Freitag, 12. September 2014

Hornet-Treffen 2014

Endlich war der August gekommen und damit das alljährliche Hornet-Treffen!
Was hatte ich diesem Termin entgegen gefiebert. Das hatte dieses Jahr gleich zwei Gründe:
Zum Einen wollte ich wie letztes Jahr auch wieder die ganze Woche auf der Burg Ludwigstein in Witzenhausen sein und zum Anderen hatte sich Genia schon recht früh entschlossen, auch die ganze Woche mit dabei zu sein. Das Treffen fiel nämlich direkt in ihre Urlaubszeit, ursprünglich ganz ans Ende ihrer 3 Wochen.
So beschlossen wir unsere Unterkunft zu wechseln. Die ersten Tage sollte es ins Zelt gehen und von Freitag bis Sonntag (also der eigentliche Treffenzeitraum) buchten wir uns ein 2er Zimmer in der Burg. Schließlich müsste Genia direkt nach dem Treffen wieder zur Arbeit und ein Zimmer sollte etwas mehr Schlaf garantieren als das Zelt.
Nun ja, ihr Urlaub verschob sich eine Woche nach hinten. Trotzdem beließen wir es beim Zelt/Zimmer-Mix.
Da Genia mit dem eigenen Motorrad noch in der Übungsphase war und entsprechend noch nicht bereit für eine längere Anreise beschlossen wir daher, dass sie mit dem Wagen fährt und ich zusammen mit Sebastian mit dem Mopped anreisen.

Zunächst aber noch schnell alle Fotos, die ich gemacht habe, als Diashow:

Montag, der 04.08.
Da wir das meiste Gepäck im Wagen verstauen konnten sollte nur das Nötigste auf dem Mopped dabei sein. In erster Linie angesichts der Wetterlage gehört dazu definitiv die Regenkombi.
Ich verabredete mich um 10:30 Uhr mit Sebastian, der auch pünktlich bei mir ankam. Da wir wie üblich querfeldein fahren wollten konnte Genia deutlich später los, mit der Dose war ja doch eher Autobahnfahrt angesagt.
Wir cruisten wie gehabt quer durch das Lipper- und Weserbergland bis rüber in den Solling um dann südlich von Göttingen schließlich auf der B27 zu kommen.
Die ganze Zeit wurden wir um uns herum von dunklen Wolken begleitet, aber ohne selber in den Regen zu geraten. Es blieb einige Male bei wenigen tropfen. An dieser Stelle war es dann deutlich dunkler um uns herum. Aber auch nun sollten wir anfangs Glück haben, wir tauchten wohl so gerade unter dem Regen durch. Sie patschnassen Straßen verrieten nur, dass es hier schon ordentlich geschifft hatte.
Gerade, als wir uns schon fast in "Sicherheit" wähnten und die Burg schon das erste Mal in Sichtweite kam öffnete der Himmel dann doch noch seine Schleusen. Obwohl wir die wirklich dunklen Wolken schon längst hinter uns gelassen hatten. Wirklich verstanden hatte ich nicht, wo dieser starke Regen jetzt plötzlich doch noch her kam...
Jedenfalls gab es hier an der breit ausgebauten Hauptstraße auch nicht wirklich einen Platz zum Unterstellen und das Navi sagte noch rund 3km bis zum Ziel. Also Gas auf und durch!
Oben an der Burg angekommen fuhr ich direkt am (ungeschützten) Parkplatz vorbei über unseren noch leeren Festplatz zum Neubau. Dieser hat nämlich an der einen Seite eine große "Zelterküche". Also eine große Fläche mit Wasseranschluss und Arbeitstischen, aber auch viel Freiraum und das alles unter dem hohen Hauptdach. Genau der richtige provisorische Parkplatz, bis der Regen aufgehört hat.
Kurz darauf kam auch Sebastian unter das Dach, er hatte seine Maschine aber doch auf dem Parkplatz abgestellt.
Nun erst einmal aus den nassen Klamotten. Zum Glück war nicht viel Feuchtigkeit bis nach innen der Lederkombi durchgedrungen. Da es hier und heute keine ästhetischen Preise zu gewinnen geben sollte bevorzugte ich dann doch das Outfit mit langer Funktionsunterwäsche und Motorradstiefeln.
Kaum waren wir angekommen gesellte sich ein Typ zu uns, der direkt auf dem Festplatz sein Zelt aufgeschlagen hatte. Ein Quad-Pilot, der von so einem Vierradtreffen in Hannover kam und zum Open Flair Festival nach Eschwege wollte. Wegen Kosten und Idylle usw. wollte er aber hier ein oder zwei Nächte verbringen. Waren auf jeden Fall recht viele Informationen in kurzer Zeit, der Geselle war doch sehr redselig.
Kurz darauf kam auch der Maddin an. Er war schon vor uns an der Burg und ist erst einmal etwas einkaufen gefahren. Quasi zeitgleich erschienen dann auch Stefan und Jenny. Und die hatten zudem Bier dabei. Wurde aber auch Zeit.

  

Inzwischen war daheim auch Genia mit dem Auto unterwegs und wenig später erschienen die nächsten der üblichen Verdächtigen, zudem kam auch langsam wieder die Sonne heraus.
Dann nahm so langsam alles seinen professionellen Verlauf. Der Wohnwagen von Chris und Regine wurde aufgestellt, die in der Burg eingelagerten Vereins-Sachen wurden zum Platz gebracht und wir begannen schnell, die großen Pavillons aufzubauen. Bei der wechselhaften Witterung sollte man die trockene Zeit nutzen! Genia war inzwischen auch angekommen und so konnte ich dann wieder etwas tauglichere Kleidung anziehen.

  

Und so war schon am späten Montagnachmittag alles wesentliche aufgebaut, was denn schon vor Ort war. Ebenso hatten wir schon eine ziemlich ordentliche Gruppenstärke erreicht. So viele Leute waren an einem Montag vor dem treffen noch nie da!
Als nächstes kamen dann noch schnell die eigenen Zelte. Diese musste zunächst auch auf unserem Festplatz stehen, da auf dem eigentliche Zeltplatz noch eine Gruppe Ministranten aus Paderborn ihr Lager aufgebaut hatten. Diese "Horde" sollte noch bis Mittwoch bleiben.

  

Auch der Aufbau der eigenen Zelte gelang dann auch noch ohne nass zu werden und so konnten wir alle langsam zu einem gemütlichen Abend übergehen. Wir hatten in Vorbereitung noch einige Kisten Bier am Start und für Grillgut war auch schnell gesorgt.
So konnten wir nach einem schönen Abend zufrieden und satt in unser Zelt kriechen.

Die gefahrene Tagestour (198km):

Das Höhenprofil:


Dienstag, der 05.08.
Nach dem gemütlichen Ausschlafen (soweit das im Zelt möglich ist) versammelten sich die Frühanreiser zum gemeinsamen Frühstück.
Da dieser Tag vom Wetter her auch noch wechselhaft bleiben sollte verschob ich meine angedachten Touren noch um einen weiteren Tag.
So blieben wir zunächst noch an der Burg, bis es später um die Mittagszeit etwas aufklarte.
Wir fuhren dann erst einmal in die Innenstadt von Witzenhausen. Ich wollte Genia schon einmal zeigen, wo wir alle am Samstag nach der großen Ausfahrt auflaufen werden. Außerdem kam so langsam auch wieder etwas Hunger durch.
Nachdem wir an einem Supermarkt einen Parkplatz fanden schlenderten wir durch die Innenstadt und kehrten bald bei einem größeren Imbiss in der Fußgängerzone ein. Genau in dem saß auch schon Yves samt Familie, zu denen gesellten wir uns dann auch gleich.
Sie waren u.a. in der Stadt unterwegs, um nach Ausleihmöglichkeiten eines Mischpultes zu ergründen. Unser vereinseigenes hatte nämlich auf einem Kanal den Geist aufgegeben.
Das hatte ich am Rande mitbekommen. Jedenfalls gab es sowas wohl nicht wirklich in Witzenhausen, zumindest nicht sowas wie ein Veranstaltungstechniker. Die Optionen waren nach Göttingen oder Kassel in eine MediaMarkt o.ä. zu fahren und dort nach einem zu schauen.
Yves hatte bei Amazon genau unser Modell (zusätzlich noch mit USB-Schnittstelle) zu einem guten Preis gefunden. Wir diskutierten die verschiedenen Möglichkeiten beim Essen und da die bisherige Suche eher erfolfglos verlief, rendierten wir eher dazu, ein neues gerät zu besorgen. Wir wollten das dann später an der Burg noch klären.
Genia und ich machten danach noch ein paar Einkäufe am Supermarkt, wo unser Wagen stand. Danach machten wir uns auf den Weg die benachbarte Burg Hanstein zu besuchen.
Seit 2008, meinem ersten Treffen, wollte ich eigentlich immer schon mal dort hin. Hat bisher nie statt gefunden. Wird also Zeit!

  

Also machten wir uns irgendwann auf den Weg zur Nachbarburg. Erst runter ins Tal, auf die andere Seite der Werra und dann dort wieder den Berg hoch.
Die erste Überraschung war für mich, dass es oben bei der Burg noch ein richtiges Dorf gibt. Das ist so von der Burg Ludwigstein aus gar nicht zu sehen. Und Eintritt kostet es auch, aber das sollte sich wirklich lohnen.

  

Die Burg ist ja eine Ruine, also heute nicht mehr genutzt und in diversen Teilen auch beschädigt.
Die Haupträumlichkeiten, der Turm und diverse Kellerbereiche kann man sich trotzdem ansehen.
Gerade der Ausblick vom Turm ist grandios!

  

  

Hanstein liegt doch eine ganze Ecke höher als Ludwigstein, von der anderen Seite ist das wohl zu erkennen, fällt aber deutlich weniger auf.
Von Hier muss man die Treffen-Burg schon etwas suchen. Was auch daran liegt, dass es im Hinterland direkt mit höheren Bergen weiter geht.

  

  

Wir schauten uns jeden Winkel der Burg an und auch das Außenareal, schließlich machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Wagen und fuhren zurück zu "unserer" Burg.
(Anmerkung: Hier stand zunächst eine zeitlich andere Version, erst Burg, dann Stadt. Stimmte aber nicht. Genia hatte diesen Fehler bemerkt und schließlich musste ich ihr dann doch Recht geben)

Inzwischen waren auch schon weitere Gäste angekommen, unter anderem AstridDaniel. Großes Hallo und herzliche Begrüßung!
Zudem bauten schon einige ihre Zelte von dem Übergangsplatz ab, um sie an anderer Stelle wieder aufzubauen. Das Ministrantencamp sollte zwar noch bis Mittwoch bestehen, aber unterhalb unseres Festplatzes und neben dem Zeltplatz gab es auch noch eine kleine Fläche, auf der sich nun einige breit machten.

  

Da wir ab Freitag eh ein Zimmer in der Burg gebucht hatten und der Randbereich des Festplatzes erst am Samstag richtig benötigt wird beschlossen wir einfach dort zu bleiben.
Im Laufe des Tages kam es dann irgendwie in diversen Gesprächen und Sprüchen dazu, dass es um Cockringe ging. Wo, wo, wann, warum - keiner weiß es mehr.
Jedenfalls konnte Jenny damit nichts anfangen und Stefan wollte der allgemeinen Aufforderung der Gruppe um Aufklärung seiner Freundin auch nur bedingt nachkommen.
Nun ja, so setzten alle anderen eben dort an. Es wurde viel gelacht.
Nachdem Jenny nun informiert war, konnte sie trotzdem die Sinnhaftigkeit so eines "Hilfsmittels" nicht wirklich nachvollziehen und stellte fest, dass Stefan und sie "so etwas nicht benötigen".
Schon war das nächste Thema da. Es war für genug Unterhaltung an diesem Abend gesorgt...

Mittwoch, den 06.08.
An diesem Tag sollte das Wetter nun endlich besser mitspielen, so dass es nun für mich und einige Mitfahrer auf Tagestour gehen sollte.
Also gleich Mal den "dicksten Brocken" der vorgeplanten Routen ins Navi gehauen: Ab in den Harz!
Eine Harztour plane ich schon seit 3 Jahren, allerdings ist es bisher noch nie dazu gekommen. Auch deshalb die Runde gleich als erstes.
Mit dabei sein wollte auch Kolja, der im Vorfeld diverse Infos zu meiner Tour haben wollte. Da ich die irgendwann mal mit einem Routenplaner abgesteckt hatte konnte ich diese nur sehr unzureichend geben. Er kommt nämlich aus dem Raum Hannover und ist daher häufiger im Harz und kennt sich entsprechend aus. Nun gut, er vertraute dann mal auf meine Runde sollte noch einige Male überrascht werden.
Wir fuhren über kleine Straßen gen Norden, viele davon leider im schlimmen Zustand, bis wir schließlich das südliche Ende vom Harz bei Herzberg erreichten. In der Stadt mussten wir einigen Umleitungen folgen, da eine Brücke komplett gesperrt war. Ab dann ging es über schöne kurvige Straßen rein ins Gebirge, bis wir schließlich am Ortsausgang von Sieber an eine Straßensperre kamen. Dazu noch eine mit Wachposten.
Wir wurden aufgeklärt, dass die Straße wegen eines Filmdrehs gesperrt wäre und wir der ausgeschilderten Umleitung in Herzberg folgen sollten. Das Dumme nur: Die einzige Umleitung dort war die wegen der Brücke. Keine Hinweise auf eine Streckensperrung im weiteren Verlauf.
Dann meinte einer der Wachlinge, dass er das heute schon öfters gehört hätte. Tolle Sache.
Kaum gewendet, kam uns auch noch ein UPS Wagen entgegen, der hatte diese "Umleitung" wohl auch nicht gefunden. Und es sollte nicht der letzte sein, der uns entgegen kam...
Also fast 10km wieder zurück nach Herzberg, dann über die Hauptstraße bis Bad Lauterberg und dann ein erneuter Einstieg in die 3D-Welt.
Ab hier sollte dann nun endlich alles klappen! Keine Sperrung mehr auf unserer Runde, hin und wieder anfangs etwas unruhiges Geläuf, aber später wurde das auch immer besser.
Bei jedem Stopp musste Kolja feststellen, dass wir diverse Pisten gefahren sind, die er noch gar nicht kannte. Das sorgte im Tagesverlauf noch für viel Erheiterung!
Wir fuhren zahlreiche tolle Streckenabschnitte und auch der Rückweg vom Harz nach Witzenhausen war deutlich besser als der Hinweg. Wir hatten alle viel Spaß!
Zurück an der Burg hieß es wieder neue Gäste zu begrüßen. Darunter waren auch Csibi & Melly, die zudem auf ihrem Anhänger 2 Leihmaschinen von Honda dabei hatten. Eine (vielen schon bekannte) CB 1000R und die nagelneue CB 650F, die nun nicht mehr Hornet heißt.
Lustigerweise waren das exakt die Maschinen, die ich auch schon bei den Honda Pressetagen kennen gelernt hatte.
Der Begrüßung folgte das Ankommbier.
Im Laufe des Tages hatten sich unsere Vorstandsmitglieder darauf geeinigt, das Mischpult von Amazon zu bestellen. Ich hatte am Vortag schon gesagt, dass ich Prime Mitglied bin und daher das Teil innerhalb von einem Tag an der Burg sein kann.
Ich erinnerte mich an diese Cockring-Geschichte des Vortages und beschloss, für unsere beiden Turteltauben gleich so ein Teil mit zu bestellen. :-D
Das machte natürlich schnell seine Runde und sorgte für weitere Erheiterung und einen schönen Abend.

Die gefahrene Tagestour (413km):

Das Höhenprofil:


Donnerstag, der 07.08.
Nachdem Genia sich am Vortag ob meiner Abwesenheit gar nicht gelangweilt hatte, sondern einen netten Tag mit Jenny in Witzenhausen und mit den anderen an der Burg verbrachte bekam ich auch direkt von ihr das OK, auch an diesem Tag das schöne Wetter zu nutzen um eine weitere Tour zu machen. Da sagte ich doch nicht Nein!
Da am Donnerstag wieder zahlreiche Neuankömmlinge zu erwarten waren und ich Genias Geduld auch bei ihrem ersten treffen nicht gleich überstrapazieren wollte entschied ich mich für eine kürzere Runde. Nämlich die gleich Tour wie letztes Jahr durchs Fulda-Werra-Bergland, allerdings drehte ich die Richtung um. Schon war es quasi eine komplett neue Route. :-)

  

Wie immer am Donnerstag kommen schon ziemlich viele Teilnehmer beim Treffen an und so gab es wie gehabt viele nette Menschen zu begrüßen.
Inzwischen waren auch die meisten der Zelte vom Festplatz verschwunden. Nur noch unseres sollte noch eine Nacht dort stehen bleiben. Für den nächsten Tag war der Abbaus und unser Umzug in die Burg geplant.

  

Außerdem hatte Maddin noch einmal die neue Ausfahrt optimiert. Er hatte die Runde komplett überarbeitet, man will ja auch als altbekannter Gast regelmäßig neue Straßen sehen.
Zum Glück gibt es in der Umgebung genug Auswahl an kleinen, netten Nebenstraßen.

Die Tagestour (258km):

Das Höhenprofil:


Freitag, der 08.08.
Der letzte große Anreisetag war gekommen und unter den noch zu erwartenden Gästen waren nun endlich auch Helen & Daniel. :-)
Für mich gab es daher wie üblich am Freitag keine größere Tour mehr, nur das Abfahren der Ausfahrtsrunde vom folgenden Samstag stand mit anderen Tourguides auf dem Zettel.
Aber erst einmal in gemütlicher Runde schön frühstücken und dann unser Zelt abbauen. Es stand ja unser Umzug in die Burg an.
Dummerweise sollte die Tourguide-Runde nun schon am Vormittag starten, da musste ich dann doch passen. Ich hatte nämlich keine Lust das Zelt am Nachmittag in praller Sonne abzubauen. Also lies ich die anderen fahren und Genia und ich machten uns ans Umquartieren. Alles, was wir ab nun nicht mehr brauchen (Zelt, Luftmatratze, Schlafsäcke) konnte auch direkt im Wagen verstaut werden.
Zudem passten wir unser Zimmer noch etwas an unsere Bedürfnisse an, aus den zwei Einzelbetten an gegenüberliegenden Wänden wurde so schnell ein Doppelbett vorm Fenster.

  

Später fand ich in Jochen und Csibi dann doch noch zwei Tourenmitfahrer, die die Runde noch einmal abfahren wollten, da sie beide am Folgetag kein Navi haben würden.
Das passte ganz gut, hatte zumindest ich die mir noch unbekannte Runde ja in meinem TomTom.
Der Anfangsteil der Runde entpuppte sich in weiten Teilen deckungsgleich mit der Tour vom Vortag, nur anders herum. Wirklich eine nette Ausfahrt, auch wenn es noch einige Unstimmigkeiten gab. Mein Navi wollte bisweilen etwas anders fahren. Aber nach kleinen Verbesserungen bei den Wegpunkten sollte das Problem auch ausgeräumt sein.

    

Später erschienen dann auch endlich die lang erwarteten letzten Freunde von der Gästeliste auf der Burg. Wieder großes Hallo und innige Begrüßung.
So langsam konnten der gemütliche Teil des Tages beginnen. Wenn die letzten Angereisten mit einem Ankommbier anstoßen wollen, will man diesem Wunsch natürlich nachkommen.
Es wurde wieder viel geredet und gelacht und später am Abend ging es in ein richtiges Bett, auch mal schön. Vor allem für den doch immer viel zu früh am Morgen nötigen Toilettengang ist es in der Burg doch deutlich angenehmer als auf dem Zeltplatz.

Die gefahrene Tagestour (113km):

Das Höhenprofil:


Samstag, der 09.08.
Der Haupttag des Treffens war schon gekommen. Wie die anderen Tage auch begann alles mit dem großen Frühstück. Danach machte man sich so langsam klar für die Ausfahrt. Umziehen auf dem Zimmer statt im Zelt. Auch das ist besser als im Zelt.
Da dieses Mal nicht so viele Tourguides zur Verfügung standen waren die Gruppen größer.
Nicht so schön, aber was will man machen. Auch das Wetter war an diesem Morgen wechselhafter, aber die Aussichten versprachen doch zumindest keinen Regen, Allerdings Warnung vor möglichen Gewittern.
Tja.... und genau so eine Gewitterzelle sollte uns dann auch prompt später noch erwischen.
Vorher sammelte ich noch beim Start 2 Leutchen ein, die ihre Gruppenabfahrt verpasst hatten. Später sollte ich dafür 3 Leute verlieren. So ganz rund lief das dieses Mal nicht.
Zumal auch einige Fahranfänger nicht in der für sie gedachten Blümchenpflückerrunde landeten.
Nunja, im Endeffekt kamen aber trotzdem alle ans Ziel. Manchmal nicht mit ihrer Startgruppe, aber immerhin. ;-)
Wie schon geschrieben, irgendwann kam meine Gruppe in den Regen. Erst noch eher leichter Regen, aber langsam intensivierte der sich etwas. Dummerweise ist es mit einer Gruppe von knapp 20 Leuten gar nicht so einfach, sich mal eben unter zu stellen.
Irgendwann kamen wir aber an einer Tankstelle vorbei und dort suchten wir dann unterschlupf. Möglichst so, dass nicht alle Zapfsäulen zugestellt waren.
Das war auch zur richtigen Zeit, weil der Regen danach noch deutlich kräftiger wurde. Das Regenradar zeigte auch kleine, aber intensive Gewitterzelle südlich unserer Route, aber die Ausläufer reichten bis auf unsere Wege.

  

Nach rund einer viertel Stunde Wartezeit kam dann die nächste Gruppe angefahren. Die nutzen natürlich auch gleich die Chance sich unter zu stellen. Langsam wurde es voll unter dem Tankstellendach.
Nach weiteren rund 15min hörte der Regen dann aber wieder auf und es konnte weiter gehen.
So kamen wir dann (zumindest von oben) trocken am Treffpunkt auf dem Hohen Meißner an.
Die verlorenen Gruppenmitglieder kamen auch etwas später an. Also im Endeffekt hat alles trotzdem irgendwie geklappt.
Auf dem großen Parkplatz wurde dann noch versucht von diversen Teilnehmern Einzelfotos mit ihren Maschinen zu machen. Das ist prinzipiell immer gewünscht, nur in der Praxis halt schlecht umzusetzen.
Danach ging es wie gehabt im großen Korso nach Witzenhausen, inkl. Stopp auf dem Wege bei unserem Bäcker.
Am Marktplatz wurden wir dann wie immer von der aktuellen Kirschkönigin begrüßt.

  

Später ging es dann zurück zur Burg, es folgten unsere Spiele (Tankweitwurf nun  mit einem Spritfaß von einer Hornet) und zudem hatte jeder Teilnehmer die Wahl, was für ihn die schönste Hornet ist.
Statt wie bisher in 6er und 9er zu unterscheiden gab es dieses Jahr zum ersten Mal nur noch eine einzige Wahl.

  

Später am Abend folgte dann die Prämierung: Die schönsten Maschinen, die weiteste Anreise, Sieger bei den Spielen und Pechvögel. Obwohl unser Pechvogel dieses Jahr eher ein ziemlicher Glückspilz war! Bei dem Abflug (s. Video!) ist sowohl Fahrer als auch Mopped nichts passiert. Dank viel Niederschlag war die Sturzzone ein voller Graben.


Zudem fand natürlich noch die Tombola statt, leider hatten wir mal wieder kein Losglück. Aber auch so hatten wir wieder alle einen schönen Abend, der bis tief in die Nacht gehen sollte.

Auch schon etwas traditionell redeten Csibi, Wolfi und ich über die zukünftigen Urlaubspläne.
Wir hatten uns ja relativ schnell (direkt am Ende der Kroatien-Tour) auf unser nächstes Ziel (Korsika!) geeinigt. Während wir in Kroatien gleich am Anfang mit einer kleinen Fähre rüber nach Cres fuhren kam das Thema nämlich auf Mopped und Fähre und was für eine schöne Art der Anreise zum Urlaub sowas ist. Da wir alle zusammen schon 2011 auf Sardinien waren war Korsika ja nur der logische Schluss. Und meine Moppedreise dorthin ist nächstes Frühling auch schon 6 Jahre her, also dringend Zeit, wieder dorthin zu fahren.
Der eigentlich Klärungsbedarf war noch das Zeitfenster. Dieses Jahr konnte Ronnie leider schon nicht mit und nächstes Frühjahr stand seine Abschlussprüfung der Technikerschule an, die findet Anfang Juni statt. Wir hatten daraufhin schon beschlossen, dann halt etwas später direkt im Anschluss zu fahren.
Nun kam allerdings noch die Erkenntnis dazu, dass die Schule auch nach der Prüfung noch bis in die erste Julihälfte weiter geht. Zudem wird in dieser Nachprüfungsphase ein Ausbilderschein angeboten, den Ronnie natürlich auch noch mitnehmen möchte.
Also gab es folgende Möglichkeiten: a) wir fahren wie gehabt im Mai ohne Ronnie, b) wir fahren erst im Juli oder aber c) wir fahren wegen der Hitze des Hochsommers erst im September.
Möglichkeit b) lehnten wir alle recht dankend ab. Bei über 30° ist Moppedfahren nicht immer ein Spaß und das wollten wir eigentlich alle vermeiden. Die letzte Variante fiel dann leider auch aus, da der angepeilte Spätsommer von Csibis Seite aus nicht geht, dort ist der ganze Monat mit Messe samt Vor- und Nacharbeitung ausgefüllt.
Also wohl leider wieder ohne Ronnie, wirklich schade. Der Typ ist und bleibt nämlich einfach eine Bereicherung für jede Reise!
Allerdings war ein Ersatz auch schnell gefunden! Mein Kollege Sebastian wollte auch dieses Jahr schon gerne für Ronnie bei der Kroatientour einspringen, konnte allerdings terminlich nicht. So war er natürlich jetzt schnell mit seinem OK am Start.
Nach genauer "Charakterprüfung" durch Wolfi gab eben dieser auch sein OK für den neuen Mitfahrer und die Sache war ausgemacht!
Darauf wurde erst einmal angestoßen.

Die gefahrene Strecke (142km):

Das Höhenprofil:


Sonntag, der 10.08.
Und schon war die Woche wieder um und der Abreisetag war gekommen. Dieses Jahr halt ohne den Abbau des Zeltes, was sehr angenehm ist. Genia und ich hatten schon vorher diverse Sachen im Wagen verstaut, somit war erst einmal gemütliches Ausschlafen angesagt, bis wir beim Frühstück schließlich zu den letzten gehörten.
Wie auch schon letztes Jahr packten sehr viele Leute beim Abbauen mit an, so dass die meisten Arbeiten schnell erledigt waren und die Nachhut nicht mehr so viele Sachen alleine tun mussten.
Danach war das große Abschied nehmen angesagt. Und wie immer war schon etwas Wehmut im Spiel. Viele der lieben Menschen sieht man ja doch eine längere Zeit nicht mehr.
Bei mir sollte das bei vielen dieses Mal nicht zutreffen, im Oktober steht nämlich noch eine Hochzeit an, bei der ich viele der netten Menschen wiedersehen werde!
Nachdem alles verstaut war (war bei mir ja nicht viel) machte ich mich mit Sebastian und Andrej auf den Weg zurück. Diesen fuhren wir zu etwa 2/3 zusammen, in Altenbeken bog ich Richtung Paderborn ab um zu meinen Eltern zu fahren. Genia machte sich direkt auf den Weg dorthin, weil wir ja noch Levi abholen müssen.
Von dort fuhren wir dann mehr oder minder zusammen den direkten Weg heim.

Die gefahrene Strecke (194km):

Das Höhenprofil:

Wir hatten wieder eine tolle Woche!
Es hat wieder alles gepasst und auch das Wetter hat größtenteils mitgespielt.
Besonders freut mich natürlich, dass Genia die ganze Woche dabei war und es ihr zudem ebenfalls viel Spaß machte!
So wollen wir auch nächstes Jahr wieder zusammen zurück zur Burg kommen.

Dann aber beide auf eigenen Motorrädern!

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