Freitag, 8. Januar 2016

Virtuelle Welt

Ich weiß gar nicht mehr so ganz genau, wie ich wieder auf das Thema kam. So ganz neu ist das ja nun nicht. Egal, irgend etwas hatte mich diese Sache mit dem Papp-Cardboard wieder ins Blickfeld gerückt. Waren es die immer mehr werdenden 360° Videos oder so ein weiterer Schnäppchenhinweis bei China-Gadgets?
Jedenfalls hatte ich mir dann Mitte November mal so einen Pappkarton für Zwoeurofuffzig aus China bestellt. Einfach mal ausprobieren halt. Irgendwann Mitte Dezember kam der Kartonstreifen dann auch an.
Mann muss den Pappkarton eigentlich nur zusammenbauen, dann die Cardboard-App installieren, damit den QR-Code an der "Brille" scannen und schon geht es los.
Ich lud mir dann gleich mal ein paar Demo-Apps herunter, eine kleine virtuelle Wanderung durch eine Höhle, einen kleinen Jurassic Park und eine Achterbahnfahrt.
Also los, mit der Cardboard-App die Brille einrichten und los!

Ich weiß nicht mehr so ganz genau, welche Demos direkt am Anfang richtig funktionierten, jedenfalls komischerweise nicht alle. Einige Demos funktionierten korrekt (und das erste Erlebnis war ziemlich beeindruckend!), andere aber nicht. Bei diesen schien die Brille nicht korrekt kalibriert. Die beiden Einzelbilder passten nicht ganz sauber. Neben manchen Demos betraf das auch die Bilder von Google StreetView. Es war ein wenig so, als ob man schielen würde,
Erst dachte ich, mein Augenabstand würde einfach nicht so ganz zu den Linsen im Pappkarton passen. Allerdings müsste es dann ja ein generelles Problem sein und dagegen sprach ja einige korrekt angezeigten Demos,

Somit ging meine Vermutung schnell an falsche Konfigurationsdaten aus dem aufgedruckten QR-Code. Somit startete ich mal die Bildersuche nach solchen Pappbrillen-Codes und fand dann auch einige. Gleich der erste, den ich testete verbesserte die Sachlage direkt!
Kein Schielen mehr... wow! Nun funktionierten alle Demos und auch StreetView-Aufnahmen erschienen in voller virtueller Pracht.
Ich ärgerte mich direkt, dass ich mir nicht viel früher so eine Brille geholt hatte!
Erkenntnis nach wenigen Tests: Ich vertrage echte Achternbahnen überhaupt nicht und auch die virtuelle Version bekommt mir kaum besser. Aber der Eindruck ist schon irre...

Natürlich zeigte ich mein neues Spielzeug auch direkt mal den Kollegen und bei so einigen traf meine Begeisterung auf ziemlich fruchtbaren Boden.
Nach kurzer Zeit wollte ich dann mal die 360° Videos testen und dort gab es ein neues Problem, es zeigten sich bei Bewegungen immer Grafikfehler und auch große schwarze dreieckige Flächen, als gäbe es ein Problem mit dem Grafiktreiber.
Nun, da ein Wechsel der Konfiguration per anderem QR-Code schon einmal funktionierte versuchte ich es erneut. bei der Suche fand ich eine nette Seite, die eine ganze Sammlung von VR-Codes anbietet, für alle möglichen Variationen von Brillen. Von simplen Pappkartons bis zur aufwendigen Kunststoffmodellen zum Aufsetzen. Ich testete den Code von "I am Cardboard" und siehe da: Nach wie vor ein klares Bild und nun funktionieren auch die Videos korrekt!

Hier mal noch 2 Beispielbilder, wie so VR-Sachen dargestellt werden:


Kurzum: Schon ziemlich beeindruckend, was mit so einer billigen Pappbrille mit 2 Plastiklinsen und einem halbwegs aktuellen Smartphone geht.

Ich denke mal, da wird in diesem Jahr noch so einiges passieren...


Nachtrag: Bei Heise gibt es auch einen schönen Bericht zu den Pappbrillen.

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