Dienstag, 11. Oktober 2022

Herbsttour 2022

So langsam wird es wirklich einmal Zeit, etwas zu diesem Thema zu schreiben. Schließlich geht es ja schon bald los. Also:

Ähnlich wie letzten Herbst werde ich auch dieses Jahr wieder die Arbeit (Testberichte) mit dem Angenehmen (Reisebericht) verbinden. Zudem kommt mein lieber Freund Jochen auch wieder mit! Letztes Jahr fuhren wir beiden mit zwei Honda AfricaTwins Adventure Sports in den Balkan, eine Maschine mit DCT und eine mit konventioneller Schaltung.

Diese Jahr fahren wir mit zwei verschiedenen Modellen los. Um möglichst flexibel zu sein werden es (natürlich) wieder zwei Reiseenduros sein. Da wir wieder eher kleinere Straßen bevorzugen und es ggf. durchaus auch einmal abseits von Asphalt gehen kann, werden wir mit zwei Vertretern der "Mittelklasse" unterwegs sein. Mehr Leistung brauchen wir sicher nicht und weniger Eigengewicht ist immer besser, wenn es "offroadiger" wird.

Und womit werden wir nun unterwegs sein? Hier nun die beiden Protagonisten.
                                        *TROMMELWIRBEL*
Wir werden mit einer Aprilia Tuareg 660 und einer Yamaha Ténéré 700 losfahren.


(Foto: yamaha-motors.eu)


(Foto: aprilia.com)

Anhand der Pressefotos kann man schon schnell erkennen, dass beide Maschinen für ähnliche Einsatzgebiete konzipiert sind und sich in ihren Eckdaten durchaus gleichen. Auch wenn wir im Sattel ein nicht ganz so sportliches Bild abgeben werden. ;-)
Die 700er Yamaha gibt es seit 2019 auf dem Markt und hat ihre alte, traditionsreiche Marktposition sehr erfolgreich wiederbelebt. Inzwischen gibt es auch schon drei "Geschmacksrichtungen": Eine aufgewertete Rally Edition und als Langstreckenvarinate World Raid. Wir werden allerdings mit der Standardausführung unterwegs sein.
Die Aprilia hingegen ist erst in diesem Jahr auf den Markt gekommen und möchte natürlich in dem Revier der Ténéré wildern und etwas von ihrem Martanteil abknabbern. Wir sind sehr gespannt, wie sich die beiden Modelle so im Praxiseinsatz auf einer "echten Tour" so schlagen.

Dieses Jahr ist unser Zielgebiet so ganz grob die Pyrenäen und Nordspanien. Den Bereich hatten wir letzten Herbst auch als Alternative im Hinterkopf, aber die Wetteraussichten für den Balkan passte. Auch dieses Jahr werden wir uns dem gegebenen Wetter ggf. anpassen. 


Neben dem groben Kernbereich (rot) wird es ja nach Wetter weiter gen Westen gehen (blau) oder alternativ eher östlich und südlich (braun) bleiben. Da schauen wir einmal, was kommt. Wenn es südlich der Pyrenäen gar nicht schön sein sollte bleiben wir ggf. auch in Frankreich, davon gehen wir aber aktuell nicht aus.
Damit wir möglist viel Zeit vor Ort haben, machen wir es wie letztes Jahr auch. Die Maschinen kommen auf den Anhänger und dann ziehen wir den ganzen Bumms möglichst flott ins Zielgebiet.
Einen Parkplatz für das Gespann hat Jochen schon in einer Hotel-Tiefgarage in Saint-Gaudens aufgetan. Von dort sind wir ruckizucki in den Bergen. Los geht die Reise wohl am Freitag, den 21.10. am frühen Nachmittag, zurück kommen wir nach Plan am Dienstag, den 01.11.

Wir sind sehr gespannt und haben schon richtig Bock auf die Tour!


Mittwoch, 28. September 2022

Triumph Tiger 1200

Nun, es ist inzwischen schon eine ganze Weile her: Am 15. Mai hatte Triumph zu seinem MediaDay geladen. Dieses Jahr fand dieser Event am Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring statt und einziger Programmpunkt war die nagelneue Tiger 1200.
Mein Bericht dazu war schon länger fertig, bis zur Veröffentlichung indes hat es noch etwas gedauert. Neulich habe ich aber gesehen, dass er nun online ist. Nun also hier der passende Eintrag dazu.


(Bildquelle: Triumph)

Ich reiste wie viele andere schon am Samstag an, da es Sonntag morgen recht früh los gehen sollte und ich nicht gefühlt schon in der Nacht von daheim losfahren wollte. Wir alle waren im Dorint Hotel direkt an der Rennstrecke untergebracht und nach dem Einchecken konnte ich gleich auf dem Balkon etwas entspannen und diversen Fahrzeugen zusehen.

Dort ist ja irgendwie immer etwas los. Zunächst ein Formel-Rennen, dann waren diverse ältere Rennmotoräder im Einsatz, auf der Nordschleife fuhren parallel irgendwelche Tourenwagen ihre Runden. Dazu mit einem Kaffee in der Hand in der Sonne sitzen. Herrlich.
Später traf sich die ganze Baggage im Eingansbereich auf ein kühles Getränk gefolgt von einem gemeinsamen Abendessen. Es gab wie fast immer bei solchen Events neue und altbekannte Gesichter zu sehen, was einen immer wieder erfreut.




Nach gemütlichem Ausklingen ging es ins Bett und am nächsten Morgen nach dem Frühstück zum Fahrsichheitszentrum, rund 2km vom Hotel entfernt.


Nach der Anmeldung vor Ort gab es zunächst die Presseinfos. Präsentation der neuen Tiger 1200 mit allen Infos drumherum. Kurzum: Im Vergleich zum Vorgängermodell blieb keine Schraube auf der anderen.


Danach ging es zu den Maschinen nach draußen. Alle verschiedenen Varianten des Modells standen bereit und man konnte sich die guten Stücke erst einmal genauer ansehen.




Dann teilten sich alle Fahrenden in zwei Gruppen auf, die eine fährt in eine Lavagrube um der große Raubkatze etwas auf den Offroad-Zahn zu fühlen. Wegen der recht warmen Temperaturen schloss ich mich direkt dieser Gruppe an, am Nachmittag hatte ich doch etwas Sorge wegen der Hitze in so einem Loch. Der Gedanke stellte sich für mich definitiv als richtig heraus.




Das war definitiv nicht unanstregend, gerade für so einen Konditionsmuffel wie mich. Aber dennoch konnte ich nach etwas Eingewöhnung über den leichteren Parcour alle vorzufindenen Schwierigkeiten sicher mit der großen Tiger abfahren.
Von dem Staubloch ging es dann zurück zum Zentrum und Mittagessen, danach stand die Landstraßenrunde an. Es war ein herrlicher Ausritt mit durchaus flottem Tempo, hat also viel Spaß gemacht.





Insgesamt ein toller Tag mit einer wirklich tollen Maschine. Alles noch deutlich ausführlicher und vor allem natürlich mit detaillierten Erfahrungen mit der neuen Triumph Tiger 1200 kann 

==> hier im Testbericht <==

auf motolifestyle.de nachgelesen werden!

Donnerstag, 25. August 2022

Norditalien 2020 - Tag 8

Hinweis: Dieser Reisebericht stammt nicht von mir selber, sondern von Genia.
Von mir stammen die eingefügten Fotos, Links und ggf. kurze Textabschnitte.

Samstag, der 12.09.

Nach einem leckeren Frühstück im Hotel haben wir uns fertig gemacht und wollten los. Wie ich bereits geschrieben habe, hat Frank die kleinste Lücke auf dem Parkplatz gefunden und nun musste er da irgendwie wieder raus. Zum Glück standen uns nur ein paar Motorräder aus Deutschland im Weg, die Fahrer kamen auch schon und wollten ebenfalls gerade weiter fahren. Nachdem sie zuerst darüber gescherzt haben, dass man auf diesen Straßen doch besser mit dem Mopped unterwegs sein sollte (als wüssten wir das nicht…) als mit dem Auto so wie wir, haben Sie uns den Weg frei gemacht.


Franks Mutter hat ihn gebeten, wenn wir schon hier in der Zitronengegend sind, ihr bitte einen kleinen Zitronenbaum mitzubringen. Also haben wir auf dem Rückweg ein Gartencenter in Torbole angesteuert und den Einkauf erledigt.


Auf der Brennerautobahn vor der Grenze nach Österreich ging es auf wieder ziemlich schleppend weiter. Keine Ahnung, was da los war. Direkt nach der Grenze war alles wieder in Ordnung.


Österreich haben wir dann im Prinzip auf dem gleichen Weg wie auf der Hinfahrt durchfahren und kamen entsprechend bald wieder nahe Füssen nach Deutschland.


Ursprünglich hatten wir noch eine Übernachtung in Würzburg geplant. In die Richtung waren wir jetzt auch unterwegs. Das Hotel war gebucht, aber je weiter wir kamen, desto mehr wollten wir einfach nur noch heim und im eigenen Bett schlafen. Wir hatten die letzten Tage genug Neues gesehen und haben das Zimmer in Würzburg kurzerhand storniert und sind durchgefahren.
Am späten Abend sind wir bei Franks Eltern angekommen, das liegt fast auf dem Weg und wir wollten den Zitronenbaum gerne direkt abgeben. Wir haben uns aber nicht angekündigt und als wir dann vor deren Tür standen, war die Überraschung natürlich sehr groß. Das Bäumchen wurde sehr gerne in Empfang genommen und wir konnten schon bald weiter heim fahren. Kurz nach 22Uhr waren wir dann nach knapp 1000km zuhause. Die schöne Reise war zu Ende und die eigenen Betten sind doch die besten.

Die gefahrene Strecke:
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Abschließend noch die Gesamtkarte mit den Routen und allen relevanten Stationen:


Was bleibt: 
In Italien sind wir immer wieder gerne, wir lieben das Land einfach. Es gibt hier unglaublich viel zu sehen und die Landschaft ist so großartig. Wir haben viele Ziele, viele Länder, die wir noch bereisen wollen, aber Italien ist und bleibt sowas wie unser Lieblingsland (die USA vielleicht noch, die sind aber nicht so schnell zu erreichen).
Venedig war absolut großartig, wohl auch deshalb, weil wir zur genau "richtigen" Zeit dort waren. Die ganzen Menschmassen, die sich sonst in der Stadt tümmeln und uns bisher schon etwas von einem Besuch abgehalten haben, fehlten jetzt und wir konnten diesen tollen Ort wirklich genießen. Auch der Gardasee ist immer wieder schön, wobei uns es dort in "normalen Zeiten" wohl auch schnell zu voll sein dürfte.

Kurzum: Eine tolle Reise zum absolut richtigen Zeitpunkt!