Freitag, 15. Januar 2010

Hornet-Treffen 2009

Nachdem ich das letzte Jahr (endlich) das erste mal beim großen Treffen der Hornet-Freunde Deutschland e.V. war und es mir wirklich super gefallen hat, war auch schnell klar, dass ich im nächsten Jahr wieder kommen wollte.
Außerdem wuchs in uns (Daniel und mir) der Gedanke, beim kommenden Treffen aber einen Tag früher, also schon am Donnerstag, anzureisen.
Bei Daniel kam dann in der Vorbereitungszeit etwas dazwischen, so dass er doch erst am freitag kommen konnte. Somit schloss ich mich bei der Anreiseplanung einer norddeutschen Gruppe an. Diese bestand dann im Endeffekt auch nur aus Martin (HH) und Ulf (FL), die bis Hannover über die Bahn fuhren und dann überland weiter bis Höxter-Albaxen, um sich dort an der Tonenburg mit Thomas ("Pommes") zu treffen. Genau dort klingte ich mich dann auch ein.

Alles Fotos zum Treffen gibt es übrigens hier im Album und unten als Diashow:


Donnerstag, der 30.07.
Meine Fahrt führte mich also zunächst durch's Lipperland und um kurz vor 12 Uhr traf ich dann auch Thomas an der Tonenburg. Wir quatschten, tranken Kaffee und etwas später kamen auch die beiden Mitfahrer an.
Ab nun übernahm Thomas als Einheimischer die Führung, so fuhren wir erst in den Solling und dann noch einen Abstecher über Trendelburg, später ging es von Hann. Münden aus direkt an der Werra entlang nach Witzenhausen. Im Ort besuchte ich dann noch flott Tamina an der Uni, an der sie seit kurzem arbeitet. Wir kamen quasi fast daran vorbei.

Danach ging es hoch zur Burg Ludwigstein, seit einigen Jahren Veranstaltungsort des Treffens. Martin wurde schon von seiner Familie empfangen und Ulf hatte sein Zelt schon fast fertig aufgebaut. Also machte ich mich auch noch daran, so dass meine beiden "Mitbewohner" (Daniel und Helen) am nächsten Tag auch direkt einziehen können.

  

  

Danach bauten wir noch eine Verpflegungs-Hütte auf und gingen langsam zum gemühtlichen Teil über. Lothar, der jedes Jahr vom Bodensee rauf kommt, überraschte uns alle mit seiner neuen CB 1000R, was natürlich viele Blicke auf sich zog. An diesem ersten Tag waren schon gut 30 Leute anwesend, deutlich mehr als sonst wohl üblich. Man schätzt halt die Gemühtlichkeit diesen ruhigeren Tages.

Die Anfahrtsroute und das Streckenprofil:



Freitag, der 31.07.
Der Tag begann mit Duschen und einem ausgiebigen Frühstück, welches schon wunderbar organisiert war. Obst, Joghurt und Rührei fehlten zwar noch, das machte aber nichts.
An diesem Morgen wurde ich von Regine gefragt, ob ich evtl. auch Tour-Guide für die große Ausfahrt am Samstag sein könnte, da sich doch dieses Jahr deutlich mehr Leute angemeldet hatten und die Gruppen möglichst nicht zu groß werden sollten. Natürlich sagte ich zu, war ja keine Frage. Zumal ich bei sehr vielen Touren (eigentlich fast immer) eh als Vorausfahrer unterwegs bin. Die fertigen, laminierten Streckenpläne waren allerdings zunächst noch etwas Mangelware und so fuhr ich mit einer kleinen Gruppe (Jessy, Ute und ich) beim Maddin mit, der die Strecke schon kannte.
Die Warnung, dass es eine Schleichfahrt werden würde stellte sich als treffend heraus... egal, so kann man sich die Route zumindest leichter einprägen und etwas von der Landschaft sieht man auch.
Wieder zurück bei der Burg meldete sich dann der Daniel... er hatte einen Plattfuß am Hinterrad! Sofort schaltete Tholi sich ein, der direkt Kontakt mit seinem Reifendealer aufnahm. So ließ Daniel seinen Bock vom ADAC-Abschlepper zur Burg bringen.

  

Am späteren Nachmittag stand die TourGuide-Runde mit Tholi an, inzwischen hatte auch jeder einen eigenen Plan. Die Guides zumindest.... Wolfgang, Ulf und Chris fuhren auch mit (nur ohne Plan, was die meisten anderen wohl nicht wussten). Prompt hatten wir nach zwei Ampeln Ulf und Chris verloren... wir warteten danach zwar etwa 20min (und Tholi fuhr ein Teil der Strecke zurück), nur hatten die beiden längst eine Abbiegung nicht genommen (wie auch, ohne Plan?). Etwas dumm gelaufen, wofür es auch prompt an der Burg von Regine einen Rüffel gab.

  

Als wir nach dieser Runde wieder an der Burg ankamen war erstmal großes Hallo, Daniel und die "motherfuckin' Gäng" waren inzwischen angekommen! Also gab es viel zu bequatschen und auf das Wiedersehen anzustoßen! Daniel's platter Reifen wurde in Chris mobiler Werkstatt gleich demontiert und zum Reifenhändler gebracht.


Samstag, der 01.08.
Nach den üblichen Tätigkeiten (duschen und frühstücken) bekam Daniel seinen Reifen zurück. Die Reifenbude hatte leider keinen passenden Metzeler M3 am Start, so wurde der Reifen geflickt. Leider gab es dazu auch nur einen "Autostopfen", was somit auch nur als Notlösung zu sehen war. Damit fiel die Ausfahrt für Daniel ins Wasser, er wollte nur später zum Treffpunkt Hohen Meissner kommen und dann den Korso in die Innenstadt von Witzenhausen mitfahren.
Danach wurden die einzelnen Gruppen eingeteilt und die Abfahrtzeiten festgelegt. Meine Gruppe war mit nur 7 Leuten die kleinste (an sich ja fein) und Start sollte um 11.25 Uhr sein. Bevor es losging gab es noch einmal eine Einweisung von Tholi... sinniges Fahren ist angesagt und wer einen "verliert", bezahlt abends eine Runde für die Guides.

Pünktlich fuhr ich dann mit meiner Gruppe los, Sebastian markierte (mit Warnweste) das Schlusslicht. In Arenshausen stoppte uns eine gerade schließende Bahnschranke und schon wenig später kam Pommes mit seiner (flotteren) Gruppe an, er war etwas 5min später gestartet. Diese Gruppe ließen wir auch gleich passieren und so ging es weiter zu dem kleinen Firmengelände, wo die Streckenpläne (beidseitig) umgedreht werden. Zu meiner überraschung stand Pommes noch mit seiner Gruppe dort! Er hatte wohl auch die Vorgruppe noch eingeholt, gerade als sie dort ankamen, fuhren die anderen los. Somit gab's auch für uns eine kleine Zwangspause.
Just in dem Augenblick, als Pommes wieder los wollte, kam Tholi's Gruppe schon an, also ließen wir auch die erst passieren. Die engeren Startintervalle zum Ende der Touren (nur noch 5 anstelle von 10min) waren doch etwas knapp.
Einige Minuten später fuhr also auch Pommes mit seiner Gruppe los und wir recht dicht hinterher, der Abstand würde sicher bald wieder größer werden.
Wie richtig doch diese Einschätzung war, nur leider anders als gedacht. Zwischen Hubenrode und Kleinalmerode am Ende einer langgestreckten Linkskehre vernahm ich Laute, welches man unterwegs eigentlich nicht hören will: Schleifgeräusche! Der Blick über die Schulter zurück bestätigte die akkustische Wahrnehmung: Direkt am Anfang der Kehre waren 2 Maschinen abgeschmiert und im Graben gelandet.

  

Zum Glück standen Lutz und Marc schon wieder auf ihren eigenen Beinen, als die vorausfahrenden (2 weitere Fahrer und ich) nach einer Wende an der Unfallstelle ankamen. Lutz hatte Schmerzen an der Schulter, wir vermuteten schnell einen Schlüsselbeinbruch, Marc schien dagegen nur Schürfwunden zu haben.
Die beiden Maschinen (R1 und 6er Hornet) sahen auch recht mitgenommen aus, aber das sollte jetzt das kleinste Problem sein. Schnell machte ich telefonisch Meldung beim HQ (Regine) und rief den Rettungswagen. Noch bevor der RTW da war hatten die "Rennleitung" den Vorfall spitz bekommen, die auch prompt mit Blaulicht angesausst kamen. Die beiden Beamten waren allerdings sehr nett und verzichteten direkt auf mögliche rechtliche Schritte ("Ihr habt ja jetzt genug Probleme").
Da Sebastian kein Handy, aber eine Navi am Start hatte, beschlossen wir, dass er den Rest der Gruppe auf direkten Wege zum Treffpunkt am Hohen Meissner bringt und ich an der Unfallstelle auf den Abschleppwagen von der Burg warte.

  

Tholi meldete sich kurz danach telefonisch und kam dann auch noch vorbei. Neben Lutz fuhr auch Marc sicherheitshalber im Krankenwagen mit.... man weiß ja nie.
Nach etwa 30min kam Tom mit Wagen und Anhänger an, wir verluden die beiden Moppeds und ich fuhr mit Tholi dann direkt nach Witzenhausen zum Marktplatz. Genau passend waren wir dort, 2min später kam auch schon der große Korso an.

Ankunft des Korsos in Witzenhausen:

Wieder an der Burg angekommen standen auch schon so einige Schaulustige am Anhänger, auf dem die verbeulten Moppeds waren. Daniel hatte oben am Parkplatz festgestellt, dass er wohl in Folge des Einbaus des geflickten Reifens eine Abschlussplatte des Kettenspanners (die andere als im Urlaub 2007) verloren hatte, somit war eh alles egal und er machte erstmal einen schönen Kringel unter dem Rauch des durchdrehenden Reifens.
Und dann war da noch die Sache mit Kerstin: Sie hatte schon am Vortag mit Kopfschmerzen zu kämpfen (ließ daher die Kuschelrunde am Nachmittag ausfallen) und dazu gesellte sich auch noch Übelkeit und Durchfall. Das wurde so schlimm, dass sie ins Krankenhaus gebracht wurde und auch dort bleiben musste.

  

Danach gingen wir alle wieder zum gemütlichen Teil über und später ließ Tholi noch seine berühmte Flasche 15 Jahre alten Glenfiddich springen, weil im Prinzip alles gut gegangen war. Was meine beiden Abflieger anging, wurde ich frei gesprochen! ;-)
Was gab's sonst noch? Ach ja, einige Geschicklichkeitsspiele, die Tombola und die Prämierung der schönsten Maschinen. Endlich konnte Siggi den ersten Preis entgegen nehmen, an dem er im Vorjahr knapp vorbei geschrappt war. Der Rest des Abends gab es wieder viele nette Gespräche, Lagerfeuer und noch ein Feuerwerk auf der Nachbarburg.

Die ursprünglich angedachte (volle) Ausfahrt vom Samstag:



Sonntag, der 02.08.
Schon war leider der Abreisetag erreicht. Vom anfangs noch angekündigte Regenwetter blieben wir zum Glück verschont, so dass alles trocken verstaut werden konnte. Nur wenige verirrten Regentropfen bahnten sich ihren Weg runter zur Burg, nichts dramatisches also. Da Daniel's Mopped nicht mehr fahrtauglich war, wollten Helen und er beiden bei Frank im Wagen mitfahren, Mopped hinten auf dem Anhänger. Das wurde dann etwas umgeworfen, Daniel fuhr Kerstins Hornet nach Bochum (da steht sie schon näher an Köln als in Witzenhausen), so bekam er wenigstens noch eine Tour.
Kerstin selbst war auch soweit wieder auf dem Damm, dass sie das Krankenhaus (auf eigenen Gefahr hin) verlassen konnte. Ich fuhr mit der "Ruhrpott-Mischpoke" überland zurück, wenn auch auf recht direktem Wege. So ganz war dem Wetter nicht zu trauen. Aber Sebastian hatte vom Start weg seine Regenkombi an, ein totsicheres Indiz dafür, dass es trocken bleibt!
Ach ja, der Exil-ESD an Thomas (Zocker) CB 1000R klingt definitiv besser als der Shark an Lothars Maschine.

  

Wir fuhren dann zusammen bis kurz hinter Warbung (genauer gesagt bis Scherfede), dann zweigte ich Richtung Paderborn ab, die anderen fuhren weiter die B7 Richtung Brilon. Von PB aus fuhr ich dann noch bei meinen Eltern vorbei, da hatte ich mich auch schon etwas länger nicht mehr blicken lassen. Dummerweise hatte ich mich dort so lange verquatscht, bis schlechtes Wetter aufzog. Nach einem Schauer fand ich aber das passende Zeitfenster um doch noch trocken zu Hause anzukommen.
   
Was bleibt? Es war wieder ein tolles Zusammenkommen, so einige Stimmen (das kann ich jetzt nicht beurteilen) sprechen gar vom besten Treffen bisher. Den "Neuen" hat es auch richtig Spaß gemacht und alle haben jetzt schon fest zugesagt, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Das heißt doch schon Mal was....!

An dieser Stelle noch einmal ein großes Lob an das Orga-Team, welches wirklich jedes Jahr viel Arbeit investiert, damit das jährliche Treffen überhaupt erst möglich wird.
Auf ein Wiedersehen in 2010!

Keine Kommentare:

Kommentar posten