt werden, nicht auf bestimmte Steine zu klettern oder sonst irgendwelche verrückten Sachen zu machen.
Kurzum: Im Vergleich zu den anderen besuchten Orten eine ziemliche Kirmes hier.




Wir gingen noch ein Stückchen weiter den Weg an der Küste entlang, an dem es noch weitere Ausblicke auf einige dieser Basaltformationen gibt, bevor wir uns langsam wieder auf den Rückweg machten.



Ein Panoramafoto machte ich am Strand dann aber auch noch.


Danach schlenderten wir langsam wieder hoch Richtung Parkplatz, genossen immer wieder den Blick hinunter und kamen bald wieder beim Wagen an. Wir konnten unsere Fahrt fortsetzten.
Wir blieben weiter auf der Causeway Route Richtung Osten, oft direkt oberhalb der Steilküste. Dank der Ausblicke machten wir dort noch ein paar kurze Fotostopps.



Hohe, steile Klippen wechseln sich hier immer wieder mit langen, breiten Sandstränden ab. Zudem ist man dem Trubel hier auch schnell wieder entschwunden.
Unser letzten Planstopp des Tages, die Dark Hedges, wurde auch für als Kulisse für Games of Thrones genutzt. Bis zum Vorjahr konnte man diese Allee noch befahren, aber der Serientourismus hat in letzter zeit zu weit zugenommen, dass die Straße inzwischen gesperrt ist und nur noch zu Fuß durchlaufen werden kann. Da das Wetter bei unseren Ankunft wenig einladend war, versuchten wir es zumindest von beiden Seiten. Schließlich fuhren wir dann doch auf einen nahen Parkplatz und gingen zu Fuß durch den Regen.





Immerhin hatten wir wieder etwas Glück mit dem Wetter, der Regen nahm gerade bei unseren Ankunft ab. Bei den bekannten Fotos wird natürlich immer passend mit der Optik gearbeitet. Von weit weg schön mit dem Tele in die Allee hinein, so dass alles extrem dunkel und dicht wirkt. Real ist natürlich alles deutlich lichter, es ist halt auch keine dunkle Hecke, sondern eine Baumreihe, die brauchen schon Abstand. Trotzdem ist dieser Weg hübsch anzusehen. Wir hatten Glück, gerade als wir dort waren, war es nicht wirklich voll. Lag vielleicht am direkt vorher noch stärkerem Regen. Auf dem Rückweg zu unserem Parkplatz kamen dann aber wieder die Klein- und Mittelbusse mit den typischen Game of Thrones-Schriftzug angefahren, um die Kulissenjäger auszuspucken. Die habe ich dann halt auch noch fotografiert.



Es ging zurück zum Wagen und von hier dann das letzte Stück zu unserem Quartier The Rose Garden in Ballycastle. Wir gingen um das Haus herum und fanden den verschlossenen Eingang. Also vorne klingeln. Wir wurden sehr herzlich von Fiona empfangen, die uns alles zeigte. Dabei handelt es sich um eine 1-Zimmer Ferienwohnung mit kleinen Flur und Bad, dazu ein Gartenbereich mit Whirlpool. Das alles sehr modern und schön eingerichtet.



Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir uns noch einmal raus in das ungemütliche Wetter, um bei einem örtlichen Supermarkt einzukaufen. Danach machten wir es uns im Zimmer gemütlich und kochten uns das Abendessen.



Danach war noch entspannen angesagt, später ging es unter die Dusche und dann auch bald ins Bett.

Die gefahrene Strecke:

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